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Die kleine EOS-M

Dienstag, 24. Juli 2012


Mit System und ohne Spiegel – Canon EOS-M mit Wechselobjektiv EF-M 22mm 1:2 STM

Canon hat die EOS geschrumpft. Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass Masaya Maeda (Canon Inc.) in einem Interview für Isabel Reynolds (Reuters) eine künftige Systemkamera von Canon in Aussicht stellte, die kleiner sein würde als alle ihre bisherigen DSLR-Pendants. Das Ergebnis wurde nun heute offiziell vorgestellt. – Die kleine EOS-M. Wobei das “M” in der Bezeichnung durchaus auch für einen Mix in Bezug auf das Design stehen könnte. Optisch ist das Gehäuse nämlich eine Mischung aus Samsung NX100 und den PEN-PL Modellen von Olympus. Wohingegen das Erscheinungsbild der Objektive eher bei Sony-NEX entliehen scheint.

Aus technischer Sicht darf man sich bei der “M” ein Rudiment der DSLR-Einsteigermodelle von Canon vorstellen, das ebenso zum Filmen taugt.. – Wie in der EOS 650D wurde ein moderner CMOS-Sensor (22,3 x 14,9 mm) mit 18 Megapixeln und ein DIGIC 5-Prozessor verbaut. 31 AF-Felder stehen dem Hybrid AF mit Phasenerkennung zur Verfügung und auch auf Kompatibilität zu Canon’s Systemblitzen wurde geachtet. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich, neben einigen wenigen Tasten, ein großer 3-Zoll Clear View II Touchscreen LCD mit 1.040.000 Bildpunkten. Dieser kann gar nicht groß und brillant genug sein, denn die Mini-EOS hat keinen Sucher. Auch die Möglichkeit eines elektronischen Gegenstückes oder eines Klappdisplays, wie ihn die aktuellen Generationen anderer Systemkameras heute anbieten, sucht man leider vergebens. Canon wird sicher – ähnlich wie Olympus seinerzeit – nachlegen und bald schon entsprechende Modelle anbieten. Das gleiche gilt für die beiden ersten Objektive mit EF-M Bajonett. Man muss kein Prophet sein um anzunehmen, dass dem Kit-Zoom EF-M 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM und dem optionalen Pancake EF-M 22mm 1:2 STM weitere Objektive sowie allerlei Zubehör folgen werden. Es braucht halt noch etwas Zeit. Bis es soweit ist, kann zumindest in Sachen Optik der ebenfalls heute vorgestellte Adapter Canon EOS-EF/EOS-M einige Brücken schlagen. Hochinteressant in diesem Zusammenhang dürfte in Kürze auch das Portfolio von Novoflex werden, denkt man zum Beispiel an die Verwendung etwa von Canon FD- oder auch Leica-M/R-Objektiven. Die Canon EOS-M soll in Schwarz, Weiß, Silber sowie in Rot zum Preis von 849,- Euro ab September in Deutschland erhältlich sein.

Hier zu weiteren Informationen und Technischen Daten

Fujifilm X-Pro1 mit Wechselobjektiven

Dienstag, 10. Januar 2012


Hightech im Messsucherlook – Die Fujifilm X-Pro1

Fujifilm hat heute seine im Herbst letzten Jahres angekündigte Systemkamera mit Wechselobjektiven vorgestellt. In der X-Pro1 feiert ein neu entwickelter APS-C “X-Trans Sensor” auf CMOS-Basis Premiere, der 16,3 Megapixel Auflösung liefern soll. Laut Fujifilm sorgt ein neu entworfenes und der Körnigkeit bei analogen Filmen ähnliches Farbfiltermuster dafür, dass ein Tiefpassfilter überflüssig ist. Tiefpassfilter reduzieren vor allem Moirés an feinen Strukturen oder die Darstellung von falschen Farben, bisher leider aber auch die Detailauflösung herkömmlicher Kameras mit CMOS-Sensoren. Schlüssel der Kompaktheit des Kamerabodys im Verhältnis zur Sensorgröße (365 mm²) ist das Auflagenmaß des X-Bajonetts. Es beträgt schlanke 17,7 mm und soll – ähnlich wie bei Leica M – die Effizienz des einfallenden Lichtes erhöhen, das durch das Objektiv eingefangen wird. Die Kamera verfügt – wie bereits die kleine Schwester X100 – über einen Multi-Hybrid-Sucher, der die Vorzüge von optischem und elektronischem Sucher kombiniert. Der Benutzer kann wahlweise ein optisches Sucherbild betrachten oder den elektronischen Sucher mit 1,44 Millionen Bildpunkten und 100% Abdeckung verwenden. Ein Blitz ist in die X-Pro1 nicht eingebaut. Optional können jedoch Blitzgeräte wie der EF-X18 (Leitzahl: 18), EF-20 (Leitzahl: 20) und EF-42 (Leitzahl: 42) im Zubehörschuh verwendet werden. Der Kamerabody ohne Objektiv wiegt rund 450 Gramm und misst 139 x 82 x 42 Millimeter. Damit ist die X-Pro1 etwa so groß wie die Leica M9, die im Gegensatz dazu allerdings über einen Kleinbildsensor verfügt.

Zur Einführung der Fujifilm X-Pro1 werden zunächst drei relativ lichtstarke FUJINON XF Wechselobjektive mit Autofokus angeboten: Das Weitwinkel-Objektiv „XF18mm F2.0 R“ (27 mm, equiv. KB), das Standard-Objektiv „XF35mm F1.4 R“ (53 mm, equiv. KB) und das Tele-Makro-Objektiv „XF60mm F2.4 R Macro“ (91 mm, equiv. KB). Neun weitere Objektive sind geplant. Darunter ein 14mm-Weitwinkel (21 mm, equiv. KB) sowie Zoom- und Teleobjektive. Offizielle Preise gab Fujifilm für Deutschland noch nicht bekannt. Im Gespräch sind derzeit ca. 1.700 Euro für das Gehäuse und um die 600 Euro je Festbrennweite. Die Kamera und die ersten drei genannten Objektive sollen bereits Ende März in den Handel kommen.

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Referenzbilder des Herstellers

Olympus PEN E-P3 · Die schnellste MFT-Kamera

Donnerstag, 30. Juni 2011

Abbildung Olympus PEN E-P3

Mit der heute offiziell vorgestellten Olympus PEN E-P3 kommt weiter Bewegung in den Markt der kleinen Systemkameras. Olympus hatte 2009 mit der E-P1 die erste Micro Four Thirds-Kamera eingeführt und dieses Konzept kontinuierlich ausgebaut. Beim aktuellen Modell sorgt vor allem der Autofokus für frischen Wind. Dieser gilt als der derzeit schnellste aller MFT-Systemkameras und ermöglicht u.a. “Full-Time”-Autofokus-Nachführung und “AF-Tracking” mit dem es möglich ist, kontinuierlich bewegete Objekte zu verfolgen und diese im Schärfebereich zu halten – sogar wenn sie für kurze Zeit nicht im Bildfeld sind. 35 Autokuspunkte können dabei manuell oder automatisch aktiviert werden. Neben einem neuen Prozessor namens TruePic VI finden sich zahlreiche Verbesserungen auch am Gehäuse der PEN. So liefert der neue 3 Zoll OLED-Touchscreen mehr Kontrast, ein breiteres Farbspektrum und einen größeren Blickwinkel bei geringerem Stromverbrauch. Die Anzahl der individuell belegbaren Tasten wurde auf Drei erhöht und auch ein Blitz wurde erstmals in die P-Serie von Olymus eingebaut. Über den Accessory Port 2 kann wie gewohnt Zubehör, z.B. der elektronische Klappsucher VF-2, angeschlossen werden. Kabelloses Blitzen wird mit dem neuen Systemblitz FL-300R möglich.

Ergänzend zur E-P3 wurden noch zwei weitere Kameramodelle, E-PL3 und E-PM1, sowie zwei lichtstarke Festbrennweiten, M.Zuiko 2,0/12 mm (ca. 799 Euro) und M.Zuiko 1,8/45 mm (ca. 299 Euro, oben im Bild) vorgestellt. Die E-P3 ist ab August 2011 zusammen mit dem M.Zuiko 3,5-5,6/14-42 mm II R für ca. 949 Euro in schwarz, weiß oder silber erhältlich. Sobald ich ein Serienmodell der E-P3 habe, wird es wie bisher Beispielbilder auch mit dem neuen M.Zuiko 2,0/12 an dieser Stelle geben.