Leica Summilux 35 ASPH an der PEN E-PL1

Nach den ersten guten Erfahrungen mit adaptierten Zuikos an der PEN, ED 50/2.0 Makro und OM 50/1.4, interessierte mich besonders eine so genannte Portraitbrennweite für die E-PL1. Diese sollte zwischen 50 und 100 Millimetern Brennweite entsprechend Kleinbild besitzen und natürlich lichtstark sein, um gestalterisch etwas Spielraum zu behalten. Kandidaten entsprechend des Formatfaktors an mFT waren das Voigtländer Nokton 35/1.2, dass einen besseren Ruf als die 35/1.4er Version genießt sowie ein Leica Summicron-M 35/2.0 oder Summilux-M 35/1.4. Die Aspherical-Versionen dieser Objektive gelten, zumindest an Leica M, allgemein als besser tauglich für digitale Kameras und so suchte ich vorwiegend nach eben solchen und fand schließlich ein Summilux-M 35/1.4 ASPH.

Samt Novoflex-Adapter mit der Bezeichnung “MFT/LEM” kommt das Objektiv auf eine auch für mFT erträgliche Länge von nur 6 cm bei hervorragendem Bedienkomfort von Blende und Fokus. Letzterer funktioniert ausschließlich manuell, was jedoch insbesondere mit dem Olympus Sucher VF-2 sehr angenehm zu händeln ist. Per zuschaltbarer Lupenfunktion über die Daumentasten an der E-PL1 lässt sich die Schärfe sehr schnell und präzise einstellen. Beim 35er Summilux der letzten Rechnung (1994-2010, oben im Bild) sollte man im Nahbereich und bei kleinen Blendenwerten dabei auf die Reihenfolge achten, erst die Blende und dann die Schärfe festzulegen, da sich der Schärfepunkt im Nahbereich um einige Millimeter beim Abblenden verlagern kann. Dank Liveview ist dies aber eher eine Nebensache, die nur an Messsucherkameras ein Problem darstellen kann. Ein- oder Ausatmen des Fotografen oder seines Gegenüber haben i.d.R. fatalere Folgen. Das Objektiv wiegt etwa 300 Gramm, hat eine Naheinstellgrenze von 70 Zentimetern und ein E-46 Filtergewinde.

Die Bildergebnisse des Summilux-M 35/1.4 ASPH an der PEN sind in allen Blendenbereichen überdurchschnittlich und entsprechen dem Preis des Objektivs. Bereits bei größter Blendenöffnung darf man sich über klare Farben, einen angenehmen Schärfeverlauf und gute Kontraste freuen. Ein Abblenden auf f/2.0-2.8 sorgt für noch etwas mehr Brillanz und Schärfe, danach erweitert man im Grunde nur noch den Tiefenschärfebereich. Ich hatte das Objektiv in den letzten Tagen mit viel Spaß und fast ausschließlich an der PEN und verlinke nachfolgend einmal mehr zu einer ersten Auswahl unbearbeiteter Bildproben direkt aus der Kamera. (ausgenommen B/Ws entwickelt mit Adobe Lightroom 3, Vignette hinzugefügt)

Full Size Samples Olympus E-PL1 mit Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH
(Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/1.4, PA222871 Camera Jpg ISO800, PB013600
Camera Jpg, PA212670 Camera Jpg, PA222849
Camera Jpg ISO400, PA222854 Camera Jpg, PA253102
Camera Jpg, PA222857 PA232949_LR3
Camera Jpg ISO400, PA232999 Camera Jpg, PA232985
PA313529 PA303267
PA233056_LR3 PA303298
Camera Jpg, PA212530 Camera Jpg @ f/1.4, PB053718

©2010 by peterlueck.com

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32 Antworten zu “Leica Summilux 35 ASPH an der PEN E-PL1”

  1. Matthias sagt:

    Als hinterer Objektivdeckel für das ca. 10mal so teure Objektiv macht die E-PL1 keinen schlechten Eindruck ;)

  2. Gerald sagt:

    Na ja, man kann sich darüber streiten, ob das Leica Objektiv wirklich seinen Preis wert ist. Gerade im Vergleich zum Preis des Panasonic 20/1,7 bringt es sicher nicht die 10fache Bildqualität (wie auch immer man das messen würde). Trotzdem, schöne Ergebnisse mit dem Gerät. Der geneigte Leser fragt sich jetzt, wann denn die M9 bei Peter Lueck kommt (das Objektiv zur Kamera ist ja schon vorhanden) ;-) .
    Im Ernst, vielleicht findet sich ja über kurz oder lang ein Hersteller, der das M9-Konzept massentauglicher macht (Sucherkamera mit Vollformatsensor, Autofokus und Wechselobjektiven). Das wär dann wirklich sensationell…

  3. Peter sagt:

    Danke, Gerald. Ja, darüber ließe sich – will man von den unterschiedlichen Bildwinkeln absehen – sicher streiten. Das Panasonicobjektiv entspricht jedoch einer 40mm-Brennweite an Kleinbild, das Lux an der PEN exakt 70mm equiv. KB. Fast das Doppelte also und eben mehr Lichtstärke, die ich in Bezug auf die Gestaltungsmöglichkeiten an mFT wegen des Cropfaktors 2 für wichtiger als z.B. an Kleinbild halte. Ein für mFT gerechnetes Objektiv dieser Eckdaten (35/1.4) sucht man derzeit noch vergebens. Hätte ein solches obendrein noch einen Autofokus und das selbe Verhältnis Baugröße/BQ, so wäre es wohl an der PEN dem Summilux vorzuziehen. Bis es soweit ist, nutze ich halt die Leica-Linse, deren Charakteristik, Bokeh, Farben, Schärfe und Brillanz mir gut gefallen. Eine M9? Mhhh, viel Geld aber auch eine interessante, kleine Kamera. Die Gebrauchtpreise beobachte ich schon einige Zeit, leider tut sich da nicht viel. Bei einem guten Angebt würde ich sie wohl mal ausprobieren. Das Konzept einer leichten, hochauflösenden Reisekamera mit sehr guten und kleinen Objektiven sagt mir jedenfalls prinzipiell zu.

  4. Gerald sagt:

    Klar, dass die Objektive nicht vergleichbar sind. Will damit nur sagen, dass ein 20/1,7 doch eine erstaunliche Bildqualität für noch moderates Geld bietet. Mir fehlt auch ein 1,4er Objektiv im Bereich 40-50mm an der PEN. Momentan nutze ich mein 50er Nikon dafür. Die M9 ist ein absolutes Spitzenteil. Was dort an Bildmaterial gerade in Verbindung mit dem entsprechenden Leica-Glas rauskommt. Wow. Trotzdem ist die Investition dann doch nicht wirklich zu rechtfertigen. Zumindest nicht für mich. Eine fünfstellige Summe kann man meiner Meinung nach sinnvoller investieren.
    Mir sagt das Konzept auch zu und ich habe auch gemerkt, dass ich kaum noch die SLR benutze. Außerdem ist der Markt ja noch sehr neu und in Bewegung. Mal sehen, was noch so kommt. Sony und Samsung haben ja wohl auch neue Objektive in dem Bereich in der Pipeline. Gerade was die Portraitbrennweite betrifft…

  5. Hannes Frick sagt:

    Schliesse mich der Aussage von Gerald wegen der M9 an. Bestimmt ein exzellente Kamera aber was mich bei der M9 persönlich am meisten stört ist das nicht sonderlich gute Rauschverhalten in den oberen ISO Bereichen. Ich benutze wie Peter ähnliches Equipment (EOS 5D MKII, Leica X1, Leica D-LUX5, Olympus PEN E-P2 und EPL1 usw.) aber selbst eine X1 oder die 5D MKII schneidet was die Rauschwerte anbelangt um einiges besser ab. Mich persönlich reizt die M9 schon lange aber beim Preis dieser Kamera finde ich das nicht besonders gute Abschneiden des Noise einfach als Kompromiss. Alles andere wie Bildqualität etc. ist sicherlich einmalig an einer M9.

    Gerald wie benutzt du das 50er Nikon an der PEN? Wo gibt es den entsprechenden Adapter dafür? Gerade das 50er von Nikon halte ich für eine ausserordentlich gute Linse für kleines Geld.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit den ZEISS ZM Objektiven wie z.B Biogon T 2/35 oder 1,5/50?

    Mich würde brennend interessieren wie sich diese zu den Leica Objektiven die Peter gerade testet schlagen.

  6. Gerald sagt:

    Das mit dem Rauschverhalten stimmt. 1600 ISO sehen leider aus wie an einer guten APS-C-Kamera.
    Für meine Nikon-Objektive habe ich folgenden Adapter von eben diesem Verkäufer ersteigert:
    http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=360238846758
    Das Ding macht seine Sache ordentlich und hat den Vorteil, dass man damit auch Objektive ohne Blendenring bedienen kann. Ich benutze das 50/1,8, die Japan-Version. Hatte auch mal das 1,4er. Die Schärfe bei Offenblende finde ich beim 1,8er allerdings noch besser. Die 1,4er Version hab ich nicht gern mit Offenblende benutzt. Das mal so als Tipp.

  7. Peter sagt:

    Gerald, Danke für den Verweis auf den Nikon(G)-m4/3-Adapter. Wie werden die Blendenwerte denn übertragen?

    Zur M9: Habe einige DNGs aus der Kamera mal genauer angesehen. Auch höhere ISOs sind darunter. Die Detailauflösung ist mit guten Leicaobjektiven enorm. Das “Rauschen” bei vierstelligen ISO-Zahlen auch. Allerdings lässt sich in Lightroom 3 einiges dagegen unternehmen. Das kostet zwar Details, das Niveau in der Auflösung gleicht sich aber insgesamt den glatteren, rauschärmeren 5DII-Bildern etwa an. Ohne Zweifel bleibt die M9 dann über ISO1600 zurück, aber mit wie vielen C/N-Objektiven fotografiert man in der Praxis bei Blende 1.4? Ok, eine 5DII mit offenem 50/1.2 “packt” die Neun beim Vergleich im Schummerlicht. – Aber was wiegt diese Kombi, und wie viel Platz braucht sie in der Tasche? Hier sehe ich die Lücke, die die M9 schließen könnte. Für professionelle Produktionen, in denen z.B. ein 17mm TS-E und 300mm Tele fast zeitgleich benutzt werden sollen, ist eine Messsucherkamera wohl kaum eine Option. Als kleine, leichte Reportage-Lösung mit ein, zwei gängigen Brennweiten in der Jackentasche taugt diese aber schon, oder?!

  8. Hannes Frick sagt:

    Danke Gerald für den Link zum Nikon Adapter. Habe mir das Teil geordert und bin gespannt wie sich das 50er Nikon an der Olympus PEN schlägt. Umgerechnet müsste es ja mit dem Nikon Objektiv eine 100 mm Brennweite an einem MFT System ergeben.

    Peter seine Aussage mit den DNGs aus der M9 kann ich so nur bestätigen. Die Details und die Schärfe der Bilder aus der M9 sind enorm, Canon arbeitet dagegen im Vergleich massiv mit Rauschfiltern. Trotzdem hat die M9 in den höheren ISO Werten keine Chance gegen eine 5DII. Ich denke aber auch das die Einsatzzwecke und Anforderungen dieser beiden Kameras grundsätzlich verschieden sind. Für die Jackentasche taugt eine EOS 5D jedenfalls kaum :-)

  9. Gerald sagt:

    Zum Adapter: die Blendenwerte werden gar nicht übertragen. Womit ich aber leben kann. Belichtungsmessung kann die PEN ja trotzdem. Ich finde das 50er schlägt sich gut. Bin zufrieden. Was mit AF wär mir trotzdem lieber.

    Alles in allem kann man ja zufrieden sein, dass es momentan PEN und Co. mit brauchbaren Objektiven überhaupt gibt. Man hat ja jahrelang davon geträumt. Ich kann einen Großteil meiner fotografischen Bedürfnisse damit abdecken und das bei Gewicht und Größe, die mich kaum belasten. Gerade wenn man sich z.B. Peters Bilder aus diesem Blogbeitrag anschaut, dann ist das doch eine absolut spitzenmäßige Bildqualität aus einer sehr kompakten Kamera. Die M9 würde das Ganze noch toppen. Aber zu welchem Preis? Sie ist eben dank MF und Festbrennweiten doch nur eine Nischenkamera…

  10. Maxx sagt:

    Peter, Deine Fotos sind die feinsten von allen, die ich im Web gesehen habe: Die Betrachtungsweise, das Auge, die Wahrnehmung!

  11. Peter sagt:

    Au Backe! Im ganzen Internet also.. Und was ist mit Peter Lindbergh, Edward Weston, Cindy Sherman, August Sander, Gursky und natürlich Newton? Zu viel der Ehre. Danke Dir aber vielmals, ist ein guter Start in die Woche. ;)

  12. Peter sagt:

    @ Gerald: Ja die Messung funktioniert.
    Wie aber stellst Du an einem Nikon-Objektiv an der PEN, Zitat: “ohne Blendenring”, die Belnde ein?

  13. Hannes Frick sagt:

    Richtig Peter es gibt sie die vielen guten Fotografen aber was dir keiner nehmen kann ist deine Begabungen für den richtigen Blick und vor allem die Stimmung die du mit deinen Bildern immer wieder erzeugst. Dein Können und die Kombination ist es was dich schlussendlich auszeichnet. Ohne jetzt Honig schmieren zu wollen …es ist in der Tat “leider” so! ;-)

  14. Hannes Frick sagt:

    Eine Frage drängt sich mir zum Thema Nikon Objektiv via Adapter an einem MFT System wie der PEN etc. noch auf. Durch den Umrechnungsfaktor 2.0 verändert sich z.B. beim Nikkor 50mm 1:1.8D die Brennweite auf ca. 100mm. Wie verhält sich in dieser Situation die Lichtstärke? …immer noch 1.8 oder???

    Peter’s Frage bez. “ohne Blendenring” verstehe ich nicht ganz. Mein Nikkor 50mm 1:1.8 D weist ein Ring für die Blende und Scharfstellung aus.

    Hier eine Link zum Nikkor Objektiv: http://www.flickr.com/photos/hannes_frick/5158043634/lightbox/

  15. Peter sagt:

    Hannes, Dein 50er ist ja auch Nikon-F, klar haben die einen Blendenring. Die Lichtstärke bleibt übrigens gleich, das ist ja u.a. das schöne bei solchen Telelösungen an mFT.

  16. Hannes Frick sagt:

    Danke für die wertvolle Info bez. der Nikon-F Linse. Ich habe bei der Bestellung gar nicht mehr drauf geachtet und hoffe dies auch noch korrigieren zu können.

  17. Gerald sagt:

    Der von mir empfohlene Adapter bietet die Option zusätzlich noch die Blende per Adapter zu steuern. Man kann also mit einem Drehrad am Adapter den Blendenmitnehmer am Objektiv bedienen. Das lässt sich allerdings nur “frei Schnauze” dosieren, ist aber bei den modernen Nikon-Objektiven ohne Blendenring die einzige Option an der PEN. Man kann mit dem Adapter natürlich die Blende wie gehabt am Objektiv einstellen, wenn das Objektiv einen Blendenring hat. Bei den 50er Nikonobjektiven haben alle bis auf das brandneue AF-S 1,4er einen Blendenring.
    Übrigens, keine Ahnung, wie es jetzt zur Diffusion kommt. Aber Nikon-F ist einfach das klassische Nikon-Bajonett. Das sagt nichts über mit oder ohne Blendenring aus (Objektive ohne Blendenring heißen Nikon-G). Im Gegensatz zu Canon passen bei Nikon seit Jahrzehnten (fast) alle Objektive an das seit Jahrzehnten gleiche F-Bajonett ;-) .

  18. Hannes Frick sagt:

    Gerald das bedeutet ich kann das Nikkor-F auch mit dem G Adapter verwenden? Der Anbieter aus China hat obwohl ich sofort urgiert habe den Nikon G Adapter gleich verschickt :-(

  19. Hacky sagt:

    Dem Lob zu den Peters Bildern schließe ich mich gerne an.

    Die geteilten Meinungen zur M9 teile ich mit. Die Bildqualität ist – wenn alles stimmt – erste Sahne. Dieses “wenn alles stimmt” ist allerdings manchmal ein etwas enger Rahmen. Die enorme Pixelauflösung durch den fehlenden AA-Filter bezahlt man nicht selten mit Moiré, der Fehlfokus-Ausschuss ist bei lichtstarken Telebrennweiten (schon ab 75mm) auch nicht gerade gering, bei 135mm ist dann sowieso Schluss. Rauschen ist bis ISO 1250 noch annehmbar, danach steigt es kräftig an. Eine GH2 mit dem neuen brutto 18 MP/netto 16 MP Sensor kommt ebenfalls schon in etwa in diesen Auflösungsbereich, wird voraussichtlich rauschärmer sein und mit einem Body-Preis von 900 EUR das deutlich attraktivere Preis-/Leistungsverhältnis bieten, von den Video-Funktionen ganz zu schweigen. Wer sich jedoch mit Bauch und Herz zum roten Punkt hingezogen fühlt und über ausreichendes Budget verfügt, wird mit dem “L” auf gelbem Quadrat keinen Ersatz finden.

    Die schon jetzt interessante Anzahl adaptierbarer lichtstarker Festbrennweiten (insbesondere die für M-Bajonett) und die zu erwartende Fülle an adäquatem mit mFT-Anschluss macht dieses Kamera-Segment zunehmend attraktiv für Freistell-Freaks. Auf 43rumors haben sie gerade ein adaptiertes 50mm/f0.75(!!!) von Rodenstock gezeigt…

    Mich persönlich würde ein Direktvergleich des 35er Lux mit dem 35/1.2er Nokton interessieren. Letzteres ist ja ebenfalls schon bei Offenblende ausreichend scharf, hat ein annehmbares Bokeh, kämpft allerdings bis F1.7 mit Farbsäumen. Interessant wäre z.B. die Farbwiedergabe, Kontrast, Bokeh etc. im Direktvergleich. Das Nokton ist preislich ja doch um einiges niedriger angesiedelt, die Bedienung ist ebenfalls mustergültig, lediglich Größe und Gewicht wiegen schwer…

  20. Gerald sagt:

    @ Hannes: Lass Dich nicht verwirren. Mit dem von Dir bestellten Adapter kannst Du JEDES Nikonobjektiv verwenden. Da steht zwar Nikon (G) drauf. Ist aber nur der Hinweis, dass es auch mit Objektiven ohne Blendenring (nämlich G-Objektiven) funktioniert.

  21. Peter sagt:

    Helge, freue mich, Dich unter den Mitwirkenden hier zu finden. Willkommen. Natürlich gehört die kommende GH2 wie auch die E-PL1 zu den Möglichkeiten, noch relativ kompakt gut aufgelöste Bilder machen zu können. Das Konzept gegenüber der “simplen” M9 ist ein anderes – ausgelegt vor allem auf Universalität. Die HD-Filmfähigkeiten hast Du ja schon angesprochen. Ob sie aber weniger “rauschen” wird als eine Neun, muss sich – bei gleichen Bildwinkeln und Lichtsituationen erst noch zeigen. Auch an Canon KB entscheiden darüber in erster Linie die Lichtstärken. Fantastisch, was sich in den letzten zwei Jahren auf dem Markt der System-Kompakten getan hat. Und man darf wohl sicher sein, dass sich dies so fortsetzen wird. Ein weiterer “Lichtblick” im eigentlichen Sinne ist hier das in den nächsten Tagen erwartete Voigtländer 25mm f/0.95, (50mm equiv.) Dies, wie auch das 20mm f/1.7 sind ein guter Weg, auch gestalterisch zu APS-C “aufrücken” zu können. Uns klar, die “letzten Meter” sind die teuersten.

    Einen Vergleich zwischen Nokton und Lux fände ich auch interessant. Bilder aus dem Voigtländer sind vielversprechend. Mal sehen, vielleicht machen wir das mal…

    @Gerald: Danke für die Beschreibung der Adapterfunktion, kannte ich so noch nicht.

  22. efix sagt:

    Der “Leica-look” ist ja immer wieder Gegenstand zur Diskussion – ich persönlich finde, man sieht ihn in diesen Bildern ganz deutlich. Was mich jedoch noch mehr vom Hocker reißt (auch in Deinen anderen Posts mit Bildern von der E-PL1) ist die Qualität der Kamera-JPEGs – mit meiner E-P1 komme ich nicht mal annähernd zu so brillianten Ergebnissen! Liegt das an der besseren Engine der PL1, oder hast Du die JPEG-Einstellungen deiner PL1 speziell angepasst?

  23. Peter sagt:

    Hi Felix, es ist wohl wie immer. Hier und da einige Verbesserungen bei der aktuellen PEN (E-PL1), ein paar Einstellungen in den Untermenüs, vernünftiges Glas und etwas brauchbares Licht. Probier’ mal eine E-PL1, derzeit gibt es ja Testwochen bei Olympus (mit Geld zurück Garantie), schraub das neue mFT-Voigtländer 25/0.95 dran und schau Dich nach etwas Licht mit Charakter um. ;)

  24. Hannes Frick sagt:

    hi peter, da ich neben der E-PL1 auch eine E-P2 in verwendung habe, konnte ich ebenfalls feststellten das die neue E-PL1 in diversen punkten wie schärfe, rauschverhalten etc. besser ist. die E-P2 ist zwar vom gehäuse und der bedienung her deutlich besser aber schlussendlich zählt ja nur was dabei raus kommt.

    du schreibst bei der E-PL1 von div. einstellungen in den untermenüs. wie ich schon deine einstell-empfehlungen bei der leica X1 mit erfolg nachvollziehen konnte, so würde es mich und bestimmt auch einige andere E-PL1 user interessieren welche empfehlung du für diese E-PL1 vorschlägst. ich denke jedoch an schärfe, farben und sättigung fehlt es der olympus E-PL1 bestimmt nicht. in diesen bereichen finde ich sie teilweise sogar ausgeprägter als eine X1. ist aber bestimmt alles eine frage des rein persönlichen geschmackes.

  25. Arkadius sagt:

    @Hannes: Die ZEISS-Objektive sind sehr gut, sowohl die ZM-Versionen (ich kenne das 4/85mm, 2/50mm und 2/35mm), als auch die SLR-Objektive (mit z.T. überragender Schärfe). Die ZM-Objektive sind, rein subjektiv, einen Tick schärfer als Leica-Linsen, ähnlich gut verarbeitet. Die Farben sind bei Zeiss wärmer “abgestimmt”, das Bokeh bei Leica cremiger. Vom Preis-/Leistungsverhältnis tendiere ich zu Zeiss.

  26. Peter sagt:

    Hannes, ja, ist sicher alles Geschmacksache.
    Hier mal meine meist genutzte Einstellung. Bei Kaiserwetter ist aber auch die Standardeinstellung der Kamera schon ausgezeichnet:
    Bildmodus “normal”, Sättigung +1 (z.B. bei OM-Objektiven), *G Color/WB > Rauschminderung “Auto”, Rauschunterdrückung “Weniger”, Farbraum “sRGB”. Die Auflösung der E-PL1 schien mir höher als die der E-P1/2, weshalb ich mich (trotz der fehlenden 1/4000s) für das aktuelle Modell mit Blitz entschieden habe.

  27. Gerald sagt:

    @efix: mit der EP-1 kommt man auf annähernd die gleichen Ergebnisse wie mit der E-PL1. Hatte beide Kameras da und habe mich für die E-P1 entschieden. Wie Peter schon sagt: das Glas und das Nutzen von vernünftigem Licht machen den Unterschied. Und natürlich der Mensch hinter der Kamera (in dem Fall Peter).

  28. Paul sagt:

    Hallo Peter,

    Gratulation zu Deiner tollen Seite und den schönen Fotos. Bin total beeindruckt und hab gleich alle Einträge durchforstet!

    Nun zu meiner Frage: Mein Opa hat mir seine analoge Kamera, eine Canon A-1 mit mehreren Objektiven vermacht.

    Objektive:
    Canon nFD 15mm 2.8 (FischEye)
    Canon nFD 20mm 2.8
    Canon nFD 24mm 2.8
    Canon nFD 50mm 1.4
    Canon FD 135mm 2.5 S.C
    Canon nFD 300mm 5.6
    +
    (Canon FD Extender 2x-A)

    Ich habe jetzt 10 Rollen Film geknippst und muss feststellen, dass ich doch eher der “digitale Typ” bin. In jedem Fall möchte ich die Ausrüstung behalten. Würde sich für mich der Kauf einer Olympus PEN + Adapter lohnen, bzw. würdest Du als Profi mir das empfehlen? Ich würde mich als einfachen Hobbyfotografen bezeichnen und knippse meist Freunde und kleinere Details dir mir auffallen, sowie ab und an auch mal Gebäude/Bauwerke.
    Bisher benutze ich dafür eine Canon 400D + 50mm 1.8, die ich mir mit meiner Schwester teile.

    Das Fischauge könnte ich ja bei eBay sicherlich in Zahlung geben, wenn sich an der PEN jede Brennweite verdoppelt oder?

    Danke schon einmal für die Hilfe.

    Liebe Grüße Paul

  29. Peter sagt:

    Hallo Paul, Herzlich Willkommen. Gratuliere, ist eine feine Ausrüstung. Denke insbesondere das 20/24, das 50 und das 135er SC (gab’s auch als 135/2.0) könnten Spaß machen an einer E-PL1/2. Den Extender brauchst Du sicher nicht, das macht ja jetzt die Kamera. :) Das Fishauge würde ich mal ausprobieren, vielleicht entstehen (abgeblendet) interessante Aufnahmen, im Blickwinkel entsprechend 30mm an Kleinbild. Die beiden Tele dürften auf dem Markt noch das meiste bringen. Eventuell könntest Du noch ein Weitwinkel ergänzen; entweder ein 14/2.5 Lumix G oder das sehr gute 9-18mm M.Zuiko. Ein Olympus EVF zur PEN kann nicht schaden, gerade, wenn man manuell unterwegs ist. Aber hey, nur kaufen, was unentbehrlich ist! “So wenig wie nötig” – macht mehr Spaß und wird öfter genutzt.

  30. Paul sagt:

    Hallo Peter!

    Danke für die schnelle und auskunftsreiche Beratung. Habe mich gestern Abend gleich auf die Suche nach einer PEN gemacht und hab mir sogar eine EP2 sehr günstig ersteigern können (200 Euronen unter dem Tiefpreis von geizhals).
    Viewfinder2 + 2.Akku + Pancake 17mm waren als Extra gleich mit dabei.
    Morgen lege ich mich gleich vor dem Briefkasten auf die Lauer :D

    Liebe Grüße

    Paul

  31. Paul sagt:

    P.S. Das Bild vom Mercedes 280 CE schmückt meinen Desktophintergrund.

  32. Peter sagt:

    Servus Paul, Gratuliere zum Superschnapper. Und ja, der CE ist eine feine Karre. – Leider nicht meine.