Die kleine EOS-M


Mit System und ohne Spiegel – Canon EOS-M mit Wechselobjektiv EF-M 22mm 1:2 STM

Canon hat die EOS geschrumpft. Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass Masaya Maeda (Canon Inc.) in einem Interview für Isabel Reynolds (Reuters) eine künftige Systemkamera von Canon in Aussicht stellte, die kleiner sein würde als alle ihre bisherigen DSLR-Pendants. Das Ergebnis wurde nun heute offiziell vorgestellt. – Die kleine EOS-M. Wobei das “M” in der Bezeichnung durchaus auch für einen Mix in Bezug auf das Design stehen könnte. Optisch ist das Gehäuse nämlich eine Mischung aus Samsung NX100 und den PEN-PL Modellen von Olympus. Wohingegen das Erscheinungsbild der Objektive eher bei Sony-NEX entliehen scheint.

Aus technischer Sicht darf man sich bei der “M” ein Rudiment der DSLR-Einsteigermodelle von Canon vorstellen, das ebenso zum Filmen taugt.. – Wie in der EOS 650D wurde ein moderner CMOS-Sensor (22,3 x 14,9 mm) mit 18 Megapixeln und ein DIGIC 5-Prozessor verbaut. 31 AF-Felder stehen dem Hybrid AF mit Phasenerkennung zur Verfügung und auch auf Kompatibilität zu Canon’s Systemblitzen wurde geachtet. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich, neben einigen wenigen Tasten, ein großer 3-Zoll Clear View II Touchscreen LCD mit 1.040.000 Bildpunkten. Dieser kann gar nicht groß und brillant genug sein, denn die Mini-EOS hat keinen Sucher. Auch die Möglichkeit eines elektronischen Gegenstückes oder eines Klappdisplays, wie ihn die aktuellen Generationen anderer Systemkameras heute anbieten, sucht man leider vergebens. Canon wird sicher – ähnlich wie Olympus seinerzeit – nachlegen und bald schon entsprechende Modelle anbieten. Das gleiche gilt für die beiden ersten Objektive mit EF-M Bajonett. Man muss kein Prophet sein um anzunehmen, dass dem Kit-Zoom EF-M 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM und dem optionalen Pancake EF-M 22mm 1:2 STM weitere Objektive sowie allerlei Zubehör folgen werden. Es braucht halt noch etwas Zeit. Bis es soweit ist, kann zumindest in Sachen Optik der ebenfalls heute vorgestellte Adapter Canon EOS-EF/EOS-M einige Brücken schlagen. Hochinteressant in diesem Zusammenhang dürfte in Kürze auch das Portfolio von Novoflex werden, denkt man zum Beispiel an die Verwendung etwa von Canon FD- oder auch Leica-M/R-Objektiven. Die Canon EOS-M soll in Schwarz, Weiß, Silber sowie in Rot zum Preis von 849,- Euro ab September in Deutschland erhältlich sein.

Hier zu weiteren Informationen und Technischen Daten

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2 Antworten zu “Die kleine EOS-M”

  1. Ben sagt:

    Ja Ja. Lange draufgewartet. Dann doch entäuscht.

    Gehofft hatte ich ja auf einen G Body mit EVF und Blitz. Angenehm wäre auch ein KB Sensor gewesen.
    Naja vielleicht nach Weihnachten. Ahoi

  2. Peter sagt:

    Moin Ben. Mit Kleinbild war kaum zu rechnen. Seinerzeit hatte ich ja eine kleine EOS zusammengebastelt mit Sucher und Klappdisplay. Das muss wohl aus strategischen Gründen noch warten. Schade ebenso, dass es keine Roadmap zu den Objektiven gibt. Canon stellt (nach Jahren) erstmals einen Fuß in die Tür, mehr nicht. “Besser” als das spiegellose Konzept von Nikon ist es allemal. Aber – vom 22er Pancake abgesehen – ohne Festbrennweiten? Wer an APS-C danach sucht, der soll wohl noch einige Zeit bei Fuji einkaufen.