Mit ‘Leica’ getaggte Artikel

Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4

Mittwoch, 28. September 2011


Review Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 und Panasonic Lumix 25mm f/1.4

“Nichts ist wichtiger als Lichtstärke.” Dieser oft strapazierte Satz gilt besonders für Objektive, die an Micro Four Thirds verwendet werden sollen, denn durch den Formatfaktor 2 nimmt die Tiefenwirkung bei gleicher Blende gegenüber Kleinbild spürbar ab. Was für Makroaufnahmen hilfreich sein kann, lässt bei Verwendung von Weitwinkel- oder Normalbrennweiten und wenn eine Blickführung durchs Motiv gefragt ist, gelegentlich zu wünschen übrig. 2009 nahm Cosina sich dieser Problematik an und konstruierte den amtierenden Lichtstärke-Weltmeister für das Micro Four Thirds-Bajonett, das Voigtländer Nokton 25/0.95. Dieses Objektiv ist fantastisch, sowohl vom Handling her als auch von seinen optischen Leistungen. Aber es gibt einen Haken: Es bietet keinerlei elektronische Kontakte und keine automatische Scharfstellung an. Wer diese sucht und nicht wesentlich auf Bildqualität verzichten möchte, wird nun bei Panasonic fündig.

Das neue Panasonic Lumix Leica DG 25mm F1.4 ASPH, so die korrekte Bezeichnung, ist knappe 2 Zentimeter kürzer als das Nokton, etwas dicker, wesentlich leichter und obendrein mit etwa 600 Euro günstiger zu haben. Schon ab der größten Blendenöffnung f/1.4 liefert das Objektiv scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Die Bilder mit gleichen Blendenwerten sind denen des Nokton zum Verwechseln ähnlich. Farblich kommen sie etwas kühler daher, bei Offenblende mit einer Vignette, die das Bild im Vergleich insgesamt dunkler erscheinen lässt. Bereits ab Blende f/2.0-2.8 arbeitet es absolut auf dem Niveau der aktuellen MFT-Referenz.

Bedauerlicherweise ist die Springblende des Lumix DG 25/1.4 in ruhiger Umgebung sehr laut. Benutzer aktueller Panasonickameras (Lumix GH, GF) haben hier derzeit einen nennenswerten Vorteil gegenüber PEN-Usern. Denn der Liveview scheint bei den Modellen verschieden zu arbeiten. An einer Olympus E-PL1 sowie auch an der aktuellen E-P3 “klappern” die Blendnlamellen beim Kameraschwenk vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt. Zusätzlich auch dann, wenn nur der Auslöser im Autofokusbetrieb angetippt wird. Diese Geräuschkulisse dürfte zum Beispiel bei Lesungen oder Kirchenzeremonien von den Anwesenden als sehr störend empfunden werden. Hoffen kann man hier nur auf ein baldiges Firmware-Update für das Objektiv oder die genannten Kameramodelle. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, an den PENs regen Gebrauch von der Messwertspeichertaste für die Belichtung zu machen, da diese die Blendenöffnung fixiert und das “Klappern” verhindert.

Unten finden Sie wie immer eine Reihe von Beispielbildern unter Verwendung beider Objektive an der Olympus E-PL1. Die Bilder stammen direkt aus der Kamera und sind nicht bearbeitet oder beschnitten, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Sie zeigen, wie dicht Nokton und Lumix qualitativ beieinander liegen und dass man die Entscheidung für oder gegen einen der Kandidaten eher vom Einsatzgebiet her treffen sollte. Das Nokton bietet die geringere Naheinstellgrenze und die höhere Lichtstärke an, das Lumix punktet vor allem durch seinen zügigen Autofokus und die etwas kompaktere Baulänge. Diese entspricht im Übrigen exakt der des Leica Summilux-M 50/1.4 ASPH, das äquivalent zum Kleinbild den gleichen Bidwinkel besitz.


Größenvergleich Nokton 25mm f/0.95, Summilux-M 50mm f/1.4 ASPH FLE (KB), Panasonic Lumix 25mm f/1.4

Full size samples Voigtländer Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4 ASPH
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL1
Review ©2011 by peterlueck.com

Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271446 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271445 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271441 Nokton 25/1.4 @ f/2.8 P9271442 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/2.8
P9271428 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271429 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271427 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271426 Panasonic Lumix DG 25/1.4
P9271414 Nokton 25/1.4 @f/4.0 P9271416 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @f/4.0
P9271409 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271408 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271323 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271321 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271318 Nokton 25/1.4 @ f/3.5 P9271317 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/3.5
P9271314 Nokton 25/1.4 @ f/4.0 P9271312 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.0

Beide Objektive an der Naheinstellgrenze:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
Minimum distance, Nokton 25/1.4 @ f/8 (P9281486) Minimum distance, Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/8 (P9281487)

Beide Objetive bei Offenblende:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271431 Nokton 25/1.4 @ f/0.95 P9271430 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4

PS: Zum Voigtländer Nokton 25/0.95 erschien auf peterlueck.com bereits ein Review mit hochauflösenden Low-Light-Straßenszenen aus London. Bitte folgen Sie diesem Link.

Leica Summilux 35 ASPH an der PEN E-PL1

Montag, 01. November 2010

Nach den ersten guten Erfahrungen mit adaptierten Zuikos an der PEN, ED 50/2.0 Makro und OM 50/1.4, interessierte mich besonders eine so genannte Portraitbrennweite für die E-PL1. Diese sollte zwischen 50 und 100 Millimetern Brennweite entsprechend Kleinbild besitzen und natürlich lichtstark sein, um gestalterisch etwas Spielraum zu behalten. Kandidaten entsprechend des Formatfaktors an mFT waren das Voigtländer Nokton 35/1.2, dass einen besseren Ruf als die 35/1.4er Version genießt sowie ein Leica Summicron-M 35/2.0 oder Summilux-M 35/1.4. Die Aspherical-Versionen dieser Objektive gelten, zumindest an Leica M, allgemein als besser tauglich für digitale Kameras und so suchte ich vorwiegend nach eben solchen und fand schließlich ein Summilux-M 35/1.4 ASPH.

Samt Novoflex-Adapter mit der Bezeichnung “MFT/LEM” kommt das Objektiv auf eine auch für mFT erträgliche Länge von nur 6 cm bei hervorragendem Bedienkomfort von Blende und Fokus. Letzterer funktioniert ausschließlich manuell, was jedoch insbesondere mit dem Olympus Sucher VF-2 sehr angenehm zu händeln ist. Per zuschaltbarer Lupenfunktion über die Daumentasten an der E-PL1 lässt sich die Schärfe sehr schnell und präzise einstellen. Beim 35er Summilux der letzten Rechnung (1994-2010, oben im Bild) sollte man im Nahbereich und bei kleinen Blendenwerten dabei auf die Reihenfolge achten, erst die Blende und dann die Schärfe festzulegen, da sich der Schärfepunkt im Nahbereich um einige Millimeter beim Abblenden verlagern kann. Dank Liveview ist dies aber eher eine Nebensache, die nur an Messsucherkameras ein Problem darstellen kann. Ein- oder Ausatmen des Fotografen oder seines Gegenüber haben i.d.R. fatalere Folgen. Das Objektiv wiegt etwa 300 Gramm, hat eine Naheinstellgrenze von 70 Zentimetern und ein E-46 Filtergewinde.

Die Bildergebnisse des Summilux-M 35/1.4 ASPH an der PEN sind in allen Blendenbereichen überdurchschnittlich und entsprechen dem Preis des Objektivs. Bereits bei größter Blendenöffnung darf man sich über klare Farben, einen angenehmen Schärfeverlauf und gute Kontraste freuen. Ein Abblenden auf f/2.0-2.8 sorgt für noch etwas mehr Brillanz und Schärfe, danach erweitert man im Grunde nur noch den Tiefenschärfebereich. Ich hatte das Objektiv in den letzten Tagen mit viel Spaß und fast ausschließlich an der PEN und verlinke nachfolgend einmal mehr zu einer ersten Auswahl unbearbeiteter Bildproben direkt aus der Kamera. (ausgenommen B/Ws entwickelt mit Adobe Lightroom 3, Vignette hinzugefügt)

Full Size Samples Olympus E-PL1 mit Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH
(Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/1.4, PA222871 Camera Jpg ISO800, PB013600
Camera Jpg, PA212670 Camera Jpg, PA222849
Camera Jpg ISO400, PA222854 Camera Jpg, PA253102
Camera Jpg, PA222857 PA232949_LR3
Camera Jpg ISO400, PA232999 Camera Jpg, PA232985
PA313529 PA303267
PA233056_LR3 PA303298
Camera Jpg, PA212530 Camera Jpg @ f/1.4, PB053718

©2010 by peterlueck.com

Leica Bundles mit Lightroom 3 ab Ende Juli

Dienstag, 13. Juli 2010

Gute Nachrichten für Leica-Kunden! Bereits ab Ende nächster Woche kann (Angaben aus Leicakreisen zufolge) die RAW Entwickler-Software Lightroom in ihrer aktuellen Version 3 zu den Produkten Leica S2, M9 und X1 herunter geladen und als Vollversion freigeschaltet werden (Preis ohne Bundle: 296,31€). Besonders erfreulich: auch Käufer der genannten Produkte, die Version 2 von Adobe Lightroom bisher noch nicht aktiviert haben, kommen in den Genuss des aktuellen Programms. Es ist also allen Käufern anzuraten, gegenwärtig NICHT die Version 2 mit dem beiliegenden Key zu aktivieren. Ausserdem hiess es, ein weiterführendes Firmwareupdate zur M9 steht unmittelbar vor der Veröffentlichung und auch die Bereitstellung eines Updates der X1-Firmware sei in Planung. Termine und Inhalte zu den Updates wurden nicht genannt.

Edit: Die Lightroom-Vollversion 3.0 ist ab sofort kostenlos im Kundenbereich auf der Leica-Seite freischaltbar. Vorraussetzung ist wie oben angekündigt, dass noch keine ältere Version mit der Produkt-TAN-Nummer aktiviert wurde. Das Warten hat sich gelohnt. Danke Leica.

Leica X1 · Bilder aus Istanbul

Donnerstag, 08. April 2010


Leica X1, Istanbul ©2010 by peterlueck.com

Istanbul, das ehemalige Konstantinopel (um 660 v. Chr), ist heute eine der größten Städte der Welt. Die Stadt zählt rund 13 Mio. Einwohner und ist – verteilt auf zwei Kontinente – Bindeglied verschiedenster Kulturen zwischen Asien und Europa. Schon seit einigen Jahren wollte ich im Frühling mal dort hin, nun waren die Flüge günstig.

Die Megacity am Bosporus kommt überraschend wenig exotisch daher und trägt 2010 nicht zu unrecht den Titel “Kulturhaupstadt Europas”. In den paar Ostertagen war es mir allerdings unmöglich, die Facetten Istanbuls auch nur ansatzweise kennenzulernen. Allein der 24Stunden-Traffic macht es mühsam, die verschiedenen Stadtteile zu erkunden. Am schnellsten war dann immer noch der Wasserweg. Wer einmal dort war, sagt man, wird wiederkommen. Die Neugier ist auf jeden Fall geweckt und für ein paar erste Schnappschüsse aus der Minileica hat es auch gereicht.

Die kleine Schwarze war im Übrigen meist im Sucherbetrieb (mit dem Olympus VF-1) und unter verschiedenen Filmvoreinstellungen im Einsatz. Fazit: Das X1-Display macht es leider fast unmöglich, die Unterschiede der Einstellungen von Kontrast und Sättigung wahrzunehmen. Man wird Erfahrungen sammeln müssen, wenn man für jede Lichtsituation nacharbeitsfreie Jpgs erhalten möchte. Bewährt hat sich bei schlappen Kontrasten, die Sättigung der Standardeinstellung einen Wert anzuheben oder in der Einstellung “Lebendig” Sättigung und Kontrast auf “Mäßig” herab zu setzten.

L1073139 L1073129
L1073125 L1073121
L1073077 L1072798
L1072922 L1072730_ISO 800
L1073205 L1072743
L1073289 L1073406
L1073257 L1072652
L1073390 L1073057
L1072789 L1073213
©2010 by peterlueck.com

Lightroom 3 beta 2 mit Leica und Olympus getestet

Dienstag, 23. März 2010


Entwickelt mit Lightroom 3 beta 2, Leica X1 · Anklicken für das Original

Gestern wurde eine überarbeitete Beta-Version von Adobe’s Lightroom vorgestellt. 3 beta 2 ist nicht nur multilingual sondern hat auch funktionierende Regler gegen das Luminanzrauschen dazubekommen. Ausserdem unterstützt die Vorversion, der bald erscheinenden RAW-Software nun endlich die neue Olympus PEN E-PL1. Ausprobiert habe ich Rohdaten der Leica X1 und der Olympus mit dem Pancake 20mm f/1,7. Die Aufnahmen (unten) zeigen im Vergleich auf Pixelebene, was die beiden kleinen Jackentaschencams bei gutem Licht leisten und sind nur schwer auseinander zu halten.

Je Motiv links: Leica X1, rechts: Olympus E-PL1, Anklicken zum Vergrößern:

Leica X1, from DNG Olympus E-PL1 with 20mm Pana Cake, from RAW
Leica X1 from DNG with LR3 beta 2 Olympus E-PL1 with 20mm Pana Cake, from RAW with LR3 beta 2
©2010 by peterlueck.com

Kameragurt schnell wechselbar

Dienstag, 23. März 2010

Bei Langzeitaufnahmen im Freien aber auch wenn man eine kleine Kamera mal in die Jackentsche stecken möchte ist es sinnvoll, den Schultergurt möglichst unkompliziert von der Kamera abnehmen zu können. Die S-Biner von Nite Ize machen dies möglich. Die s-förmigen Karabiner aus Edelstahl tragen in ihrer kleinsten Ausführung 14×40mm schon bis zu 2,3 Kilo Gewicht. Im Bildbeispiel habe ich die “Schlüsselringe” des Leica X1 Originalgurtes gegen die kleinen Helfer getauscht. Wer sich dafür interessiert, wird u.a. HIER fündig.

Olympus PL1 & Leica X1 · Bildqualität Immerdabei

Freitag, 12. März 2010

Das Jahr hat gut angefangen. Recht kompakte Lieferanten guter Bildqualität sind derzeit diese Beiden: Olympus PEN E-PL1 und Leica X1. Mit gemäßigtem Universalweitwinkel 35mm (equiv.) ausgestattet, passen die neuen Cams noch gut in die Jackentasche und lassen – von einem eingebauten Sucher mal abgesehen – kaum noch Wünsche offen. Zwar haben die Minis unterschiedliche Ansätze in ihrer Verwendung, treffen sich aber, wenn es um ein Minimum an Packmaß und Gewicht geht bei maximaler Bildleistung. Die Ausstattung ist bis auf den größeren Sensor der X1, der rauschärmere Aufnahmen bei Low light ermöglicht, in vielen Punkten gleich. Wie die X1 hat die neue PEN nun auch einen Blitz. Zudem verfügt die Olympus über ein Bajonett zum Wechseln optionaler Objektive und kann mit einem elektronischen Sucher ausgestattet werden. Zur Leica kann man einen optischen Aufstecksucher nachkaufen. Ich werde die beiden Leichtgewichte in Zukunft öfter mal dabei haben und berichten, wie sie sich so in der Praxis machen.

Chorprobe · Leica X1 in Low light

Montag, 01. März 2010


Leica X1, ISO500 ©2010 by Peter Lück

Zwischendurch ein paar Low light-Aufnahmen von der Chorprobe. Gemacht per Blenden- und ISO-Automatik der X1, freihand und zumeist per Autofokus scharfgestellt. Der Amateureffekt der kleinen, “alt” aussehenden Leica kann sich sich positiv auf die Bildergebnisse auswirken! Man wird in der Regel schon nach wenigen Minuten ignoriert, weil es ja eh kein “richtiger Fotoapparat” ist und man vom Verschluss auch nichts hört. Beleuchtung war nur das knappe, winterliche Tageslicht durch die Zimmerfenster, die Ergebnisse sind respektabel.

L1071600_ISO 1000 L1071597_ISO 1000
L1071573_ISO 125 L1071644_ISO 250
L1071605_ISO 250 L1071588_ISO 500
L1071614_ISO 250 L1071625_ISO 320

Nie wieder Krieg

Freitag, 12. Februar 2010

L1070537
Leica X1 · ©2010 by Peter Lueck

Bilder aus Dresden 2010
Morgen vor 65 Jahren, in der Nacht zum 14. Februar, wurden 900 Tonnen Brand- und Sprengbomben über Dresden abgeworfen. Kein Stein war hier mehr auf dem anderen. Was für ein Wahnsinn. – Nie wieder Krieg!

L1070526, Leica X1 camera Jpg L1070534, Leica X1 camera Jpg L1070538, Leica X1 camera Jpg L1070510, Leica X1 camera Jpg L1070520, Leica X1 camera Jpg L1070521, Leica X1 camera Jpg L1070517, Leica X1 camera Jpg L1070589, Leica X1 camera Jpg L1070609, Leica X1 camera Jpg
Aufgenommen mit Leica X1 (unbearbeitete Kamera Jpg’s)