Mit ‘Review’ getaggte Artikel

Fuji X-E1 Review mit Bildern aus Burma

Samstag, 08. Dezember 2012


Fuji X-E1 mit XF 18 mm f2.0 R (Anklicken zum Vergrößern)

Ganz neu auf dem Markt und sicher mehr als nur einen flüchtigen Blick wert ist dieser Tage die Fuji X-E1. Die Kamera folgt bis auf ihren eingebauten elektronischen Sucher dem Konzept der hybriden Fuji X-Pro1, die schon seit längerem angeboten wird und bereits für einiges Aufsehen in der Branche sorgt. Das Design der Fuji, auch das der Bedienelemente, ist dem einer Leica M recht ähnlich. Lediglich die Belichtungskorrektur ist über ein Rädchen auf der Oberseite und nicht wie bei Leica über ein Daumenrad einstellbar. War die X-Pro1 noch etwas größer als eine Leica M9, so fällt das Gehäuse der neuen Fuji etwas kleiner und spürbar leichter aus. Ihr fehlt zwar der der Messsucher, der Fuji-User darf sich dafür aber über einen Autofokus freuen.


“Retro-Look” – Gelungenes Design und hervorragende Bedienbarkeit bei Leica und Fuji.

Ich konnte für einige Wochen drei Objektive und die Fuji X-E1 auf einer Reise nach Burma ausprobieren und erhielt das Paket mit meiner allerersten Fuji-Kamera unmittelbar vor der Abreise. Probeaufnahmen oder das Betrachten dieser in Adobe Lightroom waren so nicht mehr möglich. Jedoch reichte die Zeit im Flieger diesmal für ein umfassendes Studium des Handbuches. Die hier gezeigten Beispielbilder entstanden also ohne Vorkenntnisse, direkt aus dem Karton. Neben dem Fujifilm XF 18 mm f2.0 R und dem Fujifilm XF 35mm f/1.4 R hatte man mir noch ein Makroobjektiv, das Fujifilm XF 60 mm f/2.4 R, beigelegt. Dieses wird wegen dem Cropfaktor der Kamera (x1.5, entsprechend Kleinbild ) zu einem 90 mm-Teleobjektiv. Das 18 mm entspricht etwa 28 mm und das 35er einem 53mm-Objektiv an Kleinbild. Mehr braucht man selten, obwohl für den Weitwinkelbereich sicher auch das von Fuji in Aussicht gestellte Fujifilm XF 14 mm f/2.8 ASPH (21 mm entspr. KB) hochinteressant gewesen wäre. (weiterlesen…)

Review Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8

Montag, 03. Oktober 2011


Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 an der PEN E-PL3

Eine von vielen Micro Four Third-Fans lang ersehnte Festbrennweite hat das Licht der Welt erblickt. Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 ist das derzeit lichtstärkste Objektiv aus dem aktuellen Programm von Olympus und trotzdem: Es ist winzig! Sein Design ähnelt dem des M.Zuiko 12mm f/2.0. Lediglich der Ring für den manuellen Fokus lässt sich nicht verschieben, was man bei einem Tele mit Autofokus kaum vermissen wird. Während das M.Zuiko 12mm f/2.0 aus Metall gefertigt wurde, besteht der Tubus des günstigen M.Zuiko 45mm f/1.8 aus Kunststoff, bei Tageslicht gut an den unterschiedlichen Silbertönen ablesbar. Die Lackierung des Teleobjektivs wirkt etwas kühler, jedoch keineswegs “billig”. Im Gegenteil, die Verarbeitung ist auf hohem Niveau und der Fokusring gleitet mit der gleichen Präzision wie schon beim 12 mm Weitwinkel. Mit 56 x 46 Millimetern ist das Tele etwas schlanker, aber genau so lang.


Designvergleich: Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8 und 12mm f/2.0 vor der PEN E-PL3

(weiterlesen…)

Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4

Mittwoch, 28. September 2011


Review Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 und Panasonic Lumix 25mm f/1.4

“Nichts ist wichtiger als Lichtstärke.” Dieser oft strapazierte Satz gilt besonders für Objektive, die an Micro Four Thirds verwendet werden sollen, denn durch den Formatfaktor 2 nimmt die Tiefenwirkung bei gleicher Blende gegenüber Kleinbild spürbar ab. Was für Makroaufnahmen hilfreich sein kann, lässt bei Verwendung von Weitwinkel- oder Normalbrennweiten und wenn eine Blickführung durchs Motiv gefragt ist, gelegentlich zu wünschen übrig. 2009 nahm Cosina sich dieser Problematik an und konstruierte den amtierenden Lichtstärke-Weltmeister für das Micro Four Thirds-Bajonett, das Voigtländer Nokton 25/0.95. Dieses Objektiv ist fantastisch, sowohl vom Handling her als auch von seinen optischen Leistungen. Aber es gibt einen Haken: Es bietet keinerlei elektronische Kontakte und keine automatische Scharfstellung an. Wer diese sucht und nicht wesentlich auf Bildqualität verzichten möchte, wird nun bei Panasonic fündig.

Das neue Panasonic Lumix Leica DG 25mm F1.4 ASPH, so die korrekte Bezeichnung, ist knappe 2 Zentimeter kürzer als das Nokton, etwas dicker, wesentlich leichter und obendrein mit etwa 600 Euro günstiger zu haben. Schon ab der größten Blendenöffnung f/1.4 liefert das Objektiv scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Die Bilder mit gleichen Blendenwerten sind denen des Nokton zum Verwechseln ähnlich. Farblich kommen sie etwas kühler daher, bei Offenblende mit einer Vignette, die das Bild im Vergleich insgesamt dunkler erscheinen lässt. Bereits ab Blende f/2.0-2.8 arbeitet es absolut auf dem Niveau der aktuellen MFT-Referenz.

Bedauerlicherweise ist die Springblende des Lumix DG 25/1.4 in ruhiger Umgebung sehr laut. Benutzer aktueller Panasonickameras (Lumix GH, GF) haben hier derzeit einen nennenswerten Vorteil gegenüber PEN-Usern. Denn der Liveview scheint bei den Modellen verschieden zu arbeiten. An einer Olympus E-PL1 sowie auch an der aktuellen E-P3 “klappern” die Blendnlamellen beim Kameraschwenk vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt. Zusätzlich auch dann, wenn nur der Auslöser im Autofokusbetrieb angetippt wird. Diese Geräuschkulisse dürfte zum Beispiel bei Lesungen oder Kirchenzeremonien von den Anwesenden als sehr störend empfunden werden. Hoffen kann man hier nur auf ein baldiges Firmware-Update für das Objektiv oder die genannten Kameramodelle. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, an den PENs regen Gebrauch von der Messwertspeichertaste für die Belichtung zu machen, da diese die Blendenöffnung fixiert und das “Klappern” verhindert.

Unten finden Sie wie immer eine Reihe von Beispielbildern unter Verwendung beider Objektive an der Olympus E-PL1. Die Bilder stammen direkt aus der Kamera und sind nicht bearbeitet oder beschnitten, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Sie zeigen, wie dicht Nokton und Lumix qualitativ beieinander liegen und dass man die Entscheidung für oder gegen einen der Kandidaten eher vom Einsatzgebiet her treffen sollte. Das Nokton bietet die geringere Naheinstellgrenze und die höhere Lichtstärke an, das Lumix punktet vor allem durch seinen zügigen Autofokus und die etwas kompaktere Baulänge. Diese entspricht im Übrigen exakt der des Leica Summilux-M 50/1.4 ASPH, das äquivalent zum Kleinbild den gleichen Bidwinkel besitz.


Größenvergleich Nokton 25mm f/0.95, Summilux-M 50mm f/1.4 ASPH FLE (KB), Panasonic Lumix 25mm f/1.4

Full size samples Voigtländer Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4 ASPH
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL1
Review ©2011 by peterlueck.com

Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271446 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271445 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271441 Nokton 25/1.4 @ f/2.8 P9271442 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/2.8
P9271428 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271429 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271427 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271426 Panasonic Lumix DG 25/1.4
P9271414 Nokton 25/1.4 @f/4.0 P9271416 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @f/4.0
P9271409 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271408 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271323 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271321 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271318 Nokton 25/1.4 @ f/3.5 P9271317 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/3.5
P9271314 Nokton 25/1.4 @ f/4.0 P9271312 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.0

Beide Objektive an der Naheinstellgrenze:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
Minimum distance, Nokton 25/1.4 @ f/8 (P9281486) Minimum distance, Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/8 (P9281487)

Beide Objetive bei Offenblende:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271431 Nokton 25/1.4 @ f/0.95 P9271430 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4

PS: Zum Voigtländer Nokton 25/0.95 erschien auf peterlueck.com bereits ein Review mit hochauflösenden Low-Light-Straßenszenen aus London. Bitte folgen Sie diesem Link.

Olympus M.Zuiko 12mm f2.0 · Review und Bilder

Freitag, 05. August 2011


Glänzender Auftritt – Das Olympus M.Zuiko ED 12mm F2,0 an der PEN E-P3

Am Himmel von Micro Four Thirds ist ein neues, “goldenes Licht” (jap.: Zuiko) aufgegangen. Was Olympus auf der CP+ in Yokohama im Februar noch als Mockup präsentierte, kommt nun in die Läden. – Und dieses M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 ist ein fantastisches Objektiv! Als lichtstarkes und dennoch recht kompaktes Weitwinkel mit einem Bildwinkel von 84° (24mm equiv. KB) bietet es eine interessante und wichtige Option, die auch für weniger gute Lichtverhältnisse geeignet ist.

Der solide aber angenehm leichte Metallcorpus (130g) besteht aus Aluminium und fasst insgesamt 11 Linsen in 8 Gruppen. Darunter ein DSA-Linsenelement (Dual Super Aspherical Lens), dessen Design den extrem großen Unterschied in der Linsendicke vom Rand zur Mitte hin realisiert und ein Super HR-Element (High Refractive), um Öffnungsfehler zu korrigieren. Ebenso zum Einsatz kommen eine asphärische Linse und ein so genanntes ED-Element (Extra low Dispersion) für die Korrektur von Farbfehlern. Sieben Blendenlamellen sorgen für eine annähernd kreisförmige Öffnungsblende und natürliche Hintergrundschärfe. Das M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 verfügt sowohl über einen MSC High-Speed-Autofokus (Movie Still Compatible) als auch über einen Ring zur präzisen mechanischen Scharfstellung mit Entfernungsskala. Übrigens, auch im MF-Betrieb der aktuellen PENs kann auf Wunsch der automatische Fokusassistent (Lupenfunktion) eingestellt werden, dessen Vergrößerungsfaktor dann intuitiv über das Daumenrad auswählbar ist. Wird der Auslöser angetippt, sieht man wieder die ganze Szene im Liveview.

An der Olympus PEN E-P3 betrieben arbeitet das Objektiv rasant und lautlos. Die Fokuszeiten sind in der Praxis kaum mehr wahrnehmbar, die Scharfstellung absolut treffsicher. Es ist eine Freude, dieses sehr gut verarbeitete Objektiv zu benutzen. Nur voll geöffnet zeigt das Zuiko in Extremsituationen einige wenige Chromatische Aberrationen und eine minimale Vignette, die jedoch bereits ab f/3.5 nicht mehr sichtbar ist. Seine optische Leistung ist gemessen an Öffnung und Blickwinkel überragend. Das Objektiv zeichnet klare und scharfe Bilder mit brillanten Farben und dürfte neben dem Voigtländer Nokton 25/0.95 mit zum Besten gehören, was MFT derzeit zu bieten hat.

Am Ende des Artikels ist eine kleine Auswahl erster Beispielbilder mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 12mm F2,0 an der E-P3 zu finden. Natürlich wie immer in voller Auflösung und unbearbeitet, direkt aus der Kamera. Das Objektiv kostet 799,- Euro (UVP) und ist ab sofort im Handel.


Umschalten von AF auf manuellen Fokus: Verborgen hinter dem verschiebbaren Objektivring
befindet sich die Entfernungsskala.


Im Vergleich (v.l.n.r.): Olymps M.Zuiko ED 12/2.0, Leica Elmarit-M 28/2.8 (für KB), Panasonic Lumix G 14/2.5

Full Size Samples Olympus M.Zuiko ED 12mm f2.0
(Anklicken für das Original)

Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310624 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310620
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310539 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300332
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300315 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300298
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300279 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300168
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300229 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310466
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029443 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029417
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300303 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300251

.

Olympus XZ-1 · Kleine für alles

Donnerstag, 13. Januar 2011


Olympus XZ-1 – Passt trotz Zoom und Lichtstärke noch locker in die Sakkotasche.

Spät, aber von Herzen wünsche ich allen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr! Auch im zweiten Jahr dieses Blogs sollen hier vor allem kompakte und durchdachte Kamera-Lösungen thematisch im Vordergrund stehen. Den Anfang für 2011 macht eine kleine, leichte Kompaktkamera, die ich im Rahmen eines Fotojobs Anfang Dezember für einige Tage in den Händen hielt. Zwar habe ich damit reichlich Fotos gemacht, aus rechtlichen Gründen muss es diesmal jedoch ohne die sonst üblichen Beispielbilder gehen.

Das neue Flaggschiff der Olympus-Kompaktkameras trägt die etwas holprige Bezeichnung XZ-1 und besitzt einen 1/1,63” CCD mit 10 Megapixel Auflösung. Die Kamera kommt wie ein gelungener Mix aus den kompakten Kolleginnen Canon S95 und Panasonic LX5 daher. – Klein, lichtstark, leise, ausgezeichnet ausgestattet und simpel zu bedienen. Dabei legt Olympus aber nicht nur, was die Lichtstärke des Objektivs angeht, noch eine Schippe drauf. Denn 1:1.8 auf 1:2.5 sind eine beachtliche Offenblendleistung für das zusammengefahren äußerst flache Zoom aus der Tatsuno-Objektivschmiede. Und gerade bei knappem Licht erfreut man sich so selbst im Telebereich noch recht niedriger ISO-Werte, die Kameras mit dieser Sensorgröße im Allgemeinen besser zu Gesicht stehen. Der Brennweitenumfang reicht von 28 bis 112 Millimeter entsprechend Kleinbild und ist damit etwas größer (4-fach) als der der Lumix mit 24 bis 90 Millimeter (3,75-fach). Ebenso wie die Lumix, aber anders als die Canon S95, bietet die Olympus XZ-1 die Möglichkeit, einen Blitz oder Funkauslöser aufzustecken sowie einen elektronischen Viewfinder aus dem Zubehörprogramm des Herstellers zu verwenden.

Die Bedienung der Kamera ist gewohnt einfach, alles ist an seinem Platz, die Menüs aufgeräumt. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, nach Bedarf auch mit Hilfslicht, und auch rein manuelle Belichtungen von 1/2.000 bis 60 Sekunden (sowie Bulb) sind möglich. Dabei wären allerdings trotz des einschwenkbaren Graufilters (ND 0,9) noch kürzere Belichtungszeiten aufgrund der hohen Lichtstärke wünschenswert. Selbst bei kühlem Winterwetter sorgte der automatische Weißabgleich und die gute Jpg-Engine des TruePic V-Prozessors für wohltuende Farben und Kontraste. Beides ist für schwierige Aufnahmebedingungen leicht manuell zu konfigurieren, ein RAW-Format für den späteren Feinschliff steht aber auch zur Verfügung. Neben dem TTL-fähigen Zubehörschuh findet sich auf der Oberseite der Kamera ein ausklappbarer Blitz. Dieser kann Systemblitze wie den Olympus FL36R und FL50R drahtlos steuern sowie bei Gegenlichtaufnahmen ausgezeichnet als Aufheller eingesetzt werden.

Besonders hat mir das 3″ OLED-Display gefallen. Es lässt sich auch in heller Umgebung vergleichsweise gut ablesen und liegt mit 610.000 Bildpunkten über der Auflösung der TFT’s der Mitbewerber. Als Aufnahmeformate bietet die Kamera Seitenverhältnisse von 4:3, 3:2, 16:9 und 6:6 an. Der Steuerring um das Objektiv lässt sich über das Menü mit einigen Funktionen belegen. Praktisch erschien es mir, die Belichtungskorrektur der Kamera damit zu regulieren, was in den unterschiedlichsten Lichtsituationen schnell zum gewünschten Ergebnis führte. Auch aufs Filmen versteht sich die kompakte Flunder. Bis zu einer Länge von 15 Minuten lassen sich Aufnahmen in HD-Qualität (1280×720 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dabei kann man alle sechs “Art”-Filter (Pop Art, Weichzeichner, Körniger Film, Lochkamera, Diorama und Dramatic Tone), die ähnlich auch in der PEN zu finden sind, ebenfalls nutzen. Die Kamera wird in Deutschland ab Anfang Februar für rund 480 € zu haben sein.

Ansichten der Olympus XZ-1, ©2011 by peterlueck.com
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1

Review Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT

Montag, 06. Dezember 2010


Voigtländer Nokton @ f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Ausnahmelinse, Lichtriese, Weltmeister – für das neue Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT lassen sich eine Menge Termini finden. Und zweifelsfrei ist es eine beachtliche Leistung der Cosina-Konstrukteure, die ein kompaktes Werkzeug für lebendige Bilder an Micro Four Thirds geschaffen haben. Die Japaner sind mit ihrem deutschen Label Voigtländer seit Herbst 2010 Mitglied im MFT-Verbund und es ist ihr erstes Objektiv für dieses Bajonett. Für ein System, dass wegen seines Formatfaktors jede Kommastelle Lichtstärke gut gebrauchen kann, kommt es wie gerufen. Einerseits, um die ISO niedrig zu halten. Andererseits, um kurze Verschlusszeiten zu realisieren, wenn die Bedingungen – wie so oft – eben nicht ganz optimal sind. Gerade Lichtstärke ist bei MFT ein wichtiger Schlüssel für die Bildgestaltung mit selektiver Schärfe. Mit dem Nokton hat man hier eine Normalbrennweite ins Rennen geschickt, die in diesem Zusammenhang einzigartig ist und deren größte Blendenöffnung f/0.95 es direkt zum Available light-Weltmeister der Evil-Objektive macht.

Wie angekündigt, war ich in den letzten Wochen (fast ausschließlich) mit der PEN und dem Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT unterwegs. Habe es in den dunklen Straßenecken von London ausprobiert und mit ihm den ersten Schnee hier bei uns an der See festgehalten. Habe hunderte Fotos mit und ohne Sucher gemacht, gesichtet und RAW’s entwickelt. Der Gesamteindruck nach dieser Zeit lautet: Großartig! In dieser Richtung darf es gern weiter gehen bei Voigtländer.

Natürlich – wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Die Extremleistungen der großen Öffnung haben ihren Preis. Und so sind neben Coma um punktförmige Lichtquellen herum auch bläuliche Farbsäume, eine leichte Vignettierung und unscharfe Bereiche in den Bildecken bei f/0,95 zu finden. Die meisten Bildfehler sind i.d.R. durch moderates abblenden auf etwa f/1.8 zu verhindern und im normalen Gebrauch nicht von Gewicht. Auf der Gegenseite aber bleibt der Mehrwert einer Optik, die Bilder erlaubt, die mit bislang gängigen MFT-Objektiven so nicht möglich waren. Und auch wenn das Nokton keinen Autofokus besitzt, probieren Sie es aus. Besonders zu empfehlen ist es zusammen mit einem el. Viewfinder wie dem VF-2 an der E-PL1. Dieser kann insbesondere dann von großem Wert sein, wenn starke Sonneneinstrahlung ein flinkes Fokussieren mit dem Display erschwert. In Kombination mit der auf Knopfdruck aktivierten Lupenfunktion ist das kinderleicht und sehr präzise. Übrigens, die Entfernungsskala auf dem Objektiv ist vor allem dem Nahbereich zugeordnet. Nur etwa zwei Zentimeter der Einteilung bleiben für den Objektabstand zwischen 1 Meter bis unendlich.

Die Bildsprache des Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist über jeden Zweifel erhaben. Sie erhalten – je nach Einstellungen – knackscharfe Fotos mit satten Farben sowie seidige Unschärfeverläufe. Das Bokeh muss keinen Vergleich scheuen und auch Brillanz und Plastizität sind auf hohem Niveau. Das “Micro”-Objektiv ist dreimal so lang wie die beliebten, etwas weitwinkligeren Pancakes von Olympus und Panasonic. Es wiegt 410 Gramm und hat keinen Autofokus. Sie werden damit einhändig keine Bilder machen können. Aber – wenn sie mit manuellen Objektive umgehen können und wollen – verwöhnt es sie mit Bildern, die sie so mit keinem anderen MFT-Objektiv möglich sind.

Beispielbilder Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT
unbearbeitete Jpgs aus der Olympus E-PL1
(Bilder anklicken für das Original)

Camera Jpg, PC046115 Camera Jpg, PC046098
Camera Jpg, PB285987 Camera Jpg, PC036086
Camera Jpg @ f/0.95, PB184789 Camera Jpg, PB285925
PB205059 PB205330
PB194881 PB215413
PB215460 PB225713
PB204954 PB205335
PB215660 PB225755
PB286028 Camera Jpg, PB306045

©2010 by peterlueck.com

Voigtländer Nokton 25/0.95 · Die Jackentaschenlampe

Dienstag, 09. November 2010


Lichtstärke für mFT – Das Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Jeder, der schon einmal ein Leica Noctilux an einer Leica M probiert hat, wird zweierlei zu schätzen wissen: Erstens die vergleichsweise kompakte Größe dieser Kombination und zweitens deren aussergewöhnliche Möglichkeiten der Bildgestaltung. Mit dem neuen Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist nun eine Normalbrennweite im Jackentaschenformat auch für mFT zu haben, die sowohl beim Spiel mit selektiver Schärfe als auch unter ungünstigen Lichtbedingungen ihre Trümpfe ausspielen kann.

Eine solche Kombination hat ihren Preis, nicht nur bei Leica. Auch z.B. bei Canon muss man eine größere Menge Geld für ein EF 50/1.2 oder gar ein EF 50/1.0 in die Hand nehmen. Die japanische Objektivmanufaktur Cosina hat unter dem Label “Voigtländer” den Anhängern von Micro Four Thirds diesbezüglich aber eher ein “Geschenk” gemacht und stellt diese optische Meisterleistung mit gleichem Bildwinkel und gleicher Lichtstärke für einen Bruchteil des Preises des o.g. Leica-Objektivs zur Verfügung. Mehr noch, denn mit einer Naheinstellgrenze von nur 15 Zentimetern und einer sensorbedingten Erweiterung der Tiefenschärfe werden Bilder im Nahbereich möglich, die so, zumindest mit dem Noctilux, kaum umsetztbar sind. Andersherum benötigt mFT eben wegen des Formatfaktors 2 bei mittleren Motivabständen vor allem eines, um den Schärfeverlauf mit in die Bildgestaltung einfließen zu lassen: Lichtstärke! Zahlreiche manuelle Adapterlösungen mit hochlichtstarken Festbrennweiten von Olympus OM, Leica/Voigtländer M und Canon FD machten dies bislang möglich. Nun gibt es eine weitere Gelegenheit bei mFT, ganz ohne Adapter.

Das Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT entspricht in Größe und Gewicht in etwa dem Leica SUMMICRON-M 1:2.0/75 ASPH und ist ebenso manuell zu bedienen. Blende und Fokus lassen sich Cosina-typisch präzise und leicht einstellen, die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau.


Die Entfernungsskala des Objektivs ist zu zwei Drittel dem Nahbereich bis 1 Meter vorbehalten. Der Abstand der Einstellwerte auf dem Objektiv von 1 bis 2 Meter beträgt lediglich 1 Zentimeter. Der Abstand der Markierungen für 2 Meter und unendlich ist ebenso groß.

Das Nokton ist für seinen Anwendungszweck bereits bei offener Blende ausreichend scharf und bietet abgeblendet eine hervorragende Schärfe. Ein gewisses Maß an Vignettierung und auch an Purple Fringing ist bei Blende 0.95 auszumachen, fällt aber deutlich geringer aus als man es erwarten würde. Erste Schnappschüsse lassen auf ein ansprechendes Bokeh schliessen. Bei Aufnahmen mit selektiver Schärfe erzeugen 10 Lammellen eine beinahe kreisrunde Irisblende, die zu einer wohltuenden Wiedergabe der Unschärfebereiche beiträgt. Ich werde das Objektiv in den nächsten Tagen weiter mit der Olympus PEN E-PL1 ausprobieren und sobald sich Zeit findet an dieser Stelle ein kleines Review und natürlich mehr Bilder nachreichen.

First Full size samples, Voigtländer Nokton 0.95/25 mFT
unerarbeitete Kamera-Jpgs (Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/0.95, PB103896 Camera Jpg @ f/0.95, PB103835
Camera Jpg @ f/5.6, PB114103 Camera Jpg @ f/0.95, PB103903
Camera Jpg @ f/5.6, PB104015 Camera Jpg @ f/0.95, PB103949
PB114231 Camera Jpg @ f/0.95, PB114233
Camera Jpg @ f/5.6, PB114105 PB114111
Camera Jpg @ f/5.6, PB114102 Camera Jpg @ f/0.95, PB114093
Camera Jpg @ f/5.6, PB114132 Camera Jpg @ f/0.95, PB114212
Camera Jpg @ f/0.95, PB114251 Camera Jpg @ f/5.6, PB114081
Camera Jpg @ f/0.95, PB134381 Camera Jpg @ f/0.95, PB114160
Camera Jpg @ f/5.6, PB103991 Camera Jpg @ f/0.95, PB164457

Olympus M.Zuiko 9-18mm ED · Review & Bilder

Montag, 05. Juli 2010


Olympus E-PL1, 18mm equiv. ©2010 by peterlueck.com

Mit einem Bildwinkel von 100 bis 62 Grad (18-36mm entsprechend KB) und einer Transportlänge von nur fünf Zentimetern ergänzt das M.ZUIKO DIGITAL ED 9-18mm f/4.0-5.6 die Reihe der Olympus-Objektive für mFT eindrucksvoll. Der Superweitwinkel-Winzling geht – anders als das “alte” FT-Pandant oder das 7-14er Panasonicmodell – konsequent den Weg guter Bildqualität bei geringsten Abmessungen und Gewicht. 155 Gramm, 12 Linsen (davon 3 asphärisch) in 8 Gruppen, Innenfokussierung bei feststehender Objektivfront mit 52mm Filtergewinde und eine Naheinstellgrenze von minimal 10 Zentimetern sind die wichtigsten Eckdaten dieser Zoomoptik vom Erfinder der PEN. Lediglich auf Rekordwerte bei der Lichtstärke verzichtete Olympus wohl mit Hinblick auf Preis und Gewicht.

Mit dem neuen M.Zuiko kommt in Relation zu den Preisen des Wettbewerbs ein optisch hervorragender Weitwinkelspezialist daher, der bestens für die Reisefotografie geeignet ist. Bilder aus der Kombination mit der E-PL1 sind scharf, detailliert und weitgehend frei von Bildfehlern, wenn man kompatible Konverter (z.B. Lightroom 3.0) oder die Kamera-Jpgs benutzt. Insbesondere seine kurze Naheinstellgrenze macht bei 18mm Brennweite (equiv.) aussergewöhnliche Perspektiven möglich. Gegenlichtsituationen und Streulicht meistert es für diesen Blickwinkel nahezu mühelos, auch ohne Gegenlichtblende. Sein Autofokus arbeitet schnell, präzise und so gut wie geräuschlos, was nicht zuletzt Videofans freuen dürfte. Vignettierungen sucht man vergebens und der Schärfeabfall bei Offenblende darf als moderat bezeichnet werden.

Neben den beiden mFT-Pancackes (17er Oly oder 20er Panasonic) gehört dieses Objektiv für mich klar zu den wichtigsten Tools für transportable und mühelose Reisefotografie bei geringer Investition. Es erweitert die Möglichkeiten, zu guten Bildern zu kommen, enorm und verschwindet in der kleinsten Gürteltasche. Alles in allem ist ein Straßenpreis von 500-600 Euro sicher gut investiert. Fazit: Das M.Zuiko 9-18mm ED ist ein großartiges Minizoom mit Funfaktor und Weitblick!

Full Size Samples M.Zuiko Digital ED 9-18mm
(Anklicken für das Original)

P7152842 P7152933
P7152973 P7152832
P6272409 (Fusion-Festival 2010) P6272412 (Fusion-Festival 2010)
P7052661 P6262098 (Fusion-Festival 2010)
P6262130 (Fusion-Festival 2010) P6262117 (Fusion-Festival 2010)
P7022489 P7022486
P6191767 P6171705
P6241960 P6171731
P6241968 P6242003
P7022534 P6211908
©2010 by peterlueck.com

Leica X1 · Review mit Bildern

Sonntag, 21. Februar 2010

Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck
Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck

Vor knapp zwei Wochen erhielt ich endlich die bereits Anfang Oktober vorbestellte Leica X1. Nachdem Sigma sich schon vor geraumer Zeit dem Thema kompakter Bildqualität mit der DP-Serie angenommen hatte, kommt nun endlich auch aus Deutschland Bewegung in die Sache. Viele Fotografen suchen nach einer kleinen, leichten Jackentaschenlösung für die Freizeit, um ein bestehendes DSLR-System zu ergänzen und dabei möglichst wenige Abstriche in Puncto Bildqualität in Kauf zu nehmen. Dass dabei Kompromisse gemacht werden müssen, war schon zu Analogzeiten (mit Leica CM, Ricoh GR, Minox etc.) bekannt und dies ist auch heute leider noch nicht anders. Bei den bisher bekannten Modellen, die annähernd DSLR-Sensoren verwenden, Ricoh GRX (mit A12), Sigma DP1/2 und auch bei der X1, ist derzeit in dieser Richtung noch Nachsicht zu üben. Gerade, wenn es um Geschwindigkeit geht. Zu nennen sind hier der Autofokus, der Stromverbrauch, die Schreib-/Verarbeitungszeit in der Kamera sowie die Performance des Displays. Die Leica scheint von den genannten die “Schnellste”, kann sich aber beim Handling nicht mit DSLR’s messen. Aufgrund ihres Konzeptes und ihrer Größe muss sie dies aber auch nicht.

Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck
Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck

Die wesentlichen Merkmale der neuen Leica X1 sind ein 24mm Leica Elmarit, f/2.8 und ein APS-C-Sensor. Verbaut in einem ca. 12×6x5 Zentimeter großen Gehäuse mit intuitiven Einstellrädchen für Blende und Zeit sowie einem ausklappbaren Miniblitz auf der Oberseite. Das Menü und die Steuerelemente auf der Rückseite machen einen ebenfalls durchdachten und aufgeräumten Eindruck, nur das Display könnte etwas besser sein. Sie ist leicht (ca. 320g), extrem einfach zu bedienen und schreibt auf Wunsch zusätzlich DNG’s. Eine nennenswerte Auslöseverzögerung, konnte ich bei manuellem Fokussieren nicht feststellen. Gemessen betrug sie etwa 0.15 Sekunden. Der Autofokus hat allerlei verschiedene Betriebsarten, die schnellste schien mir die “1-Punkt”-Variante. Die Fokuszeiten sind sehr unterschiedlich. Bei normalen Lichtbedingungen ist der AF durchaus schnell (ca. 0,5 sec.). Bei wenig Licht und schwachen Kontrasten kann es aber 1-2 Sekunden dauern, bis scharfgestellt ist. Sein Ziel findet der AF jedoch immer. In Extremsituationen “hinkt” die Displaydarstellung etwas den Kamerabewegungen hinterher und man hat Mühe, zum Beispiel den Lupenausschnitt beim manuellen Fokussieren zu erkennen. Fokussiert wird per Daumenrad auf der Rückseite der X1. Dazu wird unter dem per Pfeiltasten verschiebbaren Lupenauschnitt auch eine Entfernungsscala eingeblendet, die für den Bereich über 2 Meter gern hätte etwas länger sein können. 3 oder 4 Meter Entfernungsmarken sucht man leider vergebens. Es empfiehlt sich, für spontane Aufnahmen (Street, Menschen in Bewegung) per AF auf die gewünschte Entfernung vorzufokussieren und dann auf MF umzuschalten. Die Kamera kann bis zu 5 Serienbilder in etwa 1,5 sec. nacheinander aufnehmen. Danach allerdings legt die Minileica eine “Schreibpause” von etwa 10 Sekunden ein (ScanDisk ExtremeIII, 16GB). Bei Einzelbildern dauert das Abspeichen im Modus DNG+Jpg in voller Auflösung rund 1,5 Sekunden. Korrekturen und Einstellungen aller Art sowie die Wiedergabefunktionen sind wie allgemein üblich über Einstellrädchen und Tasten gut gelöst. Die Wichtigsten haben eigene Tasten links neben dem LCD. Wer sich über den Mehrwert einer Videokamera oder eines Diktiergerätes gefreut hätte, wird allerdings enttäuscht sein.

Die Leica X1 will ein kompakter, einfach zu bedienender Fotoapparat mit einer scharfen, verzeichnungsfreien Festbrennweite (35mm equiv.) und sehr guter Bildqualität in 4272 x 2856 Pixel (12.2 MP) sein. Aus meiner Sicht ist ihr dies mehr als gelungen. Ihre Bilder bestechen bei sachgerechter Kameranutzung in Auflösung, Klarheit, Schärfe und Dynamikumfang bereits in den Kamera-Jpg’s. Ihre Signalverarbeitung, auch bei hohen ISO’s, ist bemerkenswert für eine Kompakte und auf dem Niveau guter APS-C-DSLR’s. Die Rädchen auf der Oberseite sind leichtgängig, aber nicht “lose”, wie dies aus anderen (Demo)Testberichten hervorgeht. Sie sind gut und intuitiv mit dem dem Daumen von der Rückseite her verstellbar. Insgesamt ist das Fotografieren mit der Leica X1 angenehm mühelos. Sie funktioniert, wie es ein auf das Wesentliche reduzierter Fotoapparat tun sollte.

Leica X1, ISO400 · ©2010 by Peter Lueck
Leica X1, ISO400 · ©2010 by Peter Lueck

L1071346_LR · Leica X1 L1070465, Leica X1 camera Jpg
Leica X1, camera Jpg Leica X1, camera Jpg
Leica X1, camera Jpg L1070739, Leica X1 camera Jpg
L1070150 Leica X1, camera Jpg L1070268, Leica X1 Camera Jpg

L1070093 Leica X1, camera Jpg L1070476, Leica X1 camera Jpg

Instant nature · Yashica EZ F521 (Digital Holga)

Montag, 16. November 2009

Yashica EZ F521, Digital Holga

Nein, sie ist keine Holga. Aber es werden wohl in Zukunft viele solcher digitalen Toycams kommen. Erst in Japan und den USA, dann auch in Europa. Der Trend zum fixen Trashbildchen hat lange schon begonnen. Überbewerten sollte man das Ganze aber nicht. Es ist weder Analog, noch Kunst oder eine gute Immerdabei. Der Vorname der Yashiplast ist Spaß. Nicht Ernst und auch nicht Holger oder Lohmo. Sie brät ihr eigenes digitales Süppchen und genau DAS ist es, was sie auf ihre Art besonders macht.

Die Möglichkeiten im Vergleich zur echten Holga sprechen in ihrer Summe derzeit für die Yashica, auch wenn man Abstriche machen muss. Der Riesenvorteil ohne Wartezeiten filmkostenfrei bereits “gescannte” fertige Bilder direkt per Kabel auf die Platte ziehen zu können, überwiegt. Sie ist eine digitale Fixfokusknipse mit etwa der Größe und dem Gewicht einer Zigarettenschachtel. Man steckt 3 Batterien und eine SD-Karte rein und fertig. Doch sie ist gewöhnungsbedürftig! Gut verarbeitet, greift sie sich wie ein Spielzeug und trotz Fixfokus hat die Kamera eine spürbare Auslöseverzögerung von etwa 1 Sekunde.

Ein kleiner Blitz ist bereits eingebaut. Schaltet man ihn hinzu, wartet man etwa 5 Sekunden bis er aufgeladen ist. Die Bilder sind schon seitens der Kamera etwas überschärft aber nicht unbrauchbar für eine Spaßknipse. Beim so genannten “Finder” der EZ passt die Bezeichnung “Sucher” besser. Exakt 9 x 6,5 Millimeter – ist dieser auf der Einblickseite “groß”. Und ja, im Nahbereich ist das spätere Bild (relativ deutlich) versetzt zum Suchereindruck. Ab 5 Meter stimmts. Die Batterien halten ganz gut durch. Auch das Löschen von Bildern geht – einmal aufgerufen – per OK Button rasant. Das ist wichtig, denn es ist schon – zumindest bei mir – viel Schrott dabei. Eine echte Fehlkonstruktion vermute ich im Fehlen eines Info-Puffers/Knopfzelle o.ä., um das Datum und die Bildnummern fortzusetzen. Denn nachdem man das Akku/Kartenfach geöffnet hat fängt die Cam von vorn an zu zählen.

Ich hatte den Spaßmacher eine Zeit lang täglich in der Jackentasche. Man muss schon suchen wo er ist, so leicht und klein ist das Ding. Achtung, die EZ mag keine Dunkelheit! Die paar Schüsse im Gehen habe ich ganz schnell wieder gelöscht. Auf dem (selbst im Vergleich zur DP1 wesentlich schlechterem) Display, war nur flauer Matsch zu sehen. Lasst Euch das VOR dem Bestellen durch den Kopf gehen. Ich habe sie bei japanexposures bezogen, die Abwicklung war reibungslos.

SUNP0076 SUNP0128 SUNP0052, Getränkeland Soccer Cup 2009 SUNP0130 SUNP0041 Coffeetime SUNP0121 SUNP0005 SUNP008lr SUNP0026 The Copper Krauts SUNP0106 SUNP008lr SUNP0135 SUNP0084 SUNP0147 SUNP0007 SUNP0125
Beispielbilder Yashica EZ F521 (unbearbeitete Kamera Jpg’s)