Mit ‘camera’ getaggte Artikel

Laut gedacht: Leica X1 mit Viewfinder

Dienstag, 28. September 2010


X1 und X1v – Konzeptskizze* zu einer X1-Variante mit eingebautem Sucher

Die Photokina 2010 ist vorbei. Viel Beachtung auch von Leica-Interessierten fand diesmal u.a. eine von Fujifilm vorgestellte APS-C-Kompakte namens Finepix X100. Unübersehbar dabei die Ähnlichkeiten zum Design der Leica M2. Die seinerzeit (1957) mit zwei Festbrennweiten 35 und 50 mm als “leichte Kamera für die Dame” angebotene Sucherkamera war auch Vorbild für die nachfolgenden M-Modelle, die Leica über viele Jahre sehr erfolgreich machten. Leica selbst stellte auf der Fachmesse eine Titan-Sonderserie der M9, eine D-Lux5 auf Basis der Panasonic LX5 und ein schwarzes Modell seiner Kompaktkamera mit APS-C Sensor vor.

Beim Anblick der neuen, schwarzen X1 stellte ich mir die Frage, wie wohl stattdessen ein Suchermodell ausgesehen hätte. Eine Messsucherkonstruktion wäre ob der Festbrennweite ja nicht vonnöten. Es sollte vermutlich vielen schon reichen, wenn im – dann integrierten Sucher – einer X1v* eine Markierung für das mittlere AF-Feld zu sehen wäre. Eine grüne LED zur Bestätigung gibt es ja jetzt schon unterhalb des optionalen optischen Suchers. In wie weit sich eine Belichtungswaage oder die Zeit/Blenden/ISO-Kombination anzeigen ließen, wäre zu klären. Natürlich müsste dafür der Blitz der X1 versetzt und die Kameraabdeckung nach oben verlängert werden. Gestalterisch könnte sich das Elmarit der X1v* mit einem silberfarbenen Objektivring vom Kamerabody absetzen. Würde dieser dann noch die Funktion für den manuellen Fokus übernehmen (bisher dient hierzu ein Daumenrad auf der Gehäuserückseite), wäre es sicher fantastisch. Bei Gegenüberstellung beider Versionen bleibt es jedoch fraglich, ob Leicas Konzept, den Sucher aus dem Gehäuse zu lösen, nicht doch ein guter Weg war, um die Kameragröße zu minimieren. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt und wie sich die Produkte des Wettbewerbs verkaufen. Da die Marktführer (Canon und Nikon) das Spielfeld der APS-C Kompaktkameras noch nicht betreten haben, dürfte das kommende Jahr spannend werden.

*) Der Autor steht in keiner geschäftlichen Beziehung zur Leica AG. Die Abbildung oben ist eine fiktive Illustration zu diesem Artikel. Alle genannten Markennamen sind eingetragene Warenzeichen der Hersteller.

NX100 · Samsung belebt Kompaktmarkt

Dienstag, 14. September 2010


Kompakt – Die neue Samsung NX100 mit APS-C-Sensor und 20mm Pancake f/2.8 (30mm equiv.)

Mit einer kompakten Variante belebt nun auch Samsung den Markt der neuen spiegellosen Systemkameras mit APS-C-Sensor. Die heute vorgestellte Samsung NX100 misst 120 x 71x 35 Millimeter und kommt mit dem neuen 20mm Pancake (30mm equiv. KB) in den Maßen bislang üblicher Kompaktkameras daher. Konzeptionell orientiert man sich dabei am eigenen Vorbild der größeren NX10 und dem der Mitbewerber des Segments: Vollmanuelle Bedienbarkeit, Wechselobjektive, optionaler elektronischer Sucher und ein Sensorformat, das auch schwierigen Lichtbedingungen gewachsen ist. Nur den internen Blitz hat man vergessen. Im Gegensatz aber zu Sonys NEX-Modellen verfügt die NX100 über einen Zubehörschuh, der den Anschluss von professionellen Lichtlösungen ermöglicht. Pfiffig ist die, bereits aus der Canon Powershot S90 bekannte, Einstellmöglichkeit vordefinierbarer Funktionen via “iFn”-Funktion direkt am Objektiv. Technische Daten und viele Bilder sind u.a. hier zu finden.

Edit: Laut der Taiwanesischen Site eprice, die u.a. Samsungs Roadmap für NX-Objektive vorgestellt hat, ist schon im kommenden Jahr mit weiteren attraktiven Objektiven aus Korea zu rechnen.

In Planung für 2011 sind:
Weitwinkel Pancake: 16mm f/2.8 (iFn)
Macro: 60mm OIS f/2.8 (iFn)
Movie Pro: 18-200mm f/3.5-6.3 OIS (iFn)
Movie Home: 16-80mm f/3.5-4.5 OIS (iFn)
Portrait: 85mm f/1.4 (iFn)

Bereits veröffentlicht sind folgende NX-Objektive:
Standard Pancake: 30mm F/2.0
Weitwinkel Pancake: 20mm f/2.8 (iFn)
Kompaktzoom: 20-50mm f/3.5-5.6 (iFn)
Standardzoom: 18-55mm f/3.5-5.6 (OIS)
Telezoom: 50-200mm f/4.0-5.6 (OIS)

Handy-Fotos · Nokia N97-mini

Montag, 30. August 2010


Ansehnlich – unbearbeitete Abzüge aus dem Nokia N97 mini

Fotografieren wird immer leichter. Kompakte Kameras haben dank größerer Sensoren in den letzten zwei Jahren deutlich an Bildqualität gewonnen und lassen immer mehr auch die Bildgestaltung durch gezielte Tiefenschärfe zu. Die Ergebnisse aus Sigma DP, Leica X1, Sony NEX oder den neueren mFT-Minis von Panasonic und Olympus sind unter Idealbedingungen kaum noch von denen aus schweren Einsteiger-DSLRs zu unterscheiden. Einige bieten sogar die Möglichkeit, Objektive zu wechseln. Preiswerte Kompaktkameras mit Zoom setzen dagegen konstruktionsbedingt noch immer auf Minisensoren, wie sie ähnlich auch in Mobiltelefonen eingesetzt werden. Zwar kann man die ausnahmslos digitalen Zooms der Handy-Kameras kaum für anspruchsvollere Bilder verwenden, in ihrem Nenn-Blickwinkel aber leisten die Geräte einiges. Das aktuelle Nokia Smartphone N97-mini zum Beispiel hat eine Auflösung von 5 Megeapixeln, einen Blitz, ein Zeiss Tessar 2.8/5.4-Objektv und u.a. die Möglichkeiten, Weißabgleich und ISO einzustellen. Das Fotografieren mit dem fingerdicken Nokia-Zwerg (135 Gramm) ist dank Autofokus und Extra-Auslöser an der Gehäuseseite ein Kinderspiel. Auch Belichtungskorrekturen, Sättigung, Kontrast und Schärfe sind einstellbar. Einen Satz unbearbeiteter Urlaubsbildchen aus der Handycam habe ich mal bei Snapfish ausbelichtet. Die Bilder können sich im Vergleich zu Zoomkompakten durchaus sehen lassen und haben eine ähnliche Tiefenschärfe. Für kleinere Abzüge, Onlinegalerien, Foren und Blogs reicht die Qualität allemal.

Test Samples Nokia N97mini, unbearbeitet:
(Anklicken zum Vergrößern)

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17082010179 17082010178
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©2010 by peterlueck.com, Alle Rechte reserviert

Schrumpft Canon die EOS ?

Dienstag, 20. Juli 2010


Fotomontage – Könnte so eine kompakte EOS-X aussehen?

Einem heute bei Reuters erschienenen Artikel ist zu entnehmen, dass Canon an einem neuen, kleineren Kameramodell arbeite. Auf Details dazu angesprochen, äußerte Masaya Maeda (Canon Inc.) gegenüber Isabel Reynolds sinngemäß; “Es geht nicht darum, ob sie einen Spiegel haben wird oder nicht. Die Verbraucher wünschen sich kleinere Kameras mit guter Qualität und wir werden diesem Bedarf entsprechen.” Er verwies auf die Geschichte des Unternehmens und die Fähigkeit, auch kleinere Kameras mit Spiegel bauen zu können. Mehrfach tauchten in jüngster Vergangenheit auf Rumor-Seiten im Internet aktuelle Canon-Patente auf, die Konstruktionen von neuen SLR-Kameras und Spiegelsucherlösungen (u.a. mit digitalen Einblendungen) zum Inhalt hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass – vielleicht schon auf der Photokina – eine geschrumpfte EOS mit dazugehörigen Pancakes vorgestellt werden könnte, scheint hoch. Ob man sich zudem Hoffnungen machen darf, via Adapter auch EF-Objektive daran betreiben zu können, ist allerdings genauso ungewiss wie ein Erscheinungstermin oder die mögliche Sensorgröße.

Leica X1 · Bilder aus Istanbul

Donnerstag, 08. April 2010


Leica X1, Istanbul ©2010 by peterlueck.com

Istanbul, das ehemalige Konstantinopel (um 660 v. Chr), ist heute eine der größten Städte der Welt. Die Stadt zählt rund 13 Mio. Einwohner und ist – verteilt auf zwei Kontinente – Bindeglied verschiedenster Kulturen zwischen Asien und Europa. Schon seit einigen Jahren wollte ich im Frühling mal dort hin, nun waren die Flüge günstig.

Die Megacity am Bosporus kommt überraschend wenig exotisch daher und trägt 2010 nicht zu unrecht den Titel “Kulturhaupstadt Europas”. In den paar Ostertagen war es mir allerdings unmöglich, die Facetten Istanbuls auch nur ansatzweise kennenzulernen. Allein der 24Stunden-Traffic macht es mühsam, die verschiedenen Stadtteile zu erkunden. Am schnellsten war dann immer noch der Wasserweg. Wer einmal dort war, sagt man, wird wiederkommen. Die Neugier ist auf jeden Fall geweckt und für ein paar erste Schnappschüsse aus der Minileica hat es auch gereicht.

Die kleine Schwarze war im Übrigen meist im Sucherbetrieb (mit dem Olympus VF-1) und unter verschiedenen Filmvoreinstellungen im Einsatz. Fazit: Das X1-Display macht es leider fast unmöglich, die Unterschiede der Einstellungen von Kontrast und Sättigung wahrzunehmen. Man wird Erfahrungen sammeln müssen, wenn man für jede Lichtsituation nacharbeitsfreie Jpgs erhalten möchte. Bewährt hat sich bei schlappen Kontrasten, die Sättigung der Standardeinstellung einen Wert anzuheben oder in der Einstellung “Lebendig” Sättigung und Kontrast auf “Mäßig” herab zu setzten.

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©2010 by peterlueck.com

Kameragurt schnell wechselbar

Dienstag, 23. März 2010

Bei Langzeitaufnahmen im Freien aber auch wenn man eine kleine Kamera mal in die Jackentsche stecken möchte ist es sinnvoll, den Schultergurt möglichst unkompliziert von der Kamera abnehmen zu können. Die S-Biner von Nite Ize machen dies möglich. Die s-förmigen Karabiner aus Edelstahl tragen in ihrer kleinsten Ausführung 14×40mm schon bis zu 2,3 Kilo Gewicht. Im Bildbeispiel habe ich die “Schlüsselringe” des Leica X1 Originalgurtes gegen die kleinen Helfer getauscht. Wer sich dafür interessiert, wird u.a. HIER fündig.

Voigtländer Ultron für Canon EF (5D II)

Donnerstag, 04. März 2010


Nützlich: Der Fokuspunkt im Sucher der 5D II blinkt bei erfolgreicher manueller Scharfstellung auf.

Das neue Voigtländer Pancake 40mm f/2.0 arbeitet dank Chip nun reibungslos und ohne Adapter mit Canon-DSLR’s zusammen. Übertragen werden alle aufnahmerelevanten Daten, was besonders dem recht einfachen manuellen Fokussieren mit der Kombi entgegenkommt. Einen Autofokus hat das Voigtländer nicht, dafür aber Lichtstärke und eine hervorragende Verzeichnungskorrektur. Der Schärfeverlust zu den Bildrändern hält sich in Grenzen und ist ab etwa Blende 4 zu vernachlässigen. Die Bildleistung ist vor allem für den Preis des Voigländers (knapp 490 Euro) ausgezeichnet. Eine gewisse Vignettierung bei Offenblende aber nicht wegzudiskutieren. Bereits ab f/2.8 kann man sehr gut durchgezeichnete, scharfe Bilder mit dem knapp 3 Zentimeter fachen Pancake aufnehmen. Das Objektiv empfiehlt sich besonders an Kleinbildformat und wenn die Kombi sehr klein sein soll.

Wie oben im Bild illustriert, wird man bei halb gedrücktem Auslöser auch von den (auswählbaren) Fokusfeldern der Kamera unterstützt. Ist der Schärfepunkt gefunden, blinkt zudem der Punkt im Kamerasucher unten rechts zur Bestätigung auf. Das helle Sucherfenster der Kamera gibt, gerade im Nahbereich, genug Auskunft über den Schärfeverlauf. Das Voigtländer ist standesgemäß exzellent verarbeitet und hat einen Anschlag für Unendlich. Eine Art Gegenlichtblende, die auch als Gewindeadapter für die mitgelieferte Nahlinse dient, wird mitgeliefert. Ich habe den Objektivdeckel durch ein 52mm-Original von Canon ersetzt, da dieser weniger aufträgt und ich die Halterung für die Nahlinse wenig nutze. Nachstehend folgen einige unbearbeitete Jpg’s aus der Kamera. (Anklicken für das Original bei flickr.)

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Voigtländer Ultron an Canon 5DII, ©2010 by Peter Lueck

Olympus PEN

Donnerstag, 25. Februar 2010


Olympus E-P1 · ©2010 by Peter Lueck

Vor wenigen Tagen wurde die E-PL1, die kleinere und auch preiswertere Schwester der E-P1/P2 angekündigt. Dieses Modell ist noch einen Tick kleiner als deren Vorgänger und hat sogar einen kleinen Aufhellblitz an Bord. Olympus rundet damit sein mFT-Paket ab und bietet zusätzlich – wie auch schon zur E-P2 – einen hochauflösenden elektronischen Viewfinder zur Montage im Blitzschuh an. In Kürze werde ich die kleine E-PL1 ausprobieren dürfen, wobei ich vor allem auf das neue 9-18er Zuiko gespannt bin.

Aus der digitalen Ur-PEN verfüge ich inzwischen über einen nicht zu verachtenden Fundus an Schnappschüssen, von denen ich hier mal eine Auswahl zeige. Die Cam ist ein auf fast alle Gelegenheiten vorbereitetes, kompaktes Tool. Gerade wenn man Platz und Gewicht einsparen will. Als ausgesprochen gut sind dabei die Kamera-Jpg’s zu bezeichnen, die sie schon mit den Grundeinstellung abliefert. (RAW’s sind ebenfalls möglich) Jedes mFT-Objektiv und über einen Adapter auch viele weitere, u.a. Leica M-Optiken, lassen sich an den PEN’s verwenden. Diese profitieren, anders als in ähnlichen Konzepten, insbesondere durch den Stabilisator im Kameragehäuse. Die Kombinationsmöglichkeiten auf Objektivseite sind vielfältig und es kommen weitere hinzu. Wer relativ preiswert und unbelastet von professionellem Equipment möglichst überall schöne, gut aufgelöste Bilder machen möchte, liegt bei einer PEN genau richtig. Ihr Mix aus Gehäusegröße und Sensorformat ist auch für anspruchsvollere Nutzer, die möglichst unterschiedliche und kompakte Brennweiten verwenden wollen, nahezu ideal. Bilder bei gutem Licht und mit lichtstarken Objektiven sind kaum von gängigen DSLR’s zu unterscheiden.

Bildbeispiele, Olympus E-P1

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_0180104 _0260586
_0090271 _0210200
_0180029 P8080187 ISO1000, out of cam
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Leica X1 · Kompakte High ISO Maschine

Samstag, 20. Februar 2010

Leica X1 High ISO full size sample
Leica X1, ISO800 · ©2010 by Peter Lueck

Nach Sichtung weiterer Bilder bestätigen sich die Vermutungen, dass die kleine Taschenleica besonders bei knappem Licht ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Übers Wochenende werde ich versuchen ein paar Gedanken und erste Erfahrungen in einem kleinen Review zur X1 zusammenzufassen. Natürlich auch mit Bildern.

Leica X1 ISO800, 1/60s f/2.8 Leica X1 ISO1600, 1/125s f/2.8
Leica X1, full size samples, High ISO

Leica X1 & Lightroom 3.0

Montag, 15. Februar 2010

Der neuen kleinen Leica für die Jackentasche liegt eine (kostenlose) Vollversion von Adobe Lightroom 2.6 bei. Das Programm arbeitet exzellent und auch die Betaversion Lightroom 3.0 scheint bereits kompatibel mit der Leica X1. Es ist zu wünschen, dass das Upgrade im März für X1-Käufer kostenlos sein wird. Hier eine DNG-Entwicklung mit der neuen Software.

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Leica X1 · ©2010 by Peter Lueck