JPEGmini reduziert Größe von Bilddaten

Auf der Electronic Imaging Konferenz SPIE in San Francisco (USA) wurde ein neues Tool zur Kompression von üblichen JPEGs vorgestellt. Eine neue zum Patent angemeldete Technologie namens “JPEGmini” soll das Datenvolumen von hochauflösenden JPGs erheblich reduzieren können ohne, dass der Betrachter einen visuellen Verlust an Bildqualität feststellen kann. Das Tool soll dabei auf einen Algorithmus zur Rekompression setzten, der die Wahrnehmung des menschlichen Auges nachahmen kann und dessen Encoder Reduktionen bis zu 80% der ursprünglichen Datenmenge möglich macht. Mit dem neuen Format ließen sich Zeit und Kosten für das Bereitstellen und Verbreiten von Bildern erheblich einsparen, Hochauflösende Fotos könnten so unkompliziert per eMail verschickt werden und würden weniger Speicherplatz belegen. JPEGmini bietet derzeit einen Online-Dienst zum testen eigener Bilder an. Unten eine Gegenüberstellung des konventionellen JPEG-Formates aus Adobe® Lightroom 3.5 und des JPEGmini-Formats, fotografiert mit einer Leica M9.

Originalfiles zum Vergleich JPG (links, 17,5 MB) vs. JPEGmini (rechts, 3,5 MB):

L1005144 JPEG from Lightroom 3.5 L1005144 New JPEGmini Format

Tags: , , , , , , , ,

2 Antworten zu “JPEGmini reduziert Größe von Bilddaten”

  1. Holger Fehsenfeld sagt:

    Erstaunlich – auch in 100%-Darstellung sehe ich keine Unterschiede am Bildschirm. Ledihglich im Histogframm leichte Abrisse im oberen Drittel, deren Folgen ich im Bild wiederum nicht ausmachen konnte.

    Lohnt sich sicher, weiter zu testen.

    Best
    Holger

  2. Robin sagt:

    Also wer auch willentlich keine Unterschiede entdecken kann, braucht entweder einen neuen Bildschirm, oder eine neue Sichthilfe. Ich finde den Ansatz gut, Bilder eher entsprechend der menschlichen Wahrnehmung zu komprimieren, als stur nach datenzusammenfassenden Algorithmen. Aber der Vergleich auf dieser Seite taugt in meinen Augen nicht. Der Schieber auf einem verkleinerten Bilde ist ein Witz. Der Vergleich in 100% ist gut, aber man vergleich wirklich die geringste Kompression der LR-Ausgabe mit JPEGmini … allein durch Speicherung des Originals bleistiftsweise im Photoshop auf JPEG-Stufe 8 schrumpft das Bild auf 3,8 MB. Das Ergebnis dieser konventionellen Kompression erhält dabei die feinen Details/die Schärfe besser, zeigt aber ein paar Artefakte mehr (von denen eh schon reichlich im Ausgangsbild abhängen). Ich tendiere daher ganz leicht zu JPEGmini – etwas ganz besonders Phantastisches, also neu Phantastisches wie WAVE zu MP3 sehe ich daher nicht. Und der Faktor 5 ist hier keineswegs nur JPEGmini … ein Vergleich zu nem einfach stärker komprimierten JPEG wäre angebrachter.

    Meine zwei Pfennig. ;)