Mit ‘Kompaktkamera’ getaggte Artikel

Olympus XZ-1 · Kleine für alles

Donnerstag, 13. Januar 2011


Olympus XZ-1 – Passt trotz Zoom und Lichtstärke noch locker in die Sakkotasche.

Spät, aber von Herzen wünsche ich allen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr! Auch im zweiten Jahr dieses Blogs sollen hier vor allem kompakte und durchdachte Kamera-Lösungen thematisch im Vordergrund stehen. Den Anfang für 2011 macht eine kleine, leichte Kompaktkamera, die ich im Rahmen eines Fotojobs Anfang Dezember für einige Tage in den Händen hielt. Zwar habe ich damit reichlich Fotos gemacht, aus rechtlichen Gründen muss es diesmal jedoch ohne die sonst üblichen Beispielbilder gehen.

Das neue Flaggschiff der Olympus-Kompaktkameras trägt die etwas holprige Bezeichnung XZ-1 und besitzt einen 1/1,63” CCD mit 10 Megapixel Auflösung. Die Kamera kommt wie ein gelungener Mix aus den kompakten Kolleginnen Canon S95 und Panasonic LX5 daher. – Klein, lichtstark, leise, ausgezeichnet ausgestattet und simpel zu bedienen. Dabei legt Olympus aber nicht nur, was die Lichtstärke des Objektivs angeht, noch eine Schippe drauf. Denn 1:1.8 auf 1:2.5 sind eine beachtliche Offenblendleistung für das zusammengefahren äußerst flache Zoom aus der Tatsuno-Objektivschmiede. Und gerade bei knappem Licht erfreut man sich so selbst im Telebereich noch recht niedriger ISO-Werte, die Kameras mit dieser Sensorgröße im Allgemeinen besser zu Gesicht stehen. Der Brennweitenumfang reicht von 28 bis 112 Millimeter entsprechend Kleinbild und ist damit etwas größer (4-fach) als der der Lumix mit 24 bis 90 Millimeter (3,75-fach). Ebenso wie die Lumix, aber anders als die Canon S95, bietet die Olympus XZ-1 die Möglichkeit, einen Blitz oder Funkauslöser aufzustecken sowie einen elektronischen Viewfinder aus dem Zubehörprogramm des Herstellers zu verwenden.

Die Bedienung der Kamera ist gewohnt einfach, alles ist an seinem Platz, die Menüs aufgeräumt. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, nach Bedarf auch mit Hilfslicht, und auch rein manuelle Belichtungen von 1/2.000 bis 60 Sekunden (sowie Bulb) sind möglich. Dabei wären allerdings trotz des einschwenkbaren Graufilters (ND 0,9) noch kürzere Belichtungszeiten aufgrund der hohen Lichtstärke wünschenswert. Selbst bei kühlem Winterwetter sorgte der automatische Weißabgleich und die gute Jpg-Engine des TruePic V-Prozessors für wohltuende Farben und Kontraste. Beides ist für schwierige Aufnahmebedingungen leicht manuell zu konfigurieren, ein RAW-Format für den späteren Feinschliff steht aber auch zur Verfügung. Neben dem TTL-fähigen Zubehörschuh findet sich auf der Oberseite der Kamera ein ausklappbarer Blitz. Dieser kann Systemblitze wie den Olympus FL36R und FL50R drahtlos steuern sowie bei Gegenlichtaufnahmen ausgezeichnet als Aufheller eingesetzt werden.

Besonders hat mir das 3″ OLED-Display gefallen. Es lässt sich auch in heller Umgebung vergleichsweise gut ablesen und liegt mit 610.000 Bildpunkten über der Auflösung der TFT’s der Mitbewerber. Als Aufnahmeformate bietet die Kamera Seitenverhältnisse von 4:3, 3:2, 16:9 und 6:6 an. Der Steuerring um das Objektiv lässt sich über das Menü mit einigen Funktionen belegen. Praktisch erschien es mir, die Belichtungskorrektur der Kamera damit zu regulieren, was in den unterschiedlichsten Lichtsituationen schnell zum gewünschten Ergebnis führte. Auch aufs Filmen versteht sich die kompakte Flunder. Bis zu einer Länge von 15 Minuten lassen sich Aufnahmen in HD-Qualität (1280×720 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dabei kann man alle sechs “Art”-Filter (Pop Art, Weichzeichner, Körniger Film, Lochkamera, Diorama und Dramatic Tone), die ähnlich auch in der PEN zu finden sind, ebenfalls nutzen. Die Kamera wird in Deutschland ab Anfang Februar für rund 480 € zu haben sein.

Ansichten der Olympus XZ-1, ©2011 by peterlueck.com
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1

Fujifilm kündigt sensationelle Finepix X100 an

Montag, 20. September 2010


Finepix X100 · Fujis neue Kompaktkamera mit APS-C-Sensor und Sucher (Foto: Fujifim)

Soeben wurde auf dem Server der Fujifilm Deutschland eine neue Kompaktkamera mit APS-C Sensor angekündigt. Die sensationelle Neuentwicklung trägt den Namen Finepix X100 und soll vor allem Profifotografen als kleine und leichte Kompaktlösung dienen. Erscheinen soll die Kamera mit 35mm Festbrenweite (equiv. KB) Anfang kommenden Jahres. Ein Preis steht noch nicht fest. Highlight neben dem Hybrid-Sucher, einer Kombination aus optischem und elektronischem Sucher, ist vor allem das FUJINON-Objektiv mit 9 Blendenlammelen, größter Blendenöffnung von f/2.0, zuschaltbarem Neutraldichtefilter und einer Naheinstellgrenze von nur 10 Zentimetern. Es ist nach den jüngsten Entwicklungen von Leica (X1), Sony (NEX) und Samsung (NX100) die erste Kompaktkamera dieser Sensorklasse, die sowohl über einen eingebauten Blitz, einen Systemschuh als auch einen eingebauten Sucher verfügt. In ihren Abmessungen von 127 x 75 x 53 mm unterscheidet sich die X100 nur geringfügig von der Olympus PEN E-P2. Mehr Informationen und technische Details sind hier zu finden.

Canon Powershot G12 offiziell vorgestellt

Dienstag, 14. September 2010

Canon Russland hat heute offiziell die neue Powershot G12 vorgestellt. Erwartungsgemäß ist das neue Flagschiff der Minisensorkompakten eher eine gelungene Modellpflege ihrer Vorgänger denn eine Sensation. Ein zweites Einstellrad für den Zeigefinger ist hinzugekommen, das Klappdisplay – wie es schon bei früheren Powershot-Modellen verbaut war – ist wieder da und auch Bildformate lassen sich nun nahezu beliebig voreinstellen. Als “Multiformate” werden 3:2, 4:3, 1:1, 16:9 und 4:5 angeboten. Der 1/1 ,7-Zoll CCD-Sensor ist wie beim Vorgänger auf 10 Megapixel Auflösung reduziert (G10: 14.7MP) und verspricht ebenso weniger sichtbare Bildfehler bei erhöhten ISO-Werten. Auch am Objektiv oder der Gehäusegröße hat sich nichts verändert. Die Maße des kompakten Klassenprimus betragen nach wie vor 112 x 76 x 48 Millimeter und das bewährte 5-Fach-Zoom bietet 28 bis 140 mm Brennweite (equiv. KB) bei Öffnungswerten von f/2,8-4,5.

Besitzer, die gern mit Kompaktkameras filmen, können jedoch aufatmen. Die Canon G12 bietet jetzt auch Filmmöglichkeiten in HD-Qualität mit 24 Bildern pro Sekunde an. Soweit die Eckdaten, alles weitere ist z.B. hier nachzuschlagen. Insgesamt stellt Canon also einmal mehr im September eine gute Kompaktkamera vor, die zu einem Preis von etwa 550 Euro kaum Features vermissen lässt. Hinter dem werblich formulierten Anspruch allerdings, mit der G12 professionellen Fotografen eine Kompaktlösung an die Hand zu geben, muss angesichts der aktuellen Entwicklungen von Leica X1, den mFT-Konzepten oder auch den APS-C-Minimodellen von Sony und Samsung (NEX, NX100) ein Fragezeichen erlaubt sein.

Leica X1 · Review mit Bildern

Sonntag, 21. Februar 2010

Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck
Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck

Vor knapp zwei Wochen erhielt ich endlich die bereits Anfang Oktober vorbestellte Leica X1. Nachdem Sigma sich schon vor geraumer Zeit dem Thema kompakter Bildqualität mit der DP-Serie angenommen hatte, kommt nun endlich auch aus Deutschland Bewegung in die Sache. Viele Fotografen suchen nach einer kleinen, leichten Jackentaschenlösung für die Freizeit, um ein bestehendes DSLR-System zu ergänzen und dabei möglichst wenige Abstriche in Puncto Bildqualität in Kauf zu nehmen. Dass dabei Kompromisse gemacht werden müssen, war schon zu Analogzeiten (mit Leica CM, Ricoh GR, Minox etc.) bekannt und dies ist auch heute leider noch nicht anders. Bei den bisher bekannten Modellen, die annähernd DSLR-Sensoren verwenden, Ricoh GRX (mit A12), Sigma DP1/2 und auch bei der X1, ist derzeit in dieser Richtung noch Nachsicht zu üben. Gerade, wenn es um Geschwindigkeit geht. Zu nennen sind hier der Autofokus, der Stromverbrauch, die Schreib-/Verarbeitungszeit in der Kamera sowie die Performance des Displays. Die Leica scheint von den genannten die “Schnellste”, kann sich aber beim Handling nicht mit DSLR’s messen. Aufgrund ihres Konzeptes und ihrer Größe muss sie dies aber auch nicht.

Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck
Leica X1, ISO100 · ©2010 by Peter Lueck

Die wesentlichen Merkmale der neuen Leica X1 sind ein 24mm Leica Elmarit, f/2.8 und ein APS-C-Sensor. Verbaut in einem ca. 12×6x5 Zentimeter großen Gehäuse mit intuitiven Einstellrädchen für Blende und Zeit sowie einem ausklappbaren Miniblitz auf der Oberseite. Das Menü und die Steuerelemente auf der Rückseite machen einen ebenfalls durchdachten und aufgeräumten Eindruck, nur das Display könnte etwas besser sein. Sie ist leicht (ca. 320g), extrem einfach zu bedienen und schreibt auf Wunsch zusätzlich DNG’s. Eine nennenswerte Auslöseverzögerung, konnte ich bei manuellem Fokussieren nicht feststellen. Gemessen betrug sie etwa 0.15 Sekunden. Der Autofokus hat allerlei verschiedene Betriebsarten, die schnellste schien mir die “1-Punkt”-Variante. Die Fokuszeiten sind sehr unterschiedlich. Bei normalen Lichtbedingungen ist der AF durchaus schnell (ca. 0,5 sec.). Bei wenig Licht und schwachen Kontrasten kann es aber 1-2 Sekunden dauern, bis scharfgestellt ist. Sein Ziel findet der AF jedoch immer. In Extremsituationen “hinkt” die Displaydarstellung etwas den Kamerabewegungen hinterher und man hat Mühe, zum Beispiel den Lupenausschnitt beim manuellen Fokussieren zu erkennen. Fokussiert wird per Daumenrad auf der Rückseite der X1. Dazu wird unter dem per Pfeiltasten verschiebbaren Lupenauschnitt auch eine Entfernungsscala eingeblendet, die für den Bereich über 2 Meter gern hätte etwas länger sein können. 3 oder 4 Meter Entfernungsmarken sucht man leider vergebens. Es empfiehlt sich, für spontane Aufnahmen (Street, Menschen in Bewegung) per AF auf die gewünschte Entfernung vorzufokussieren und dann auf MF umzuschalten. Die Kamera kann bis zu 5 Serienbilder in etwa 1,5 sec. nacheinander aufnehmen. Danach allerdings legt die Minileica eine “Schreibpause” von etwa 10 Sekunden ein (ScanDisk ExtremeIII, 16GB). Bei Einzelbildern dauert das Abspeichen im Modus DNG+Jpg in voller Auflösung rund 1,5 Sekunden. Korrekturen und Einstellungen aller Art sowie die Wiedergabefunktionen sind wie allgemein üblich über Einstellrädchen und Tasten gut gelöst. Die Wichtigsten haben eigene Tasten links neben dem LCD. Wer sich über den Mehrwert einer Videokamera oder eines Diktiergerätes gefreut hätte, wird allerdings enttäuscht sein.

Die Leica X1 will ein kompakter, einfach zu bedienender Fotoapparat mit einer scharfen, verzeichnungsfreien Festbrennweite (35mm equiv.) und sehr guter Bildqualität in 4272 x 2856 Pixel (12.2 MP) sein. Aus meiner Sicht ist ihr dies mehr als gelungen. Ihre Bilder bestechen bei sachgerechter Kameranutzung in Auflösung, Klarheit, Schärfe und Dynamikumfang bereits in den Kamera-Jpg’s. Ihre Signalverarbeitung, auch bei hohen ISO’s, ist bemerkenswert für eine Kompakte und auf dem Niveau guter APS-C-DSLR’s. Die Rädchen auf der Oberseite sind leichtgängig, aber nicht “lose”, wie dies aus anderen (Demo)Testberichten hervorgeht. Sie sind gut und intuitiv mit dem dem Daumen von der Rückseite her verstellbar. Insgesamt ist das Fotografieren mit der Leica X1 angenehm mühelos. Sie funktioniert, wie es ein auf das Wesentliche reduzierter Fotoapparat tun sollte.

Leica X1, ISO400 · ©2010 by Peter Lueck
Leica X1, ISO400 · ©2010 by Peter Lueck

L1071346_LR · Leica X1 L1070465, Leica X1 camera Jpg
Leica X1, camera Jpg Leica X1, camera Jpg
Leica X1, camera Jpg L1070739, Leica X1 camera Jpg
L1070150 Leica X1, camera Jpg L1070268, Leica X1 Camera Jpg

L1070093 Leica X1, camera Jpg L1070476, Leica X1 camera Jpg

Nie wieder Krieg

Freitag, 12. Februar 2010

L1070537
Leica X1 · ©2010 by Peter Lueck

Bilder aus Dresden 2010
Morgen vor 65 Jahren, in der Nacht zum 14. Februar, wurden 900 Tonnen Brand- und Sprengbomben über Dresden abgeworfen. Kein Stein war hier mehr auf dem anderen. Was für ein Wahnsinn. – Nie wieder Krieg!

L1070526, Leica X1 camera Jpg L1070534, Leica X1 camera Jpg L1070538, Leica X1 camera Jpg L1070510, Leica X1 camera Jpg L1070520, Leica X1 camera Jpg L1070521, Leica X1 camera Jpg L1070517, Leica X1 camera Jpg L1070589, Leica X1 camera Jpg L1070609, Leica X1 camera Jpg
Aufgenommen mit Leica X1 (unbearbeitete Kamera Jpg’s)