Kleinbild für die Jackentasche – Sony RX1


Sony Cyber-shot DSC-RX1 mit Sucher FDA-EV1MK (Zubehör)

Der Trend zu größeren Sensoren in Kompaktkameras hält an. Mit Sony’s RX1 ist nun auch das digitale Kleinbildformat in der Jackentasche angekommen. Mit Maßen von 113 mm × 65 mm × 70 mm ist die neue Sony etwas kürzer als zum Beispiel eine Leica X2 mit APS-C-Sensor, folgt aber einem sehr ähnlichen Konzept: Beide Kameras bieten einen Blickwinkel von ca. 35mm (equiv. KB), ein fest mit dem Gehäuse verbundenes Objektiv mit Zentralverschluss sowie einen eingebauten Aufhellblitz. Elektronische oder wahlweise optische Aufstecksucher werden ebenfalls zu beiden Geräten als Zubehör angeboten. Im Unterschied zur Leica X2 mit 16 Megapixeln bietet die neue Sony eine Auflösung von 24 Megapixeln. Mit ihr lassen sich auch Videoclips im HD-Format aufnehmen sowie Blende und Fokus direkt am Objektiv bedienen. Trotz des größeren Bildkreises der Cyber-shot ist das Carl Zeiss Sonnar T* 35 mm f/2.0 etwas lichtstärker als das Elmarit 24 mm f/2.8 der Leica, die mit 1750 Euro jedoch günstiger zu haben ist. Die Cyber-shot DSC-RX1 soll in Deutschland ab Dezember für 3099,00 Euro angeboten werden.

Produktvideo (Sony)
Technische Daten (Digitalkamera.de)

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4 Antworten zu “Kleinbild für die Jackentasche – Sony RX1”

  1. Boas Wojcieszak sagt:

    Hallo Peter,

    so eine kleine Kamera mit großem Sensor ist eine feine Sache. Dieser Trend wird sicherlich weitergehen. Als ich den Preis gelesen habe musste ich allerdings schlucken. Einen eingebauten Sucher würde ich allerdings in dieser Preisklasse vermissen. Was Aufstecksucher angeht konnte ich selbst einige Erfahrungen mit der E-PL3 machen…und die waren sehr positiv, keine Frage ein echter Gewinn als nur mit dem Display zu fotografieren. Aber ich bin froh jetzt die E-M5 zu haben.

    Die RX1 ist sicherlich nicht die Kamera und bestimmt auch nicht die Kamera für jedermann, aber sie beschreibt einen Trend der mir gut gefällt.

    Viel Erfolg Sony und denk dran, wir Fotografen lieben eingebaute Sucher.

  2. Peter sagt:

    Servus Boas,
    ja, ein feines Konzept wie ich finde – sicherlich eher adressiert an ambitionierte Fotografen. Kleinbild “braucht” nicht jeder in einer Kompakten. Schön aber, dass es so etwas – neben Leica M – gibt. Früher, zu Filmzeiten, hatten ja die meisten Kompaktkameras “Kleinbild”. Eben dieses bietet Leica seit 2009 mit eingebautem Sucher und Wechselobjektiven an, es kostet allerdings auch einiges mehr. Mit der OM-D ist man natürlich auch glänzend bedient. Für das MFT-Bajonett existiert inzwischen eine Vielzahl an exzellenten Festbrennweiten, die ein gutes Stück leichter zu tragen und zu bezahlen sind. Bin schon gespannt, was uns auf der Photokina in dieser Richtung noch geboten wird.

  3. georg sagt:

    Ich interessiere mich gerade auch für die RX1. Bin mir aber nicht sicher, ob es richtig ist, die Sony mit der X2 zu vergleichen. Eigentlich ist sie auf Augenhöhe mit der M9/M-E. Wir müssen natürlich noch abwarten, wie schnell die kleine ist und wie die Bildqualität ausschaut. Wenn Du Dir den Preis für eine M-E mit Summicron anschaust, liegst Du bei über 7.000 Euro. Da gegen ist die RX1 schon sehr preiswert.

  4. Peter sagt:

    Hallo Georg,
    was die Sensorgröße und die Singellösung mit dem 35er Summicron angeht, gebe ich Dir Recht. Wenn man auf den gerade für diese Brennweite genialen Messsucher verzichten möchte! Andernfalls ist die Flexibilität einer M natürlich deutlich höher. Auch die Objektive zur Erweiterung sind, neben ihrer hohen Abbildungsqualität, bei Leica verhältnismässig klein. Im Gebrauch einer RX1 oder X2 muss man sich vom Bildwinkel her doch gehörig einschränken, wenn es um einen universellen Einsatz auf Reisen geht.