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Fuji X-E1 Review mit Bildern aus Burma

Samstag, 08. Dezember 2012


Fuji X-E1 mit XF 18 mm f2.0 R (Anklicken zum Vergrößern)

Ganz neu auf dem Markt und sicher mehr als nur einen flüchtigen Blick wert ist dieser Tage die Fuji X-E1. Die Kamera folgt bis auf ihren eingebauten elektronischen Sucher dem Konzept der hybriden Fuji X-Pro1, die schon seit längerem angeboten wird und bereits für einiges Aufsehen in der Branche sorgt. Das Design der Fuji, auch das der Bedienelemente, ist dem einer Leica M recht ähnlich. Lediglich die Belichtungskorrektur ist über ein Rädchen auf der Oberseite und nicht wie bei Leica über ein Daumenrad einstellbar. War die X-Pro1 noch etwas größer als eine Leica M9, so fällt das Gehäuse der neuen Fuji etwas kleiner und spürbar leichter aus. Ihr fehlt zwar der der Messsucher, der Fuji-User darf sich dafür aber über einen Autofokus freuen.


“Retro-Look” – Gelungenes Design und hervorragende Bedienbarkeit bei Leica und Fuji.

Ich konnte für einige Wochen drei Objektive und die Fuji X-E1 auf einer Reise nach Burma ausprobieren und erhielt das Paket mit meiner allerersten Fuji-Kamera unmittelbar vor der Abreise. Probeaufnahmen oder das Betrachten dieser in Adobe Lightroom waren so nicht mehr möglich. Jedoch reichte die Zeit im Flieger diesmal für ein umfassendes Studium des Handbuches. Die hier gezeigten Beispielbilder entstanden also ohne Vorkenntnisse, direkt aus dem Karton. Neben dem Fujifilm XF 18 mm f2.0 R und dem Fujifilm XF 35mm f/1.4 R hatte man mir noch ein Makroobjektiv, das Fujifilm XF 60 mm f/2.4 R, beigelegt. Dieses wird wegen dem Cropfaktor der Kamera (x1.5, entsprechend Kleinbild ) zu einem 90 mm-Teleobjektiv. Das 18 mm entspricht etwa 28 mm und das 35er einem 53mm-Objektiv an Kleinbild. Mehr braucht man selten, obwohl für den Weitwinkelbereich sicher auch das von Fuji in Aussicht gestellte Fujifilm XF 14 mm f/2.8 ASPH (21 mm entspr. KB) hochinteressant gewesen wäre. (weiterlesen…)

Review Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8

Montag, 03. Oktober 2011


Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 an der PEN E-PL3

Eine von vielen Micro Four Third-Fans lang ersehnte Festbrennweite hat das Licht der Welt erblickt. Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 ist das derzeit lichtstärkste Objektiv aus dem aktuellen Programm von Olympus und trotzdem: Es ist winzig! Sein Design ähnelt dem des M.Zuiko 12mm f/2.0. Lediglich der Ring für den manuellen Fokus lässt sich nicht verschieben, was man bei einem Tele mit Autofokus kaum vermissen wird. Während das M.Zuiko 12mm f/2.0 aus Metall gefertigt wurde, besteht der Tubus des günstigen M.Zuiko 45mm f/1.8 aus Kunststoff, bei Tageslicht gut an den unterschiedlichen Silbertönen ablesbar. Die Lackierung des Teleobjektivs wirkt etwas kühler, jedoch keineswegs “billig”. Im Gegenteil, die Verarbeitung ist auf hohem Niveau und der Fokusring gleitet mit der gleichen Präzision wie schon beim 12 mm Weitwinkel. Mit 56 x 46 Millimetern ist das Tele etwas schlanker, aber genau so lang.


Designvergleich: Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8 und 12mm f/2.0 vor der PEN E-PL3

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Olympus M.Zuiko 12mm f2.0 · Review und Bilder

Freitag, 05. August 2011


Glänzender Auftritt – Das Olympus M.Zuiko ED 12mm F2,0 an der PEN E-P3

Am Himmel von Micro Four Thirds ist ein neues, “goldenes Licht” (jap.: Zuiko) aufgegangen. Was Olympus auf der CP+ in Yokohama im Februar noch als Mockup präsentierte, kommt nun in die Läden. – Und dieses M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 ist ein fantastisches Objektiv! Als lichtstarkes und dennoch recht kompaktes Weitwinkel mit einem Bildwinkel von 84° (24mm equiv. KB) bietet es eine interessante und wichtige Option, die auch für weniger gute Lichtverhältnisse geeignet ist.

Der solide aber angenehm leichte Metallcorpus (130g) besteht aus Aluminium und fasst insgesamt 11 Linsen in 8 Gruppen. Darunter ein DSA-Linsenelement (Dual Super Aspherical Lens), dessen Design den extrem großen Unterschied in der Linsendicke vom Rand zur Mitte hin realisiert und ein Super HR-Element (High Refractive), um Öffnungsfehler zu korrigieren. Ebenso zum Einsatz kommen eine asphärische Linse und ein so genanntes ED-Element (Extra low Dispersion) für die Korrektur von Farbfehlern. Sieben Blendenlamellen sorgen für eine annähernd kreisförmige Öffnungsblende und natürliche Hintergrundschärfe. Das M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 verfügt sowohl über einen MSC High-Speed-Autofokus (Movie Still Compatible) als auch über einen Ring zur präzisen mechanischen Scharfstellung mit Entfernungsskala. Übrigens, auch im MF-Betrieb der aktuellen PENs kann auf Wunsch der automatische Fokusassistent (Lupenfunktion) eingestellt werden, dessen Vergrößerungsfaktor dann intuitiv über das Daumenrad auswählbar ist. Wird der Auslöser angetippt, sieht man wieder die ganze Szene im Liveview.

An der Olympus PEN E-P3 betrieben arbeitet das Objektiv rasant und lautlos. Die Fokuszeiten sind in der Praxis kaum mehr wahrnehmbar, die Scharfstellung absolut treffsicher. Es ist eine Freude, dieses sehr gut verarbeitete Objektiv zu benutzen. Nur voll geöffnet zeigt das Zuiko in Extremsituationen einige wenige Chromatische Aberrationen und eine minimale Vignette, die jedoch bereits ab f/3.5 nicht mehr sichtbar ist. Seine optische Leistung ist gemessen an Öffnung und Blickwinkel überragend. Das Objektiv zeichnet klare und scharfe Bilder mit brillanten Farben und dürfte neben dem Voigtländer Nokton 25/0.95 mit zum Besten gehören, was MFT derzeit zu bieten hat.

Am Ende des Artikels ist eine kleine Auswahl erster Beispielbilder mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 12mm F2,0 an der E-P3 zu finden. Natürlich wie immer in voller Auflösung und unbearbeitet, direkt aus der Kamera. Das Objektiv kostet 799,- Euro (UVP) und ist ab sofort im Handel.


Umschalten von AF auf manuellen Fokus: Verborgen hinter dem verschiebbaren Objektivring
befindet sich die Entfernungsskala.


Im Vergleich (v.l.n.r.): Olymps M.Zuiko ED 12/2.0, Leica Elmarit-M 28/2.8 (für KB), Panasonic Lumix G 14/2.5

Full Size Samples Olympus M.Zuiko ED 12mm f2.0
(Anklicken für das Original)

Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310624 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310620
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310539 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300332
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300315 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300298
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300279 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300168
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300229 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310466
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029443 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029417
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300303 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300251

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Review Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT

Montag, 06. Dezember 2010


Voigtländer Nokton @ f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Ausnahmelinse, Lichtriese, Weltmeister – für das neue Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT lassen sich eine Menge Termini finden. Und zweifelsfrei ist es eine beachtliche Leistung der Cosina-Konstrukteure, die ein kompaktes Werkzeug für lebendige Bilder an Micro Four Thirds geschaffen haben. Die Japaner sind mit ihrem deutschen Label Voigtländer seit Herbst 2010 Mitglied im MFT-Verbund und es ist ihr erstes Objektiv für dieses Bajonett. Für ein System, dass wegen seines Formatfaktors jede Kommastelle Lichtstärke gut gebrauchen kann, kommt es wie gerufen. Einerseits, um die ISO niedrig zu halten. Andererseits, um kurze Verschlusszeiten zu realisieren, wenn die Bedingungen – wie so oft – eben nicht ganz optimal sind. Gerade Lichtstärke ist bei MFT ein wichtiger Schlüssel für die Bildgestaltung mit selektiver Schärfe. Mit dem Nokton hat man hier eine Normalbrennweite ins Rennen geschickt, die in diesem Zusammenhang einzigartig ist und deren größte Blendenöffnung f/0.95 es direkt zum Available light-Weltmeister der Evil-Objektive macht.

Wie angekündigt, war ich in den letzten Wochen (fast ausschließlich) mit der PEN und dem Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT unterwegs. Habe es in den dunklen Straßenecken von London ausprobiert und mit ihm den ersten Schnee hier bei uns an der See festgehalten. Habe hunderte Fotos mit und ohne Sucher gemacht, gesichtet und RAW’s entwickelt. Der Gesamteindruck nach dieser Zeit lautet: Großartig! In dieser Richtung darf es gern weiter gehen bei Voigtländer.

Natürlich – wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Die Extremleistungen der großen Öffnung haben ihren Preis. Und so sind neben Coma um punktförmige Lichtquellen herum auch bläuliche Farbsäume, eine leichte Vignettierung und unscharfe Bereiche in den Bildecken bei f/0,95 zu finden. Die meisten Bildfehler sind i.d.R. durch moderates abblenden auf etwa f/1.8 zu verhindern und im normalen Gebrauch nicht von Gewicht. Auf der Gegenseite aber bleibt der Mehrwert einer Optik, die Bilder erlaubt, die mit bislang gängigen MFT-Objektiven so nicht möglich waren. Und auch wenn das Nokton keinen Autofokus besitzt, probieren Sie es aus. Besonders zu empfehlen ist es zusammen mit einem el. Viewfinder wie dem VF-2 an der E-PL1. Dieser kann insbesondere dann von großem Wert sein, wenn starke Sonneneinstrahlung ein flinkes Fokussieren mit dem Display erschwert. In Kombination mit der auf Knopfdruck aktivierten Lupenfunktion ist das kinderleicht und sehr präzise. Übrigens, die Entfernungsskala auf dem Objektiv ist vor allem dem Nahbereich zugeordnet. Nur etwa zwei Zentimeter der Einteilung bleiben für den Objektabstand zwischen 1 Meter bis unendlich.

Die Bildsprache des Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist über jeden Zweifel erhaben. Sie erhalten – je nach Einstellungen – knackscharfe Fotos mit satten Farben sowie seidige Unschärfeverläufe. Das Bokeh muss keinen Vergleich scheuen und auch Brillanz und Plastizität sind auf hohem Niveau. Das “Micro”-Objektiv ist dreimal so lang wie die beliebten, etwas weitwinkligeren Pancakes von Olympus und Panasonic. Es wiegt 410 Gramm und hat keinen Autofokus. Sie werden damit einhändig keine Bilder machen können. Aber – wenn sie mit manuellen Objektive umgehen können und wollen – verwöhnt es sie mit Bildern, die sie so mit keinem anderen MFT-Objektiv möglich sind.

Beispielbilder Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT
unbearbeitete Jpgs aus der Olympus E-PL1
(Bilder anklicken für das Original)

Camera Jpg, PC046115 Camera Jpg, PC046098
Camera Jpg, PB285987 Camera Jpg, PC036086
Camera Jpg @ f/0.95, PB184789 Camera Jpg, PB285925
PB205059 PB205330
PB194881 PB215413
PB215460 PB225713
PB204954 PB205335
PB215660 PB225755
PB286028 Camera Jpg, PB306045

©2010 by peterlueck.com

Leica Summilux 35 ASPH an der PEN E-PL1

Montag, 01. November 2010

Nach den ersten guten Erfahrungen mit adaptierten Zuikos an der PEN, ED 50/2.0 Makro und OM 50/1.4, interessierte mich besonders eine so genannte Portraitbrennweite für die E-PL1. Diese sollte zwischen 50 und 100 Millimetern Brennweite entsprechend Kleinbild besitzen und natürlich lichtstark sein, um gestalterisch etwas Spielraum zu behalten. Kandidaten entsprechend des Formatfaktors an mFT waren das Voigtländer Nokton 35/1.2, dass einen besseren Ruf als die 35/1.4er Version genießt sowie ein Leica Summicron-M 35/2.0 oder Summilux-M 35/1.4. Die Aspherical-Versionen dieser Objektive gelten, zumindest an Leica M, allgemein als besser tauglich für digitale Kameras und so suchte ich vorwiegend nach eben solchen und fand schließlich ein Summilux-M 35/1.4 ASPH.

Samt Novoflex-Adapter mit der Bezeichnung “MFT/LEM” kommt das Objektiv auf eine auch für mFT erträgliche Länge von nur 6 cm bei hervorragendem Bedienkomfort von Blende und Fokus. Letzterer funktioniert ausschließlich manuell, was jedoch insbesondere mit dem Olympus Sucher VF-2 sehr angenehm zu händeln ist. Per zuschaltbarer Lupenfunktion über die Daumentasten an der E-PL1 lässt sich die Schärfe sehr schnell und präzise einstellen. Beim 35er Summilux der letzten Rechnung (1994-2010, oben im Bild) sollte man im Nahbereich und bei kleinen Blendenwerten dabei auf die Reihenfolge achten, erst die Blende und dann die Schärfe festzulegen, da sich der Schärfepunkt im Nahbereich um einige Millimeter beim Abblenden verlagern kann. Dank Liveview ist dies aber eher eine Nebensache, die nur an Messsucherkameras ein Problem darstellen kann. Ein- oder Ausatmen des Fotografen oder seines Gegenüber haben i.d.R. fatalere Folgen. Das Objektiv wiegt etwa 300 Gramm, hat eine Naheinstellgrenze von 70 Zentimetern und ein E-46 Filtergewinde.

Die Bildergebnisse des Summilux-M 35/1.4 ASPH an der PEN sind in allen Blendenbereichen überdurchschnittlich und entsprechen dem Preis des Objektivs. Bereits bei größter Blendenöffnung darf man sich über klare Farben, einen angenehmen Schärfeverlauf und gute Kontraste freuen. Ein Abblenden auf f/2.0-2.8 sorgt für noch etwas mehr Brillanz und Schärfe, danach erweitert man im Grunde nur noch den Tiefenschärfebereich. Ich hatte das Objektiv in den letzten Tagen mit viel Spaß und fast ausschließlich an der PEN und verlinke nachfolgend einmal mehr zu einer ersten Auswahl unbearbeiteter Bildproben direkt aus der Kamera. (ausgenommen B/Ws entwickelt mit Adobe Lightroom 3, Vignette hinzugefügt)

Full Size Samples Olympus E-PL1 mit Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH
(Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/1.4, PA222871 Camera Jpg ISO800, PB013600
Camera Jpg, PA212670 Camera Jpg, PA222849
Camera Jpg ISO400, PA222854 Camera Jpg, PA253102
Camera Jpg, PA222857 PA232949_LR3
Camera Jpg ISO400, PA232999 Camera Jpg, PA232985
PA313529 PA303267
PA233056_LR3 PA303298
Camera Jpg, PA212530 Camera Jpg @ f/1.4, PB053718

©2010 by peterlueck.com