Olympus M.Zuiko 9-18mm ED · Review & Bilder


Olympus E-PL1, 18mm equiv. ©2010 by peterlueck.com

Mit einem Bildwinkel von 100 bis 62 Grad (18-36mm entsprechend KB) und einer Transportlänge von nur fünf Zentimetern ergänzt das M.ZUIKO DIGITAL ED 9-18mm f/4.0-5.6 die Reihe der Olympus-Objektive für mFT eindrucksvoll. Der Superweitwinkel-Winzling geht – anders als das “alte” FT-Pandant oder das 7-14er Panasonicmodell – konsequent den Weg guter Bildqualität bei geringsten Abmessungen und Gewicht. 155 Gramm, 12 Linsen (davon 3 asphärisch) in 8 Gruppen, Innenfokussierung bei feststehender Objektivfront mit 52mm Filtergewinde und eine Naheinstellgrenze von minimal 10 Zentimetern sind die wichtigsten Eckdaten dieser Zoomoptik vom Erfinder der PEN. Lediglich auf Rekordwerte bei der Lichtstärke verzichtete Olympus wohl mit Hinblick auf Preis und Gewicht.

Mit dem neuen M.Zuiko kommt in Relation zu den Preisen des Wettbewerbs ein optisch hervorragender Weitwinkelspezialist daher, der bestens für die Reisefotografie geeignet ist. Bilder aus der Kombination mit der E-PL1 sind scharf, detailliert und weitgehend frei von Bildfehlern, wenn man kompatible Konverter (z.B. Lightroom 3.0) oder die Kamera-Jpgs benutzt. Insbesondere seine kurze Naheinstellgrenze macht bei 18mm Brennweite (equiv.) aussergewöhnliche Perspektiven möglich. Gegenlichtsituationen und Streulicht meistert es für diesen Blickwinkel nahezu mühelos, auch ohne Gegenlichtblende. Sein Autofokus arbeitet schnell, präzise und so gut wie geräuschlos, was nicht zuletzt Videofans freuen dürfte. Vignettierungen sucht man vergebens und der Schärfeabfall bei Offenblende darf als moderat bezeichnet werden.

Neben den beiden mFT-Pancackes (17er Oly oder 20er Panasonic) gehört dieses Objektiv für mich klar zu den wichtigsten Tools für transportable und mühelose Reisefotografie bei geringer Investition. Es erweitert die Möglichkeiten, zu guten Bildern zu kommen, enorm und verschwindet in der kleinsten Gürteltasche. Alles in allem ist ein Straßenpreis von 500-600 Euro sicher gut investiert. Fazit: Das M.Zuiko 9-18mm ED ist ein großartiges Minizoom mit Funfaktor und Weitblick!

Full Size Samples M.Zuiko Digital ED 9-18mm
(Anklicken für das Original)

P7152842 P7152933
P7152973 P7152832
P6272409 (Fusion-Festival 2010) P6272412 (Fusion-Festival 2010)
P7052661 P6262098 (Fusion-Festival 2010)
P6262130 (Fusion-Festival 2010) P6262117 (Fusion-Festival 2010)
P7022489 P7022486
P6191767 P6171705
P6241960 P6171731
P6241968 P6242003
P7022534 P6211908
©2010 by peterlueck.com

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11 Antworten zu “Olympus M.Zuiko 9-18mm ED · Review & Bilder”

  1. Bensch sagt:

    Hallo Peter.

    Das ist ja wiedermal ein sehr schönes Review über
    diese wunderbare kleine Reportage Linse.
    Deine Bilder wissen immer zu überzeugen :o )

    Könntest du in deinem Blog mal genauer über eine gelungene Bildgestaltung
    eingehen. Speziell zur Reportage Fotografie.
    Gerne auch zu Bücher Tipps.

    Worauf sollte man achten, was macht ein Bild interessant,
    Farben, Stimmungen etc.

    Vielleicht auch mit Bildbeispielen anderer Fotografen.

    Das würde mich, und sicher auch andere Leser deines Blogs,
    sehr begeistern.

    Beste Grüße Ben

  2. Peter sagt:

    Au Backe, Ben.
    Daran haben sich schon viele versucht und die Geschmäcker gehen – auch in der Reportage – weit auseinander. Danke aber für Dein Interesse. Ich werde mir Deine Anregung mal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht kann man das mal konkret an einer Kamera abfrühstücken. Ich probiere doch so gern kleine reisefähige Bildmaschinen aus. ;·)

  3. rainer sagt:

    ja, hübsch geschrieben, klein, rund und nett – so wie 9-18 selbst? also, das liest sich wie der versuch, eine herstellerwerbung zu imitieren. wie kommt es denn dazu? erinnert an solche zeitschriften, die für das produkt des herstellers, der riesenanzeigen bei ihnen schaltet, unter dem titel “review” den pressetext abdrucken. eine aufzählung der features, wie sie offensichtlich sind. durch den text erfahre ich dann leider nicht mehr als das, was jeder weiß, der schon von dem teil gehört hat. inklusive einiger bemühter formulierungen. (deswegen doch eher imitation als pressetext.)
    sorry, aber das finde ich etwas seltsam.
    lieben gruß,
    rainer

  4. Peter sagt:

    Servus Rainer, danke fürs’s Feedback. Vielleicht ist der Artikel wirklich etwas kurz und ich nehme den Hinweis auf, ihn bei Gelegenheit zu ergänzen. Etwas mehr als aus einem Pressetext sollte aber schon jetzt aus ihm hervorgehen. Ich selbst schaue lieber (Full size)-Bilder an, als ellenlange Reviews mit Testcharts zu lesen und habe deshalb versucht, mich kurz zu fassen. Fragen zum Objektiv beantworte ich sehr gern. Beste Grüße Peter Lück

  5. Hacky sagt:

    Auch wenn Peter’s Text tatsächlich ein wenig an eine Werbebroschüre erinnert, kann ich die hervorgehobenen Features im wesentlichen bestätigen und die Fotos sprechen sowieso für sich. Lediglich mit dem “Straßenpreis” passt es momentan nicht so ganz. In Hamburg gibt derzeit kein Händler die Linse unter 649 EUR ab. Allenfalls ein paar EUR oder etwas Zubehör lassen sich noch raushandeln. Die Nachfrage scheint hier z.Zt. so groß zu sein, dass sich auch für diesen Preis genügend Käufer finden lassen. Ein Blick auf die Preise der Online-Händler, die derzeit überdeutlich darunter liegen, kann also nicht schaden. Das Teil scheint aber so oder so sein Geld wert zu sein und wer mich kennt, weiß, dass ich kein “Oly-Fanboy” bin.

  6. Peter sagt:

    Au ja, dass kann ich bestätigen. Dafür bin ich einer! – Ein Oly-Fan. Aber auch ein Canon-, Leica- und Profoto-Fan! Darf man das überhaupt? Ok Hacky, die “Straßenpreise” hatte ich gegoogelt. Wer kann denn heute noch die UVP’s der großen Elektromärkte bezahlen, die meist die etwas besseren/neueren Sachen ohnehin erst recht spät oder gar nicht auf Lager haben?! Apropos Werbetext; Schuld ist auch ein bisschen die Optik selbst. Es ist halt ein ausgezeichnetes, erschwingliches, kleines und Leichtes Ding – dieses neue Neunachtzehner. “Entdecke die Möglichkeiten.”

  7. Hacky sagt:

    Zum Glück ist ja nicht jeder Fan auch ein Fanboy – und bei Dir sowieso nahezu jede Kamera in guten Händen (was die Einschätzung, ob das Equipment in jeder Situation gut arbeitet und den Fotografen unterstützt, nicht unbedingt erleichtert…). Mir ist vor allem das Spektrum wichtig, das eine Kamera bzw. das System eröffnet – und dafür bringt nun Oly im mFT-System mit dem Allrounder E-PL1 und dem 9-18er gute und noch bezahlbare Renner.

    Mit dem “Straßenpreis” haben sich nach fortfährenden Fehlinterprationen schon Heerscharen von Wettberbshütern, Anwälten und Richtern befassen müssen. Ich habe meinerseits jedenfalls die wesentlichen Fachhändler durch, zu denen man tatsächlich über die Straße gelangt. Ich bin gerne bereit, im Fachhandel einen angemessenen Aufpreis gegenüber den Kartonschiebern und -versendern zu bezahlen. Bei einem Aufpreis von rund 30% ist aber auch bei mir diese Bereitschaft überstrapaziert.

  8. Karl sagt:

    Hi Peter,
    ich stehe gerade vor der Entscheidung 9-18er Oly oder 7-14er Panasonic für die E-PL1. Mich würde interessieren ob sich die beiden Objektive von der Abbildungsqualität unterscheiden, oder ob es letztendlich nur eine Frage des Abbildungsmaststabs ist. Hast Du das 7-14er Panasonic auch getestet?

  9. Peter sagt:

    Kaum, würde ich sagen, Karl. Allerdings hatte ich das Panasonic nur einen Tag. Im Vergleich zum 9-18 war es mir für über 1.000 Euro zu groß und zu schwer. Das Oly geht bis 35mm KB, das Pana bis 28. Universeller ist wohl das Zuiko. Die Abbildungsleistung war bei beiden hervorragend bezogen auf den Blickwinkel. In diesem Bereich legt man ordentlich Geld hin bei Kleinbild und profitiert bei MFT obendrein von der höheren Tiefenschärfe bei Offenblende. Das Pana würde ich nur kaufen, wenn ich mit 18mm (equiv. KB) kein Weitwinkelbild hinbekomme und es unbedingt 14mm sein müssen.

  10. Karl sagt:

    Danke für deine Rückmeldung Peter!
    Ich bin zwischenzeitlich auf einen Vergleich gestoßen (http://bit.ly/9Bnz63) bei dem beide Objektive gegeneinander verglichen wurden. Eigentlich gefällt mir der Brennweitenbereich vom 9-18 wesentlich besser, wie auch die Größe und das Gewicht des Oly-Objektivs, doch CAs verderben mir immer wieder den Spaß.
    Auf den Vergleichsbildern (http://bit.ly/ejhF8C) zeigt das Oly schon recht starke CAs, da würde ich das 7-14er schon fast vorziehen. Ich vermute das du deine Bilder alle aus RAW entwickelt hast – leider schau ich mir meine Bilder auf 100% Größe an….

  11. Peter sagt:

    Beide Objektive (Deinem Link folgend) hingen an einer Panasonic GH1! Die dürfte nichts aus dem Olympus-WW korrigieren, wie umgekehrt. Meine Bilder in diesem Thread sind unbearbeitete Kamera-Jpgs. Olympus an Olympus.