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Fujifilm X-Pro1 mit Wechselobjektiven

Dienstag, 10. Januar 2012


Hightech im Messsucherlook – Die Fujifilm X-Pro1

Fujifilm hat heute seine im Herbst letzten Jahres angekündigte Systemkamera mit Wechselobjektiven vorgestellt. In der X-Pro1 feiert ein neu entwickelter APS-C “X-Trans Sensor” auf CMOS-Basis Premiere, der 16,3 Megapixel Auflösung liefern soll. Laut Fujifilm sorgt ein neu entworfenes und der Körnigkeit bei analogen Filmen ähnliches Farbfiltermuster dafür, dass ein Tiefpassfilter überflüssig ist. Tiefpassfilter reduzieren vor allem Moirés an feinen Strukturen oder die Darstellung von falschen Farben, bisher leider aber auch die Detailauflösung herkömmlicher Kameras mit CMOS-Sensoren. Schlüssel der Kompaktheit des Kamerabodys im Verhältnis zur Sensorgröße (365 mm²) ist das Auflagenmaß des X-Bajonetts. Es beträgt schlanke 17,7 mm und soll – ähnlich wie bei Leica M – die Effizienz des einfallenden Lichtes erhöhen, das durch das Objektiv eingefangen wird. Die Kamera verfügt – wie bereits die kleine Schwester X100 – über einen Multi-Hybrid-Sucher, der die Vorzüge von optischem und elektronischem Sucher kombiniert. Der Benutzer kann wahlweise ein optisches Sucherbild betrachten oder den elektronischen Sucher mit 1,44 Millionen Bildpunkten und 100% Abdeckung verwenden. Ein Blitz ist in die X-Pro1 nicht eingebaut. Optional können jedoch Blitzgeräte wie der EF-X18 (Leitzahl: 18), EF-20 (Leitzahl: 20) und EF-42 (Leitzahl: 42) im Zubehörschuh verwendet werden. Der Kamerabody ohne Objektiv wiegt rund 450 Gramm und misst 139 x 82 x 42 Millimeter. Damit ist die X-Pro1 etwa so groß wie die Leica M9, die im Gegensatz dazu allerdings über einen Kleinbildsensor verfügt.

Zur Einführung der Fujifilm X-Pro1 werden zunächst drei relativ lichtstarke FUJINON XF Wechselobjektive mit Autofokus angeboten: Das Weitwinkel-Objektiv „XF18mm F2.0 R“ (27 mm, equiv. KB), das Standard-Objektiv „XF35mm F1.4 R“ (53 mm, equiv. KB) und das Tele-Makro-Objektiv „XF60mm F2.4 R Macro“ (91 mm, equiv. KB). Neun weitere Objektive sind geplant. Darunter ein 14mm-Weitwinkel (21 mm, equiv. KB) sowie Zoom- und Teleobjektive. Offizielle Preise gab Fujifilm für Deutschland noch nicht bekannt. Im Gespräch sind derzeit ca. 1.700 Euro für das Gehäuse und um die 600 Euro je Festbrennweite. Die Kamera und die ersten drei genannten Objektive sollen bereits Ende März in den Handel kommen.

Link zur Produktseite
Referenzbilder des Herstellers

Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4

Mittwoch, 28. September 2011


Review Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 und Panasonic Lumix 25mm f/1.4

“Nichts ist wichtiger als Lichtstärke.” Dieser oft strapazierte Satz gilt besonders für Objektive, die an Micro Four Thirds verwendet werden sollen, denn durch den Formatfaktor 2 nimmt die Tiefenwirkung bei gleicher Blende gegenüber Kleinbild spürbar ab. Was für Makroaufnahmen hilfreich sein kann, lässt bei Verwendung von Weitwinkel- oder Normalbrennweiten und wenn eine Blickführung durchs Motiv gefragt ist, gelegentlich zu wünschen übrig. 2009 nahm Cosina sich dieser Problematik an und konstruierte den amtierenden Lichtstärke-Weltmeister für das Micro Four Thirds-Bajonett, das Voigtländer Nokton 25/0.95. Dieses Objektiv ist fantastisch, sowohl vom Handling her als auch von seinen optischen Leistungen. Aber es gibt einen Haken: Es bietet keinerlei elektronische Kontakte und keine automatische Scharfstellung an. Wer diese sucht und nicht wesentlich auf Bildqualität verzichten möchte, wird nun bei Panasonic fündig.

Das neue Panasonic Lumix Leica DG 25mm F1.4 ASPH, so die korrekte Bezeichnung, ist knappe 2 Zentimeter kürzer als das Nokton, etwas dicker, wesentlich leichter und obendrein mit etwa 600 Euro günstiger zu haben. Schon ab der größten Blendenöffnung f/1.4 liefert das Objektiv scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Die Bilder mit gleichen Blendenwerten sind denen des Nokton zum Verwechseln ähnlich. Farblich kommen sie etwas kühler daher, bei Offenblende mit einer Vignette, die das Bild im Vergleich insgesamt dunkler erscheinen lässt. Bereits ab Blende f/2.0-2.8 arbeitet es absolut auf dem Niveau der aktuellen MFT-Referenz.

Bedauerlicherweise ist die Springblende des Lumix DG 25/1.4 in ruhiger Umgebung sehr laut. Benutzer aktueller Panasonickameras (Lumix GH, GF) haben hier derzeit einen nennenswerten Vorteil gegenüber PEN-Usern. Denn der Liveview scheint bei den Modellen verschieden zu arbeiten. An einer Olympus E-PL1 sowie auch an der aktuellen E-P3 “klappern” die Blendnlamellen beim Kameraschwenk vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt. Zusätzlich auch dann, wenn nur der Auslöser im Autofokusbetrieb angetippt wird. Diese Geräuschkulisse dürfte zum Beispiel bei Lesungen oder Kirchenzeremonien von den Anwesenden als sehr störend empfunden werden. Hoffen kann man hier nur auf ein baldiges Firmware-Update für das Objektiv oder die genannten Kameramodelle. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, an den PENs regen Gebrauch von der Messwertspeichertaste für die Belichtung zu machen, da diese die Blendenöffnung fixiert und das “Klappern” verhindert.

Unten finden Sie wie immer eine Reihe von Beispielbildern unter Verwendung beider Objektive an der Olympus E-PL1. Die Bilder stammen direkt aus der Kamera und sind nicht bearbeitet oder beschnitten, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Sie zeigen, wie dicht Nokton und Lumix qualitativ beieinander liegen und dass man die Entscheidung für oder gegen einen der Kandidaten eher vom Einsatzgebiet her treffen sollte. Das Nokton bietet die geringere Naheinstellgrenze und die höhere Lichtstärke an, das Lumix punktet vor allem durch seinen zügigen Autofokus und die etwas kompaktere Baulänge. Diese entspricht im Übrigen exakt der des Leica Summilux-M 50/1.4 ASPH, das äquivalent zum Kleinbild den gleichen Bidwinkel besitz.


Größenvergleich Nokton 25mm f/0.95, Summilux-M 50mm f/1.4 ASPH FLE (KB), Panasonic Lumix 25mm f/1.4

Full size samples Voigtländer Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4 ASPH
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL1
Review ©2011 by peterlueck.com

Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271446 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271445 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271441 Nokton 25/1.4 @ f/2.8 P9271442 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/2.8
P9271428 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271429 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271427 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271426 Panasonic Lumix DG 25/1.4
P9271414 Nokton 25/1.4 @f/4.0 P9271416 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @f/4.0
P9271409 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271408 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271323 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271321 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271318 Nokton 25/1.4 @ f/3.5 P9271317 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/3.5
P9271314 Nokton 25/1.4 @ f/4.0 P9271312 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.0

Beide Objektive an der Naheinstellgrenze:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
Minimum distance, Nokton 25/1.4 @ f/8 (P9281486) Minimum distance, Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/8 (P9281487)

Beide Objetive bei Offenblende:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271431 Nokton 25/1.4 @ f/0.95 P9271430 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4

PS: Zum Voigtländer Nokton 25/0.95 erschien auf peterlueck.com bereits ein Review mit hochauflösenden Low-Light-Straßenszenen aus London. Bitte folgen Sie diesem Link.

Olympus Zuiko OM 50/1.4 und ED 50/2.0 Macro

Dienstag, 12. Oktober 2010


Olympus Zuiko OM 50mm/1.4 vs. Zuiko ED 50mm/2.0 Macro

Leichtes Tele gefällig? Gerade an mFT sollte es natürlich lichtstark, einigermaßen kompakt und bezahlbar sein?! Ok. Via Adapter kommen an der PEN neben den üblichen Verdächtigen von z.B. Voigtländer, Leica, Zeiss, Minolta und Canon FD natürlich auch die älteren Primes von Olympus in Betracht. Die kleinen manuellen Zuikos des OM-Systems (1972-2003) waren schließlich seinerzeit das Arbeitsglas von Helmut Newton und von ausgezeichneter Qualität. Gerade Lichtstärke findet sich in den Festbrennweiten des OM-Systems reichlich und das hat sich inzwischen auch herumgesprochen. Die Nachfrage und somit die Gebrauchtpreise zogen kräftig an. Ein OM Zuiko Auto-S 55/1,2 oder ein OM Zuiko Auto-Macro 90/2.0 kostet so heute schnell mal ein paar Hundert, ein OM Zuiko APO Auto-T 350/2,8 gar einige Tausend Euro.

Günstiger zu bekommen, sind die 50mm Brennweiten – insbesondere das 50/1.8 und das 50/1.4. Letzteres habe ich wechselweise mit dem aktuellen Zuiko ED 50/2.0 Macro als Referenz an der PEN probiert und stelle unten jeweils 10 Fullsize-Bildbeispiele mit den Objektiven vor. Beide Lösungen mit 47° Bildwinkel sind – z.T. schon wegen des nötigen Adapters – kaum mehr als kompakt zu bezeichnen, jedoch sind sie immer noch deutlich kleiner und leichter als die meisten lichtstarken 100mm-Objektive für Kleinbild.

Das Handling gefällt – vor allem der direkte Schärfering mit Entfernungsskala des OM. Ebenso die Einstellung per Display-Lupe und dem el. Aufstecksucher VF-2, der gerade in heller Umgebung sehr nützlich sein kann. Beim 50/2.0 Macro kann man mittels Four-Thirds-Adapter MMF-1 zudem noch den Autofokus benutzen, wenngleich dieser recht laut und macrotypisch behäbig arbeitet. Das aktuelle Zuiko glänzt an der E-PL1 bereits bei f/2.0 mit Bildqualität und Schärfe, während das betagte OM einen eher seidigen Look bei Offenblend liefert. Einmal von den äussersten Bildecken abgesehen, kommt bei Blendenwerten um 2.0/2.8 auch das OM an die Detailschärfe des 50/2.0 Macros heran. Abgeblendet sind beide tadellos, das 50/2.0 Macro meist etwas kontrastreicher und kräftiger in den Farben. Will man eine Nachbearbeitung sparen, bietet es sich bei Verwendung der OM-Version daher an, den Bildmodus der E-PL1 auf “Vivid” einzustellen oder in den Jpg-Vorgaben die Sättigung etwas zu erhöhen. Insgesamt sind beide Objektive eine Empfehlung an mFT, so unterschiedlich – auch im Preis – sie letztlich sind. Die nachfolgenden, unbearbeiteten Proben direkt aus der Kamera mögen helfen, je nach persönlicher Wichtung eine Auswahl zu treffen.

Olympus Zuiko OM 50mm/1.4, Kamera-Jpg’s
(Anklicken für das Original)
Camera Jpg, PA100897 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100926)
Camera Jpg, PA101014 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100892)
Camera Jpg @ f/1,4 (PA101030) Camera Jpg, PA100973
Camera Jpg @ f/1,4 (PA080525) Camera Jpg, PA100976
Camera Jpg, PA100876 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100924)

Olympus Zuiko ED 50mm/2.0 Macro, Kamera-Jpg’s
(Anklicken für das Original)
Camera Jpg, PA090821 Camera Jpg @f/2.0, PA070441
Camera Jpg @ f/2.0 (PA070455) Camera Jpg, PA090688
Camera Jpg, PA090667 Camera Jpg, PA090644
Camera Jpg, PA111154 Camera Jpg, PA111209
Camera Jpg, PA090786 Camera Jpg, PA111173

©2010 by peterlueck.com, Alle Rechte reserviert

Lightroom 3 beta 2 mit Leica und Olympus getestet

Dienstag, 23. März 2010


Entwickelt mit Lightroom 3 beta 2, Leica X1 · Anklicken für das Original

Gestern wurde eine überarbeitete Beta-Version von Adobe’s Lightroom vorgestellt. 3 beta 2 ist nicht nur multilingual sondern hat auch funktionierende Regler gegen das Luminanzrauschen dazubekommen. Ausserdem unterstützt die Vorversion, der bald erscheinenden RAW-Software nun endlich die neue Olympus PEN E-PL1. Ausprobiert habe ich Rohdaten der Leica X1 und der Olympus mit dem Pancake 20mm f/1,7. Die Aufnahmen (unten) zeigen im Vergleich auf Pixelebene, was die beiden kleinen Jackentaschencams bei gutem Licht leisten und sind nur schwer auseinander zu halten.

Je Motiv links: Leica X1, rechts: Olympus E-PL1, Anklicken zum Vergrößern:

Leica X1, from DNG Olympus E-PL1 with 20mm Pana Cake, from RAW
Leica X1 from DNG with LR3 beta 2 Olympus E-PL1 with 20mm Pana Cake, from RAW with LR3 beta 2
©2010 by peterlueck.com

Olympus PL1 & Leica X1 · Bildqualität Immerdabei

Freitag, 12. März 2010

Das Jahr hat gut angefangen. Recht kompakte Lieferanten guter Bildqualität sind derzeit diese Beiden: Olympus PEN E-PL1 und Leica X1. Mit gemäßigtem Universalweitwinkel 35mm (equiv.) ausgestattet, passen die neuen Cams noch gut in die Jackentasche und lassen – von einem eingebauten Sucher mal abgesehen – kaum noch Wünsche offen. Zwar haben die Minis unterschiedliche Ansätze in ihrer Verwendung, treffen sich aber, wenn es um ein Minimum an Packmaß und Gewicht geht bei maximaler Bildleistung. Die Ausstattung ist bis auf den größeren Sensor der X1, der rauschärmere Aufnahmen bei Low light ermöglicht, in vielen Punkten gleich. Wie die X1 hat die neue PEN nun auch einen Blitz. Zudem verfügt die Olympus über ein Bajonett zum Wechseln optionaler Objektive und kann mit einem elektronischen Sucher ausgestattet werden. Zur Leica kann man einen optischen Aufstecksucher nachkaufen. Ich werde die beiden Leichtgewichte in Zukunft öfter mal dabei haben und berichten, wie sie sich so in der Praxis machen.

Japan gegen Deutschland · Olympus PL1 vs. Leica X1

Mittwoch, 10. März 2010


Olympus E-PL1 vs. Leica X, ISO1600, 100% camera Jpg’s

Zugegeben, wie schon an der Headline ablesbar, handelt es sich im Folgenden um einen nicht so ernst gemeinten “Hausfrauentest” fernab jeglicher Laborbedingungen. Aber doch um einen Anhaltspunkt, wie eng die Qualitäten aktueller Kamera-Minis derzeit in Sachen Leistung zusammengerückt sind. Erstaunlich, was Olympus aus dem ein ganzes Stück kleineren mFT Sensor rauszuholen vermag. In dieser eher finsteren Mischlicht-Szene aus einer 40W-Stehlampe und etwas Restlicht durch ein Fenster (Auto WB) ist man bei 1/60s und f/2,8 gezwungen, die Kamera auf ISO1600 umzustellen, wenn man noch ein halbwegs scharfes Bild haben möchte. Genau dies habe ich getan, sowohl an der Leica X1 als auch an der Olympus PEN E-PL1 mit entsprechender Festbrennweite, 35mm (equiv.).

PS: Bei verändertem Blickwinkel wäre mit dem mFT-Vorzeigeobjektiv Panasonic LUMIX G 1,7, 20mm (40mm equiv.) sogar noch etwas über eine ISO-Stufe zu gewinnen, was den Unterschied weiter schrumpfen ließe. Wobei die Kamera-Ausmaße immer noch vergleichbar wären! Schön, dass es insgesamt aufwärts geht mit der Bildqualität aus der Jackentasche und das eben nicht nur bei ISO100. Die Bilder aus beiden Kameras sind bei 12 MP, auch im Vergleich zu DSLR’s aus diesem Preissegment, inzwischen mehr als respektabel. So darf es gerne weitergehen.

Leica X1 (links) und Olympus PEN E-PL1 (rechts) full size camera Jpg’s:
(Bilder Anklicken für das Original)

Leica X1, camera Jpg, ISO1600 Olympus E-PL1, camera Jpg, ISO1600