Lightroom 3.5 unterstützt E-P3, PL3 und G-Modelle

30. September 2011 6 Kommentare »

Heute meldet das Ligtroom Journal die Verfügbarkeit der endgültigen Versionen Lightroom 3.5 und Camera Raw 6.5. Mit Installation der Updates werden eine Reihe von bekannten Problemen der Vorversion behoben und neue Kamera- und Objektivprofile angeboten. Darunter, die von vielen Usern sehnsüchtig erwartete Unterstützung der MFT-Kameras Olympus E-P3, E-PL3, E-PM1 sowie Panasonic DMC-G3 und DMC-GF3. Hinzugekommen ist ebenfalls die Kompatibilität zu Daten aus Hasselblad H4D-60 und den Backs Leaf Aptus II 12, 12R, Phase One IQ140, IQ160, IQ180, Phase One P40/65 und andere. Einzelheiten sind hier nachzulesen (engl.).

Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4

28. September 2011 19 Kommentare »


Review Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 und Panasonic Lumix 25mm f/1.4

“Nichts ist wichtiger als Lichtstärke.” Dieser oft strapazierte Satz gilt besonders für Objektive, die an Micro Four Thirds verwendet werden sollen, denn durch den Formatfaktor 2 nimmt die Tiefenwirkung bei gleicher Blende gegenüber Kleinbild spürbar ab. Was für Makroaufnahmen hilfreich sein kann, lässt bei Verwendung von Weitwinkel- oder Normalbrennweiten und wenn eine Blickführung durchs Motiv gefragt ist, gelegentlich zu wünschen übrig. 2009 nahm Cosina sich dieser Problematik an und konstruierte den amtierenden Lichtstärke-Weltmeister für das Micro Four Thirds-Bajonett, das Voigtländer Nokton 25/0.95. Dieses Objektiv ist fantastisch, sowohl vom Handling her als auch von seinen optischen Leistungen. Aber es gibt einen Haken: Es bietet keinerlei elektronische Kontakte und keine automatische Scharfstellung an. Wer diese sucht und nicht wesentlich auf Bildqualität verzichten möchte, wird nun bei Panasonic fündig.

Das neue Panasonic Lumix Leica DG 25mm F1.4 ASPH, so die korrekte Bezeichnung, ist knappe 2 Zentimeter kürzer als das Nokton, etwas dicker, wesentlich leichter und obendrein mit etwa 600 Euro günstiger zu haben. Schon ab der größten Blendenöffnung f/1.4 liefert das Objektiv scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Die Bilder mit gleichen Blendenwerten sind denen des Nokton zum Verwechseln ähnlich. Farblich kommen sie etwas kühler daher, bei Offenblende mit einer Vignette, die das Bild im Vergleich insgesamt dunkler erscheinen lässt. Bereits ab Blende f/2.0-2.8 arbeitet es absolut auf dem Niveau der aktuellen MFT-Referenz.

Bedauerlicherweise ist die Springblende des Lumix DG 25/1.4 in ruhiger Umgebung sehr laut. Benutzer aktueller Panasonickameras (Lumix GH, GF) haben hier derzeit einen nennenswerten Vorteil gegenüber PEN-Usern. Denn der Liveview scheint bei den Modellen verschieden zu arbeiten. An einer Olympus E-PL1 sowie auch an der aktuellen E-P3 “klappern” die Blendnlamellen beim Kameraschwenk vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt. Zusätzlich auch dann, wenn nur der Auslöser im Autofokusbetrieb angetippt wird. Diese Geräuschkulisse dürfte zum Beispiel bei Lesungen oder Kirchenzeremonien von den Anwesenden als sehr störend empfunden werden. Hoffen kann man hier nur auf ein baldiges Firmware-Update für das Objektiv oder die genannten Kameramodelle. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, an den PENs regen Gebrauch von der Messwertspeichertaste für die Belichtung zu machen, da diese die Blendenöffnung fixiert und das “Klappern” verhindert.

Unten finden Sie wie immer eine Reihe von Beispielbildern unter Verwendung beider Objektive an der Olympus E-PL1. Die Bilder stammen direkt aus der Kamera und sind nicht bearbeitet oder beschnitten, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Sie zeigen, wie dicht Nokton und Lumix qualitativ beieinander liegen und dass man die Entscheidung für oder gegen einen der Kandidaten eher vom Einsatzgebiet her treffen sollte. Das Nokton bietet die geringere Naheinstellgrenze und die höhere Lichtstärke an, das Lumix punktet vor allem durch seinen zügigen Autofokus und die etwas kompaktere Baulänge. Diese entspricht im Übrigen exakt der des Leica Summilux-M 50/1.4 ASPH, das äquivalent zum Kleinbild den gleichen Bidwinkel besitz.


Größenvergleich Nokton 25mm f/0.95, Summilux-M 50mm f/1.4 ASPH FLE (KB), Panasonic Lumix 25mm f/1.4

Full size samples Voigtländer Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4 ASPH
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL1
Review ©2011 by peterlueck.com

Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271446 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271445 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271441 Nokton 25/1.4 @ f/2.8 P9271442 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/2.8
P9271428 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271429 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271427 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271426 Panasonic Lumix DG 25/1.4
P9271414 Nokton 25/1.4 @f/4.0 P9271416 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @f/4.0
P9271409 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271408 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271323 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271321 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271318 Nokton 25/1.4 @ f/3.5 P9271317 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/3.5
P9271314 Nokton 25/1.4 @ f/4.0 P9271312 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.0

Beide Objektive an der Naheinstellgrenze:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
Minimum distance, Nokton 25/1.4 @ f/8 (P9281486) Minimum distance, Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/8 (P9281487)

Beide Objetive bei Offenblende:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271431 Nokton 25/1.4 @ f/0.95 P9271430 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4

PS: Zum Voigtländer Nokton 25/0.95 erschien auf peterlueck.com bereits ein Review mit hochauflösenden Low-Light-Straßenszenen aus London. Bitte folgen Sie diesem Link.

JPEGmini reduziert Größe von Bilddaten

26. August 2011 2 Kommentare »

Auf der Electronic Imaging Konferenz SPIE in San Francisco (USA) wurde ein neues Tool zur Kompression von üblichen JPEGs vorgestellt. Eine neue zum Patent angemeldete Technologie namens “JPEGmini” soll das Datenvolumen von hochauflösenden JPGs erheblich reduzieren können ohne, dass der Betrachter einen visuellen Verlust an Bildqualität feststellen kann. Das Tool soll dabei auf einen Algorithmus zur Rekompression setzten, der die Wahrnehmung des menschlichen Auges nachahmen kann und dessen Encoder Reduktionen bis zu 80% der ursprünglichen Datenmenge möglich macht. Mit dem neuen Format ließen sich Zeit und Kosten für das Bereitstellen und Verbreiten von Bildern erheblich einsparen, Hochauflösende Fotos könnten so unkompliziert per eMail verschickt werden und würden weniger Speicherplatz belegen. JPEGmini bietet derzeit einen Online-Dienst zum testen eigener Bilder an. Unten eine Gegenüberstellung des konventionellen JPEG-Formates aus Adobe® Lightroom 3.5 und des JPEGmini-Formats, fotografiert mit einer Leica M9.

Originalfiles zum Vergleich JPG (links, 17,5 MB) vs. JPEGmini (rechts, 3,5 MB):

L1005144 JPEG from Lightroom 3.5 L1005144 New JPEGmini Format

Adobe Lightroom 3.5 RC versteht neue Kameras

24. August 2011 2 Kommentare »


Entwickelt mit Adobe Lightroom 3.5 RC: Olympus PEN E-P3 mit Leica Summarit-M 90/2.5 (180mm equiv.)
Anklicken für Full Size Auflösung

Die gestern veröffentlichte Adobe ® Lightroom “Release Candidate” (RC) Version 3.5 ist mit zahlreichen neuen Kameras kompatibel, u.a. mit Fuji FinePix F600EXR, Olympus E-P3, E-PL3 und E-PM1 sowie Panasonic DMX-G3, GF3, Sony NEX-C3 und SLT-A35. Das Programm erweitert damit nicht nur seine Rohdaten-Unterstützung beträchtlich sondern unterstützt durch mehr als zwei Dutzend neue Profile auch die Korrekturmöglichkeiten für Objektive von Canon, Hasselblad, Nikon, Pentax, Sony und Sigma. Ein erster Probelauf der Mac-Version mit ORF-Dateien aus der Olympus PEN E-P3 und DNGs der Leica M9 verlief reibungslos bei gewohnt zügiger Verarbeitungsgeschwindigkeit. Adobe ® Lightroom 3.5 RC steht ab sofort hier zum Download bereit. Detailierte Informationen (engl.) finden sich im Lightroom Journal.

Olympus M.Zuiko 12mm f2.0 · Review und Bilder

05. August 2011 3 Kommentare »


Glänzender Auftritt – Das Olympus M.Zuiko ED 12mm F2,0 an der PEN E-P3

Am Himmel von Micro Four Thirds ist ein neues, “goldenes Licht” (jap.: Zuiko) aufgegangen. Was Olympus auf der CP+ in Yokohama im Februar noch als Mockup präsentierte, kommt nun in die Läden. – Und dieses M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 ist ein fantastisches Objektiv! Als lichtstarkes und dennoch recht kompaktes Weitwinkel mit einem Bildwinkel von 84° (24mm equiv. KB) bietet es eine interessante und wichtige Option, die auch für weniger gute Lichtverhältnisse geeignet ist.

Der solide aber angenehm leichte Metallcorpus (130g) besteht aus Aluminium und fasst insgesamt 11 Linsen in 8 Gruppen. Darunter ein DSA-Linsenelement (Dual Super Aspherical Lens), dessen Design den extrem großen Unterschied in der Linsendicke vom Rand zur Mitte hin realisiert und ein Super HR-Element (High Refractive), um Öffnungsfehler zu korrigieren. Ebenso zum Einsatz kommen eine asphärische Linse und ein so genanntes ED-Element (Extra low Dispersion) für die Korrektur von Farbfehlern. Sieben Blendenlamellen sorgen für eine annähernd kreisförmige Öffnungsblende und natürliche Hintergrundschärfe. Das M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 verfügt sowohl über einen MSC High-Speed-Autofokus (Movie Still Compatible) als auch über einen Ring zur präzisen mechanischen Scharfstellung mit Entfernungsskala. Übrigens, auch im MF-Betrieb der aktuellen PENs kann auf Wunsch der automatische Fokusassistent (Lupenfunktion) eingestellt werden, dessen Vergrößerungsfaktor dann intuitiv über das Daumenrad auswählbar ist. Wird der Auslöser angetippt, sieht man wieder die ganze Szene im Liveview.

An der Olympus PEN E-P3 betrieben arbeitet das Objektiv rasant und lautlos. Die Fokuszeiten sind in der Praxis kaum mehr wahrnehmbar, die Scharfstellung absolut treffsicher. Es ist eine Freude, dieses sehr gut verarbeitete Objektiv zu benutzen. Nur voll geöffnet zeigt das Zuiko in Extremsituationen einige wenige Chromatische Aberrationen und eine minimale Vignette, die jedoch bereits ab f/3.5 nicht mehr sichtbar ist. Seine optische Leistung ist gemessen an Öffnung und Blickwinkel überragend. Das Objektiv zeichnet klare und scharfe Bilder mit brillanten Farben und dürfte neben dem Voigtländer Nokton 25/0.95 mit zum Besten gehören, was MFT derzeit zu bieten hat.

Am Ende des Artikels ist eine kleine Auswahl erster Beispielbilder mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 12mm F2,0 an der E-P3 zu finden. Natürlich wie immer in voller Auflösung und unbearbeitet, direkt aus der Kamera. Das Objektiv kostet 799,- Euro (UVP) und ist ab sofort im Handel.


Umschalten von AF auf manuellen Fokus: Verborgen hinter dem verschiebbaren Objektivring
befindet sich die Entfernungsskala.


Im Vergleich (v.l.n.r.): Olymps M.Zuiko ED 12/2.0, Leica Elmarit-M 28/2.8 (für KB), Panasonic Lumix G 14/2.5

Full Size Samples Olympus M.Zuiko ED 12mm f2.0
(Anklicken für das Original)

Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310624 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310620
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310539 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300332
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300315 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300298
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300279 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300168
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300229 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310466
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029443 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029417
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300303 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300251

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Olympus PEN E-P3 · Die schnellste MFT-Kamera

30. Juni 2011 9 Kommentare »

Abbildung Olympus PEN E-P3

Mit der heute offiziell vorgestellten Olympus PEN E-P3 kommt weiter Bewegung in den Markt der kleinen Systemkameras. Olympus hatte 2009 mit der E-P1 die erste Micro Four Thirds-Kamera eingeführt und dieses Konzept kontinuierlich ausgebaut. Beim aktuellen Modell sorgt vor allem der Autofokus für frischen Wind. Dieser gilt als der derzeit schnellste aller MFT-Systemkameras und ermöglicht u.a. “Full-Time”-Autofokus-Nachführung und “AF-Tracking” mit dem es möglich ist, kontinuierlich bewegete Objekte zu verfolgen und diese im Schärfebereich zu halten – sogar wenn sie für kurze Zeit nicht im Bildfeld sind. 35 Autokuspunkte können dabei manuell oder automatisch aktiviert werden. Neben einem neuen Prozessor namens TruePic VI finden sich zahlreiche Verbesserungen auch am Gehäuse der PEN. So liefert der neue 3 Zoll OLED-Touchscreen mehr Kontrast, ein breiteres Farbspektrum und einen größeren Blickwinkel bei geringerem Stromverbrauch. Die Anzahl der individuell belegbaren Tasten wurde auf Drei erhöht und auch ein Blitz wurde erstmals in die P-Serie von Olymus eingebaut. Über den Accessory Port 2 kann wie gewohnt Zubehör, z.B. der elektronische Klappsucher VF-2, angeschlossen werden. Kabelloses Blitzen wird mit dem neuen Systemblitz FL-300R möglich.

Ergänzend zur E-P3 wurden noch zwei weitere Kameramodelle, E-PL3 und E-PM1, sowie zwei lichtstarke Festbrennweiten, M.Zuiko 2,0/12 mm (ca. 799 Euro) und M.Zuiko 1,8/45 mm (ca. 299 Euro, oben im Bild) vorgestellt. Die E-P3 ist ab August 2011 zusammen mit dem M.Zuiko 3,5-5,6/14-42 mm II R für ca. 949 Euro in schwarz, weiß oder silber erhältlich. Sobald ich ein Serienmodell der E-P3 habe, wird es wie bisher Beispielbilder auch mit dem neuen M.Zuiko 2,0/12 an dieser Stelle geben.

Leica M9 · Firmware Update 1.162

15. Juni 2011 Kommentare geschlossen

Seit heute steht die neue Firmware 1.162 für Leicas digitale Messsucherkamera Leica M9 zum download bereit. Neben der Optimierung interner Abläufe wurde speziell die Sensorhomogenität im Weitwinkelbereich verbessert. Dafür wurde für alle Leica-Weitwinkelobjektive eine zusätzliche Farbkalibrierung in der Firmware hinterlegt, die farbliche Abweichungen in kritischen Aufnahmesituationen zwischen Bildmitte und Bildrand minimiert. Zusammen mit etwa 80 weiteren Fotografen konnte ich in den vergangenen Wochen bereits Arbeitsversionen der Firmware (1.156 – 1.160) ausprobieren und kann u.a. für die Weitwinkelobjektive Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH und Elmarit-M 28/2.8 ASPH Verbesserungen bestätigen.

Zum Download (Leica Camera AG)

Leica X1 · Firmware Update 2.0 zum Download

29. März 2011 Kommentare geschlossen

Seit heute Morgen steht das erste Firmware Update für die 2009 erschienene APSC-Kompaktkamera Leica X1 zur Verfügung. Laut den Angaben aus Solms sollen mit der Firmware die Autofokus- und Aufnahmegeschwindigkeit sowie die Bildqualität verbessert werden. Ebenso wie eine höhere Genauigkeit bei manueller Entfernungseinstellung (MF), die nun immer bei Offenblende stattfindet, wurde die manuelle Scharfeinstellung optimiert. Das MF-Einstellrad ist nunmehr dynamisch: Zur groben Entfernungseinstellung wird es schnell gedreht, zur genauen Scharfstellung langsam. Manuelle Entfernungseinstellungen können ab sofort gespeichert werden und bleiben beim Ausschalten der Kamera erhalten. Bei manueller Scharfstellung verfügt die Kamera nach dem Update über eine neue Tiefenschärfe-Anzeige. Die Entfernungsskala im unteren Bereich des Monitors zeigt nun zusätzliche Meter- und Fuß-Unterteilungen sowie den Bereich der Tiefenschärfe an. Neu: Der ISO-Wert wird auch in Auto-ISO-Einstellung angezeigt. Die neue Fimware v2.0 kann hier herunter geladen werden.

SCHNEIDER KREUZNACH goes Micro 4/3

04. Februar 2011 1 Kommentar »

Schneider Kreuznach meldet heute den Beitritt zum Micro-Four-Thirds-System. Der deutsche Hersteller war zuletzt u.a. mit seinen innovativen Cine-Xenar Objektiven in den Schlagzeilen der Fachpresse. Laut Josef Staub, Geschäftsführer der Schneider-Gruppe, sieht man gute Chancen für die Entwicklung von Hochleistungsobjektiven auch für diesen Bereich. “Die Planung für eine entsprechende Objektivserie läuft bei uns bereits auf Hochtouren”. Neben Cosina Voigtländer tritt damit ein weiteres Mitglied dem von Panasonic und Olympus ins Leben gerufenen Standard bei. Das junge MFT-System kann optischen Beistand gut gebrauchen, denn es fehlen vor allem und lichtstarke Weitwinkelobjektive und bis auf zwei Ausnahmen hochlichtstarke Festbrennweiten. Das unlängst durch Voigtländer eingeführte Nokton 25/0.95 gilt derzeit als Lichtstärke-Weltmeister bei MFT und erfreut sich aufgrund seiner Gestaltungsmöglichkeiten, die einem 50mm-Objektiv f/2.0 an Kleinbild entsprechen, wachsender Beliebtheit. Man darf gespannt sein.

Olympus XZ-1 · Kleine für alles

13. Januar 2011 10 Kommentare »


Olympus XZ-1 – Passt trotz Zoom und Lichtstärke noch locker in die Sakkotasche.

Spät, aber von Herzen wünsche ich allen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr! Auch im zweiten Jahr dieses Blogs sollen hier vor allem kompakte und durchdachte Kamera-Lösungen thematisch im Vordergrund stehen. Den Anfang für 2011 macht eine kleine, leichte Kompaktkamera, die ich im Rahmen eines Fotojobs Anfang Dezember für einige Tage in den Händen hielt. Zwar habe ich damit reichlich Fotos gemacht, aus rechtlichen Gründen muss es diesmal jedoch ohne die sonst üblichen Beispielbilder gehen.

Das neue Flaggschiff der Olympus-Kompaktkameras trägt die etwas holprige Bezeichnung XZ-1 und besitzt einen 1/1,63” CCD mit 10 Megapixel Auflösung. Die Kamera kommt wie ein gelungener Mix aus den kompakten Kolleginnen Canon S95 und Panasonic LX5 daher. – Klein, lichtstark, leise, ausgezeichnet ausgestattet und simpel zu bedienen. Dabei legt Olympus aber nicht nur, was die Lichtstärke des Objektivs angeht, noch eine Schippe drauf. Denn 1:1.8 auf 1:2.5 sind eine beachtliche Offenblendleistung für das zusammengefahren äußerst flache Zoom aus der Tatsuno-Objektivschmiede. Und gerade bei knappem Licht erfreut man sich so selbst im Telebereich noch recht niedriger ISO-Werte, die Kameras mit dieser Sensorgröße im Allgemeinen besser zu Gesicht stehen. Der Brennweitenumfang reicht von 28 bis 112 Millimeter entsprechend Kleinbild und ist damit etwas größer (4-fach) als der der Lumix mit 24 bis 90 Millimeter (3,75-fach). Ebenso wie die Lumix, aber anders als die Canon S95, bietet die Olympus XZ-1 die Möglichkeit, einen Blitz oder Funkauslöser aufzustecken sowie einen elektronischen Viewfinder aus dem Zubehörprogramm des Herstellers zu verwenden.

Die Bedienung der Kamera ist gewohnt einfach, alles ist an seinem Platz, die Menüs aufgeräumt. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, nach Bedarf auch mit Hilfslicht, und auch rein manuelle Belichtungen von 1/2.000 bis 60 Sekunden (sowie Bulb) sind möglich. Dabei wären allerdings trotz des einschwenkbaren Graufilters (ND 0,9) noch kürzere Belichtungszeiten aufgrund der hohen Lichtstärke wünschenswert. Selbst bei kühlem Winterwetter sorgte der automatische Weißabgleich und die gute Jpg-Engine des TruePic V-Prozessors für wohltuende Farben und Kontraste. Beides ist für schwierige Aufnahmebedingungen leicht manuell zu konfigurieren, ein RAW-Format für den späteren Feinschliff steht aber auch zur Verfügung. Neben dem TTL-fähigen Zubehörschuh findet sich auf der Oberseite der Kamera ein ausklappbarer Blitz. Dieser kann Systemblitze wie den Olympus FL36R und FL50R drahtlos steuern sowie bei Gegenlichtaufnahmen ausgezeichnet als Aufheller eingesetzt werden.

Besonders hat mir das 3″ OLED-Display gefallen. Es lässt sich auch in heller Umgebung vergleichsweise gut ablesen und liegt mit 610.000 Bildpunkten über der Auflösung der TFT’s der Mitbewerber. Als Aufnahmeformate bietet die Kamera Seitenverhältnisse von 4:3, 3:2, 16:9 und 6:6 an. Der Steuerring um das Objektiv lässt sich über das Menü mit einigen Funktionen belegen. Praktisch erschien es mir, die Belichtungskorrektur der Kamera damit zu regulieren, was in den unterschiedlichsten Lichtsituationen schnell zum gewünschten Ergebnis führte. Auch aufs Filmen versteht sich die kompakte Flunder. Bis zu einer Länge von 15 Minuten lassen sich Aufnahmen in HD-Qualität (1280×720 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dabei kann man alle sechs “Art”-Filter (Pop Art, Weichzeichner, Körniger Film, Lochkamera, Diorama und Dramatic Tone), die ähnlich auch in der PEN zu finden sind, ebenfalls nutzen. Die Kamera wird in Deutschland ab Anfang Februar für rund 480 € zu haben sein.

Ansichten der Olympus XZ-1, ©2011 by peterlueck.com
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1