Mit ‘Test’ getaggte Artikel

Fuji X-E1 Review mit Bildern aus Burma

Samstag, 08. Dezember 2012


Fuji X-E1 mit XF 18 mm f2.0 R (Anklicken zum Vergrößern)

Ganz neu auf dem Markt und sicher mehr als nur einen flüchtigen Blick wert ist dieser Tage die Fuji X-E1. Die Kamera folgt bis auf ihren eingebauten elektronischen Sucher dem Konzept der hybriden Fuji X-Pro1, die schon seit längerem angeboten wird und bereits für einiges Aufsehen in der Branche sorgt. Das Design der Fuji, auch das der Bedienelemente, ist dem einer Leica M recht ähnlich. Lediglich die Belichtungskorrektur ist über ein Rädchen auf der Oberseite und nicht wie bei Leica über ein Daumenrad einstellbar. War die X-Pro1 noch etwas größer als eine Leica M9, so fällt das Gehäuse der neuen Fuji etwas kleiner und spürbar leichter aus. Ihr fehlt zwar der der Messsucher, der Fuji-User darf sich dafür aber über einen Autofokus freuen.


“Retro-Look” – Gelungenes Design und hervorragende Bedienbarkeit bei Leica und Fuji.

Ich konnte für einige Wochen drei Objektive und die Fuji X-E1 auf einer Reise nach Burma ausprobieren und erhielt das Paket mit meiner allerersten Fuji-Kamera unmittelbar vor der Abreise. Probeaufnahmen oder das Betrachten dieser in Adobe Lightroom waren so nicht mehr möglich. Jedoch reichte die Zeit im Flieger diesmal für ein umfassendes Studium des Handbuches. Die hier gezeigten Beispielbilder entstanden also ohne Vorkenntnisse, direkt aus dem Karton. Neben dem Fujifilm XF 18 mm f2.0 R und dem Fujifilm XF 35mm f/1.4 R hatte man mir noch ein Makroobjektiv, das Fujifilm XF 60 mm f/2.4 R, beigelegt. Dieses wird wegen dem Cropfaktor der Kamera (x1.5, entsprechend Kleinbild ) zu einem 90 mm-Teleobjektiv. Das 18 mm entspricht etwa 28 mm und das 35er einem 53mm-Objektiv an Kleinbild. Mehr braucht man selten, obwohl für den Weitwinkelbereich sicher auch das von Fuji in Aussicht gestellte Fujifilm XF 14 mm f/2.8 ASPH (21 mm entspr. KB) hochinteressant gewesen wäre. (weiterlesen…)

Review Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8

Montag, 03. Oktober 2011


Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 an der PEN E-PL3

Eine von vielen Micro Four Third-Fans lang ersehnte Festbrennweite hat das Licht der Welt erblickt. Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 ist das derzeit lichtstärkste Objektiv aus dem aktuellen Programm von Olympus und trotzdem: Es ist winzig! Sein Design ähnelt dem des M.Zuiko 12mm f/2.0. Lediglich der Ring für den manuellen Fokus lässt sich nicht verschieben, was man bei einem Tele mit Autofokus kaum vermissen wird. Während das M.Zuiko 12mm f/2.0 aus Metall gefertigt wurde, besteht der Tubus des günstigen M.Zuiko 45mm f/1.8 aus Kunststoff, bei Tageslicht gut an den unterschiedlichen Silbertönen ablesbar. Die Lackierung des Teleobjektivs wirkt etwas kühler, jedoch keineswegs “billig”. Im Gegenteil, die Verarbeitung ist auf hohem Niveau und der Fokusring gleitet mit der gleichen Präzision wie schon beim 12 mm Weitwinkel. Mit 56 x 46 Millimetern ist das Tele etwas schlanker, aber genau so lang.


Designvergleich: Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8 und 12mm f/2.0 vor der PEN E-PL3

(weiterlesen…)

Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4

Mittwoch, 28. September 2011


Review Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 und Panasonic Lumix 25mm f/1.4

“Nichts ist wichtiger als Lichtstärke.” Dieser oft strapazierte Satz gilt besonders für Objektive, die an Micro Four Thirds verwendet werden sollen, denn durch den Formatfaktor 2 nimmt die Tiefenwirkung bei gleicher Blende gegenüber Kleinbild spürbar ab. Was für Makroaufnahmen hilfreich sein kann, lässt bei Verwendung von Weitwinkel- oder Normalbrennweiten und wenn eine Blickführung durchs Motiv gefragt ist, gelegentlich zu wünschen übrig. 2009 nahm Cosina sich dieser Problematik an und konstruierte den amtierenden Lichtstärke-Weltmeister für das Micro Four Thirds-Bajonett, das Voigtländer Nokton 25/0.95. Dieses Objektiv ist fantastisch, sowohl vom Handling her als auch von seinen optischen Leistungen. Aber es gibt einen Haken: Es bietet keinerlei elektronische Kontakte und keine automatische Scharfstellung an. Wer diese sucht und nicht wesentlich auf Bildqualität verzichten möchte, wird nun bei Panasonic fündig.

Das neue Panasonic Lumix Leica DG 25mm F1.4 ASPH, so die korrekte Bezeichnung, ist knappe 2 Zentimeter kürzer als das Nokton, etwas dicker, wesentlich leichter und obendrein mit etwa 600 Euro günstiger zu haben. Schon ab der größten Blendenöffnung f/1.4 liefert das Objektiv scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Die Bilder mit gleichen Blendenwerten sind denen des Nokton zum Verwechseln ähnlich. Farblich kommen sie etwas kühler daher, bei Offenblende mit einer Vignette, die das Bild im Vergleich insgesamt dunkler erscheinen lässt. Bereits ab Blende f/2.0-2.8 arbeitet es absolut auf dem Niveau der aktuellen MFT-Referenz.

Bedauerlicherweise ist die Springblende des Lumix DG 25/1.4 in ruhiger Umgebung sehr laut. Benutzer aktueller Panasonickameras (Lumix GH, GF) haben hier derzeit einen nennenswerten Vorteil gegenüber PEN-Usern. Denn der Liveview scheint bei den Modellen verschieden zu arbeiten. An einer Olympus E-PL1 sowie auch an der aktuellen E-P3 “klappern” die Blendnlamellen beim Kameraschwenk vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt. Zusätzlich auch dann, wenn nur der Auslöser im Autofokusbetrieb angetippt wird. Diese Geräuschkulisse dürfte zum Beispiel bei Lesungen oder Kirchenzeremonien von den Anwesenden als sehr störend empfunden werden. Hoffen kann man hier nur auf ein baldiges Firmware-Update für das Objektiv oder die genannten Kameramodelle. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, an den PENs regen Gebrauch von der Messwertspeichertaste für die Belichtung zu machen, da diese die Blendenöffnung fixiert und das “Klappern” verhindert.

Unten finden Sie wie immer eine Reihe von Beispielbildern unter Verwendung beider Objektive an der Olympus E-PL1. Die Bilder stammen direkt aus der Kamera und sind nicht bearbeitet oder beschnitten, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Sie zeigen, wie dicht Nokton und Lumix qualitativ beieinander liegen und dass man die Entscheidung für oder gegen einen der Kandidaten eher vom Einsatzgebiet her treffen sollte. Das Nokton bietet die geringere Naheinstellgrenze und die höhere Lichtstärke an, das Lumix punktet vor allem durch seinen zügigen Autofokus und die etwas kompaktere Baulänge. Diese entspricht im Übrigen exakt der des Leica Summilux-M 50/1.4 ASPH, das äquivalent zum Kleinbild den gleichen Bidwinkel besitz.


Größenvergleich Nokton 25mm f/0.95, Summilux-M 50mm f/1.4 ASPH FLE (KB), Panasonic Lumix 25mm f/1.4

Full size samples Voigtländer Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4 ASPH
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL1
Review ©2011 by peterlueck.com

Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271446 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271445 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271441 Nokton 25/1.4 @ f/2.8 P9271442 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/2.8
P9271428 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271429 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271427 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271426 Panasonic Lumix DG 25/1.4
P9271414 Nokton 25/1.4 @f/4.0 P9271416 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @f/4.0
P9271409 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271408 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271323 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271321 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271318 Nokton 25/1.4 @ f/3.5 P9271317 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/3.5
P9271314 Nokton 25/1.4 @ f/4.0 P9271312 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.0

Beide Objektive an der Naheinstellgrenze:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
Minimum distance, Nokton 25/1.4 @ f/8 (P9281486) Minimum distance, Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/8 (P9281487)

Beide Objetive bei Offenblende:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271431 Nokton 25/1.4 @ f/0.95 P9271430 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4

PS: Zum Voigtländer Nokton 25/0.95 erschien auf peterlueck.com bereits ein Review mit hochauflösenden Low-Light-Straßenszenen aus London. Bitte folgen Sie diesem Link.

JPEGmini reduziert Größe von Bilddaten

Freitag, 26. August 2011

Auf der Electronic Imaging Konferenz SPIE in San Francisco (USA) wurde ein neues Tool zur Kompression von üblichen JPEGs vorgestellt. Eine neue zum Patent angemeldete Technologie namens “JPEGmini” soll das Datenvolumen von hochauflösenden JPGs erheblich reduzieren können ohne, dass der Betrachter einen visuellen Verlust an Bildqualität feststellen kann. Das Tool soll dabei auf einen Algorithmus zur Rekompression setzten, der die Wahrnehmung des menschlichen Auges nachahmen kann und dessen Encoder Reduktionen bis zu 80% der ursprünglichen Datenmenge möglich macht. Mit dem neuen Format ließen sich Zeit und Kosten für das Bereitstellen und Verbreiten von Bildern erheblich einsparen, Hochauflösende Fotos könnten so unkompliziert per eMail verschickt werden und würden weniger Speicherplatz belegen. JPEGmini bietet derzeit einen Online-Dienst zum testen eigener Bilder an. Unten eine Gegenüberstellung des konventionellen JPEG-Formates aus Adobe® Lightroom 3.5 und des JPEGmini-Formats, fotografiert mit einer Leica M9.

Originalfiles zum Vergleich JPG (links, 17,5 MB) vs. JPEGmini (rechts, 3,5 MB):

L1005144 JPEG from Lightroom 3.5 L1005144 New JPEGmini Format

Olympus M.Zuiko 12mm f2.0 · Review und Bilder

Freitag, 05. August 2011


Glänzender Auftritt – Das Olympus M.Zuiko ED 12mm F2,0 an der PEN E-P3

Am Himmel von Micro Four Thirds ist ein neues, “goldenes Licht” (jap.: Zuiko) aufgegangen. Was Olympus auf der CP+ in Yokohama im Februar noch als Mockup präsentierte, kommt nun in die Läden. – Und dieses M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 ist ein fantastisches Objektiv! Als lichtstarkes und dennoch recht kompaktes Weitwinkel mit einem Bildwinkel von 84° (24mm equiv. KB) bietet es eine interessante und wichtige Option, die auch für weniger gute Lichtverhältnisse geeignet ist.

Der solide aber angenehm leichte Metallcorpus (130g) besteht aus Aluminium und fasst insgesamt 11 Linsen in 8 Gruppen. Darunter ein DSA-Linsenelement (Dual Super Aspherical Lens), dessen Design den extrem großen Unterschied in der Linsendicke vom Rand zur Mitte hin realisiert und ein Super HR-Element (High Refractive), um Öffnungsfehler zu korrigieren. Ebenso zum Einsatz kommen eine asphärische Linse und ein so genanntes ED-Element (Extra low Dispersion) für die Korrektur von Farbfehlern. Sieben Blendenlamellen sorgen für eine annähernd kreisförmige Öffnungsblende und natürliche Hintergrundschärfe. Das M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 verfügt sowohl über einen MSC High-Speed-Autofokus (Movie Still Compatible) als auch über einen Ring zur präzisen mechanischen Scharfstellung mit Entfernungsskala. Übrigens, auch im MF-Betrieb der aktuellen PENs kann auf Wunsch der automatische Fokusassistent (Lupenfunktion) eingestellt werden, dessen Vergrößerungsfaktor dann intuitiv über das Daumenrad auswählbar ist. Wird der Auslöser angetippt, sieht man wieder die ganze Szene im Liveview.

An der Olympus PEN E-P3 betrieben arbeitet das Objektiv rasant und lautlos. Die Fokuszeiten sind in der Praxis kaum mehr wahrnehmbar, die Scharfstellung absolut treffsicher. Es ist eine Freude, dieses sehr gut verarbeitete Objektiv zu benutzen. Nur voll geöffnet zeigt das Zuiko in Extremsituationen einige wenige Chromatische Aberrationen und eine minimale Vignette, die jedoch bereits ab f/3.5 nicht mehr sichtbar ist. Seine optische Leistung ist gemessen an Öffnung und Blickwinkel überragend. Das Objektiv zeichnet klare und scharfe Bilder mit brillanten Farben und dürfte neben dem Voigtländer Nokton 25/0.95 mit zum Besten gehören, was MFT derzeit zu bieten hat.

Am Ende des Artikels ist eine kleine Auswahl erster Beispielbilder mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 12mm F2,0 an der E-P3 zu finden. Natürlich wie immer in voller Auflösung und unbearbeitet, direkt aus der Kamera. Das Objektiv kostet 799,- Euro (UVP) und ist ab sofort im Handel.


Umschalten von AF auf manuellen Fokus: Verborgen hinter dem verschiebbaren Objektivring
befindet sich die Entfernungsskala.


Im Vergleich (v.l.n.r.): Olymps M.Zuiko ED 12/2.0, Leica Elmarit-M 28/2.8 (für KB), Panasonic Lumix G 14/2.5

Full Size Samples Olympus M.Zuiko ED 12mm f2.0
(Anklicken für das Original)

Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310624 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310620
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310539 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300332
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300315 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300298
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300279 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300168
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300229 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310466
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029443 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029417
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300303 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300251

.

Review Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT

Montag, 06. Dezember 2010


Voigtländer Nokton @ f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Ausnahmelinse, Lichtriese, Weltmeister – für das neue Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT lassen sich eine Menge Termini finden. Und zweifelsfrei ist es eine beachtliche Leistung der Cosina-Konstrukteure, die ein kompaktes Werkzeug für lebendige Bilder an Micro Four Thirds geschaffen haben. Die Japaner sind mit ihrem deutschen Label Voigtländer seit Herbst 2010 Mitglied im MFT-Verbund und es ist ihr erstes Objektiv für dieses Bajonett. Für ein System, dass wegen seines Formatfaktors jede Kommastelle Lichtstärke gut gebrauchen kann, kommt es wie gerufen. Einerseits, um die ISO niedrig zu halten. Andererseits, um kurze Verschlusszeiten zu realisieren, wenn die Bedingungen – wie so oft – eben nicht ganz optimal sind. Gerade Lichtstärke ist bei MFT ein wichtiger Schlüssel für die Bildgestaltung mit selektiver Schärfe. Mit dem Nokton hat man hier eine Normalbrennweite ins Rennen geschickt, die in diesem Zusammenhang einzigartig ist und deren größte Blendenöffnung f/0.95 es direkt zum Available light-Weltmeister der Evil-Objektive macht.

Wie angekündigt, war ich in den letzten Wochen (fast ausschließlich) mit der PEN und dem Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT unterwegs. Habe es in den dunklen Straßenecken von London ausprobiert und mit ihm den ersten Schnee hier bei uns an der See festgehalten. Habe hunderte Fotos mit und ohne Sucher gemacht, gesichtet und RAW’s entwickelt. Der Gesamteindruck nach dieser Zeit lautet: Großartig! In dieser Richtung darf es gern weiter gehen bei Voigtländer.

Natürlich – wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Die Extremleistungen der großen Öffnung haben ihren Preis. Und so sind neben Coma um punktförmige Lichtquellen herum auch bläuliche Farbsäume, eine leichte Vignettierung und unscharfe Bereiche in den Bildecken bei f/0,95 zu finden. Die meisten Bildfehler sind i.d.R. durch moderates abblenden auf etwa f/1.8 zu verhindern und im normalen Gebrauch nicht von Gewicht. Auf der Gegenseite aber bleibt der Mehrwert einer Optik, die Bilder erlaubt, die mit bislang gängigen MFT-Objektiven so nicht möglich waren. Und auch wenn das Nokton keinen Autofokus besitzt, probieren Sie es aus. Besonders zu empfehlen ist es zusammen mit einem el. Viewfinder wie dem VF-2 an der E-PL1. Dieser kann insbesondere dann von großem Wert sein, wenn starke Sonneneinstrahlung ein flinkes Fokussieren mit dem Display erschwert. In Kombination mit der auf Knopfdruck aktivierten Lupenfunktion ist das kinderleicht und sehr präzise. Übrigens, die Entfernungsskala auf dem Objektiv ist vor allem dem Nahbereich zugeordnet. Nur etwa zwei Zentimeter der Einteilung bleiben für den Objektabstand zwischen 1 Meter bis unendlich.

Die Bildsprache des Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist über jeden Zweifel erhaben. Sie erhalten – je nach Einstellungen – knackscharfe Fotos mit satten Farben sowie seidige Unschärfeverläufe. Das Bokeh muss keinen Vergleich scheuen und auch Brillanz und Plastizität sind auf hohem Niveau. Das “Micro”-Objektiv ist dreimal so lang wie die beliebten, etwas weitwinkligeren Pancakes von Olympus und Panasonic. Es wiegt 410 Gramm und hat keinen Autofokus. Sie werden damit einhändig keine Bilder machen können. Aber – wenn sie mit manuellen Objektive umgehen können und wollen – verwöhnt es sie mit Bildern, die sie so mit keinem anderen MFT-Objektiv möglich sind.

Beispielbilder Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT
unbearbeitete Jpgs aus der Olympus E-PL1
(Bilder anklicken für das Original)

Camera Jpg, PC046115 Camera Jpg, PC046098
Camera Jpg, PB285987 Camera Jpg, PC036086
Camera Jpg @ f/0.95, PB184789 Camera Jpg, PB285925
PB205059 PB205330
PB194881 PB215413
PB215460 PB225713
PB204954 PB205335
PB215660 PB225755
PB286028 Camera Jpg, PB306045

©2010 by peterlueck.com

Voigtländer Nokton 25/0.95 · Die Jackentaschenlampe

Dienstag, 09. November 2010


Lichtstärke für mFT – Das Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Jeder, der schon einmal ein Leica Noctilux an einer Leica M probiert hat, wird zweierlei zu schätzen wissen: Erstens die vergleichsweise kompakte Größe dieser Kombination und zweitens deren aussergewöhnliche Möglichkeiten der Bildgestaltung. Mit dem neuen Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist nun eine Normalbrennweite im Jackentaschenformat auch für mFT zu haben, die sowohl beim Spiel mit selektiver Schärfe als auch unter ungünstigen Lichtbedingungen ihre Trümpfe ausspielen kann.

Eine solche Kombination hat ihren Preis, nicht nur bei Leica. Auch z.B. bei Canon muss man eine größere Menge Geld für ein EF 50/1.2 oder gar ein EF 50/1.0 in die Hand nehmen. Die japanische Objektivmanufaktur Cosina hat unter dem Label “Voigtländer” den Anhängern von Micro Four Thirds diesbezüglich aber eher ein “Geschenk” gemacht und stellt diese optische Meisterleistung mit gleichem Bildwinkel und gleicher Lichtstärke für einen Bruchteil des Preises des o.g. Leica-Objektivs zur Verfügung. Mehr noch, denn mit einer Naheinstellgrenze von nur 15 Zentimetern und einer sensorbedingten Erweiterung der Tiefenschärfe werden Bilder im Nahbereich möglich, die so, zumindest mit dem Noctilux, kaum umsetztbar sind. Andersherum benötigt mFT eben wegen des Formatfaktors 2 bei mittleren Motivabständen vor allem eines, um den Schärfeverlauf mit in die Bildgestaltung einfließen zu lassen: Lichtstärke! Zahlreiche manuelle Adapterlösungen mit hochlichtstarken Festbrennweiten von Olympus OM, Leica/Voigtländer M und Canon FD machten dies bislang möglich. Nun gibt es eine weitere Gelegenheit bei mFT, ganz ohne Adapter.

Das Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT entspricht in Größe und Gewicht in etwa dem Leica SUMMICRON-M 1:2.0/75 ASPH und ist ebenso manuell zu bedienen. Blende und Fokus lassen sich Cosina-typisch präzise und leicht einstellen, die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau.


Die Entfernungsskala des Objektivs ist zu zwei Drittel dem Nahbereich bis 1 Meter vorbehalten. Der Abstand der Einstellwerte auf dem Objektiv von 1 bis 2 Meter beträgt lediglich 1 Zentimeter. Der Abstand der Markierungen für 2 Meter und unendlich ist ebenso groß.

Das Nokton ist für seinen Anwendungszweck bereits bei offener Blende ausreichend scharf und bietet abgeblendet eine hervorragende Schärfe. Ein gewisses Maß an Vignettierung und auch an Purple Fringing ist bei Blende 0.95 auszumachen, fällt aber deutlich geringer aus als man es erwarten würde. Erste Schnappschüsse lassen auf ein ansprechendes Bokeh schliessen. Bei Aufnahmen mit selektiver Schärfe erzeugen 10 Lammellen eine beinahe kreisrunde Irisblende, die zu einer wohltuenden Wiedergabe der Unschärfebereiche beiträgt. Ich werde das Objektiv in den nächsten Tagen weiter mit der Olympus PEN E-PL1 ausprobieren und sobald sich Zeit findet an dieser Stelle ein kleines Review und natürlich mehr Bilder nachreichen.

First Full size samples, Voigtländer Nokton 0.95/25 mFT
unerarbeitete Kamera-Jpgs (Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/0.95, PB103896 Camera Jpg @ f/0.95, PB103835
Camera Jpg @ f/5.6, PB114103 Camera Jpg @ f/0.95, PB103903
Camera Jpg @ f/5.6, PB104015 Camera Jpg @ f/0.95, PB103949
PB114231 Camera Jpg @ f/0.95, PB114233
Camera Jpg @ f/5.6, PB114105 PB114111
Camera Jpg @ f/5.6, PB114102 Camera Jpg @ f/0.95, PB114093
Camera Jpg @ f/5.6, PB114132 Camera Jpg @ f/0.95, PB114212
Camera Jpg @ f/0.95, PB114251 Camera Jpg @ f/5.6, PB114081
Camera Jpg @ f/0.95, PB134381 Camera Jpg @ f/0.95, PB114160
Camera Jpg @ f/5.6, PB103991 Camera Jpg @ f/0.95, PB164457

Leica Summilux 35 ASPH an der PEN E-PL1

Montag, 01. November 2010

Nach den ersten guten Erfahrungen mit adaptierten Zuikos an der PEN, ED 50/2.0 Makro und OM 50/1.4, interessierte mich besonders eine so genannte Portraitbrennweite für die E-PL1. Diese sollte zwischen 50 und 100 Millimetern Brennweite entsprechend Kleinbild besitzen und natürlich lichtstark sein, um gestalterisch etwas Spielraum zu behalten. Kandidaten entsprechend des Formatfaktors an mFT waren das Voigtländer Nokton 35/1.2, dass einen besseren Ruf als die 35/1.4er Version genießt sowie ein Leica Summicron-M 35/2.0 oder Summilux-M 35/1.4. Die Aspherical-Versionen dieser Objektive gelten, zumindest an Leica M, allgemein als besser tauglich für digitale Kameras und so suchte ich vorwiegend nach eben solchen und fand schließlich ein Summilux-M 35/1.4 ASPH.

Samt Novoflex-Adapter mit der Bezeichnung “MFT/LEM” kommt das Objektiv auf eine auch für mFT erträgliche Länge von nur 6 cm bei hervorragendem Bedienkomfort von Blende und Fokus. Letzterer funktioniert ausschließlich manuell, was jedoch insbesondere mit dem Olympus Sucher VF-2 sehr angenehm zu händeln ist. Per zuschaltbarer Lupenfunktion über die Daumentasten an der E-PL1 lässt sich die Schärfe sehr schnell und präzise einstellen. Beim 35er Summilux der letzten Rechnung (1994-2010, oben im Bild) sollte man im Nahbereich und bei kleinen Blendenwerten dabei auf die Reihenfolge achten, erst die Blende und dann die Schärfe festzulegen, da sich der Schärfepunkt im Nahbereich um einige Millimeter beim Abblenden verlagern kann. Dank Liveview ist dies aber eher eine Nebensache, die nur an Messsucherkameras ein Problem darstellen kann. Ein- oder Ausatmen des Fotografen oder seines Gegenüber haben i.d.R. fatalere Folgen. Das Objektiv wiegt etwa 300 Gramm, hat eine Naheinstellgrenze von 70 Zentimetern und ein E-46 Filtergewinde.

Die Bildergebnisse des Summilux-M 35/1.4 ASPH an der PEN sind in allen Blendenbereichen überdurchschnittlich und entsprechen dem Preis des Objektivs. Bereits bei größter Blendenöffnung darf man sich über klare Farben, einen angenehmen Schärfeverlauf und gute Kontraste freuen. Ein Abblenden auf f/2.0-2.8 sorgt für noch etwas mehr Brillanz und Schärfe, danach erweitert man im Grunde nur noch den Tiefenschärfebereich. Ich hatte das Objektiv in den letzten Tagen mit viel Spaß und fast ausschließlich an der PEN und verlinke nachfolgend einmal mehr zu einer ersten Auswahl unbearbeiteter Bildproben direkt aus der Kamera. (ausgenommen B/Ws entwickelt mit Adobe Lightroom 3, Vignette hinzugefügt)

Full Size Samples Olympus E-PL1 mit Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH
(Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/1.4, PA222871 Camera Jpg ISO800, PB013600
Camera Jpg, PA212670 Camera Jpg, PA222849
Camera Jpg ISO400, PA222854 Camera Jpg, PA253102
Camera Jpg, PA222857 PA232949_LR3
Camera Jpg ISO400, PA232999 Camera Jpg, PA232985
PA313529 PA303267
PA233056_LR3 PA303298
Camera Jpg, PA212530 Camera Jpg @ f/1.4, PB053718

©2010 by peterlueck.com

Olympus Zuiko OM 50/1.4 und ED 50/2.0 Macro

Dienstag, 12. Oktober 2010


Olympus Zuiko OM 50mm/1.4 vs. Zuiko ED 50mm/2.0 Macro

Leichtes Tele gefällig? Gerade an mFT sollte es natürlich lichtstark, einigermaßen kompakt und bezahlbar sein?! Ok. Via Adapter kommen an der PEN neben den üblichen Verdächtigen von z.B. Voigtländer, Leica, Zeiss, Minolta und Canon FD natürlich auch die älteren Primes von Olympus in Betracht. Die kleinen manuellen Zuikos des OM-Systems (1972-2003) waren schließlich seinerzeit das Arbeitsglas von Helmut Newton und von ausgezeichneter Qualität. Gerade Lichtstärke findet sich in den Festbrennweiten des OM-Systems reichlich und das hat sich inzwischen auch herumgesprochen. Die Nachfrage und somit die Gebrauchtpreise zogen kräftig an. Ein OM Zuiko Auto-S 55/1,2 oder ein OM Zuiko Auto-Macro 90/2.0 kostet so heute schnell mal ein paar Hundert, ein OM Zuiko APO Auto-T 350/2,8 gar einige Tausend Euro.

Günstiger zu bekommen, sind die 50mm Brennweiten – insbesondere das 50/1.8 und das 50/1.4. Letzteres habe ich wechselweise mit dem aktuellen Zuiko ED 50/2.0 Macro als Referenz an der PEN probiert und stelle unten jeweils 10 Fullsize-Bildbeispiele mit den Objektiven vor. Beide Lösungen mit 47° Bildwinkel sind – z.T. schon wegen des nötigen Adapters – kaum mehr als kompakt zu bezeichnen, jedoch sind sie immer noch deutlich kleiner und leichter als die meisten lichtstarken 100mm-Objektive für Kleinbild.

Das Handling gefällt – vor allem der direkte Schärfering mit Entfernungsskala des OM. Ebenso die Einstellung per Display-Lupe und dem el. Aufstecksucher VF-2, der gerade in heller Umgebung sehr nützlich sein kann. Beim 50/2.0 Macro kann man mittels Four-Thirds-Adapter MMF-1 zudem noch den Autofokus benutzen, wenngleich dieser recht laut und macrotypisch behäbig arbeitet. Das aktuelle Zuiko glänzt an der E-PL1 bereits bei f/2.0 mit Bildqualität und Schärfe, während das betagte OM einen eher seidigen Look bei Offenblend liefert. Einmal von den äussersten Bildecken abgesehen, kommt bei Blendenwerten um 2.0/2.8 auch das OM an die Detailschärfe des 50/2.0 Macros heran. Abgeblendet sind beide tadellos, das 50/2.0 Macro meist etwas kontrastreicher und kräftiger in den Farben. Will man eine Nachbearbeitung sparen, bietet es sich bei Verwendung der OM-Version daher an, den Bildmodus der E-PL1 auf “Vivid” einzustellen oder in den Jpg-Vorgaben die Sättigung etwas zu erhöhen. Insgesamt sind beide Objektive eine Empfehlung an mFT, so unterschiedlich – auch im Preis – sie letztlich sind. Die nachfolgenden, unbearbeiteten Proben direkt aus der Kamera mögen helfen, je nach persönlicher Wichtung eine Auswahl zu treffen.

Olympus Zuiko OM 50mm/1.4, Kamera-Jpg’s
(Anklicken für das Original)
Camera Jpg, PA100897 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100926)
Camera Jpg, PA101014 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100892)
Camera Jpg @ f/1,4 (PA101030) Camera Jpg, PA100973
Camera Jpg @ f/1,4 (PA080525) Camera Jpg, PA100976
Camera Jpg, PA100876 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100924)

Olympus Zuiko ED 50mm/2.0 Macro, Kamera-Jpg’s
(Anklicken für das Original)
Camera Jpg, PA090821 Camera Jpg @f/2.0, PA070441
Camera Jpg @ f/2.0 (PA070455) Camera Jpg, PA090688
Camera Jpg, PA090667 Camera Jpg, PA090644
Camera Jpg, PA111154 Camera Jpg, PA111209
Camera Jpg, PA090786 Camera Jpg, PA111173

©2010 by peterlueck.com, Alle Rechte reserviert

Handy-Fotos · Nokia N97-mini

Montag, 30. August 2010


Ansehnlich – unbearbeitete Abzüge aus dem Nokia N97 mini

Fotografieren wird immer leichter. Kompakte Kameras haben dank größerer Sensoren in den letzten zwei Jahren deutlich an Bildqualität gewonnen und lassen immer mehr auch die Bildgestaltung durch gezielte Tiefenschärfe zu. Die Ergebnisse aus Sigma DP, Leica X1, Sony NEX oder den neueren mFT-Minis von Panasonic und Olympus sind unter Idealbedingungen kaum noch von denen aus schweren Einsteiger-DSLRs zu unterscheiden. Einige bieten sogar die Möglichkeit, Objektive zu wechseln. Preiswerte Kompaktkameras mit Zoom setzen dagegen konstruktionsbedingt noch immer auf Minisensoren, wie sie ähnlich auch in Mobiltelefonen eingesetzt werden. Zwar kann man die ausnahmslos digitalen Zooms der Handy-Kameras kaum für anspruchsvollere Bilder verwenden, in ihrem Nenn-Blickwinkel aber leisten die Geräte einiges. Das aktuelle Nokia Smartphone N97-mini zum Beispiel hat eine Auflösung von 5 Megeapixeln, einen Blitz, ein Zeiss Tessar 2.8/5.4-Objektv und u.a. die Möglichkeiten, Weißabgleich und ISO einzustellen. Das Fotografieren mit dem fingerdicken Nokia-Zwerg (135 Gramm) ist dank Autofokus und Extra-Auslöser an der Gehäuseseite ein Kinderspiel. Auch Belichtungskorrekturen, Sättigung, Kontrast und Schärfe sind einstellbar. Einen Satz unbearbeiteter Urlaubsbildchen aus der Handycam habe ich mal bei Snapfish ausbelichtet. Die Bilder können sich im Vergleich zu Zoomkompakten durchaus sehen lassen und haben eine ähnliche Tiefenschärfe. Für kleinere Abzüge, Onlinegalerien, Foren und Blogs reicht die Qualität allemal.

Test Samples Nokia N97mini, unbearbeitet:
(Anklicken zum Vergrößern)

18082010192 18082010195
07082010103 15072010021
17082010179 17082010178
11082010147 11082010140
16082010158 18082010264
20082010350 21082010370
©2010 by peterlueck.com, Alle Rechte reserviert