Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’

Leica M9 · Firmware Update 1.162

Mittwoch, 15. Juni 2011

Seit heute steht die neue Firmware 1.162 für Leicas digitale Messsucherkamera Leica M9 zum download bereit. Neben der Optimierung interner Abläufe wurde speziell die Sensorhomogenität im Weitwinkelbereich verbessert. Dafür wurde für alle Leica-Weitwinkelobjektive eine zusätzliche Farbkalibrierung in der Firmware hinterlegt, die farbliche Abweichungen in kritischen Aufnahmesituationen zwischen Bildmitte und Bildrand minimiert. Zusammen mit etwa 80 weiteren Fotografen konnte ich in den vergangenen Wochen bereits Arbeitsversionen der Firmware (1.156 – 1.160) ausprobieren und kann u.a. für die Weitwinkelobjektive Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH und Elmarit-M 28/2.8 ASPH Verbesserungen bestätigen.

Zum Download (Leica Camera AG)

Leica X1 · Firmware Update 2.0 zum Download

Dienstag, 29. März 2011

Seit heute Morgen steht das erste Firmware Update für die 2009 erschienene APSC-Kompaktkamera Leica X1 zur Verfügung. Laut den Angaben aus Solms sollen mit der Firmware die Autofokus- und Aufnahmegeschwindigkeit sowie die Bildqualität verbessert werden. Ebenso wie eine höhere Genauigkeit bei manueller Entfernungseinstellung (MF), die nun immer bei Offenblende stattfindet, wurde die manuelle Scharfeinstellung optimiert. Das MF-Einstellrad ist nunmehr dynamisch: Zur groben Entfernungseinstellung wird es schnell gedreht, zur genauen Scharfstellung langsam. Manuelle Entfernungseinstellungen können ab sofort gespeichert werden und bleiben beim Ausschalten der Kamera erhalten. Bei manueller Scharfstellung verfügt die Kamera nach dem Update über eine neue Tiefenschärfe-Anzeige. Die Entfernungsskala im unteren Bereich des Monitors zeigt nun zusätzliche Meter- und Fuß-Unterteilungen sowie den Bereich der Tiefenschärfe an. Neu: Der ISO-Wert wird auch in Auto-ISO-Einstellung angezeigt. Die neue Fimware v2.0 kann hier herunter geladen werden.

SCHNEIDER KREUZNACH goes Micro 4/3

Freitag, 04. Februar 2011

Schneider Kreuznach meldet heute den Beitritt zum Micro-Four-Thirds-System. Der deutsche Hersteller war zuletzt u.a. mit seinen innovativen Cine-Xenar Objektiven in den Schlagzeilen der Fachpresse. Laut Josef Staub, Geschäftsführer der Schneider-Gruppe, sieht man gute Chancen für die Entwicklung von Hochleistungsobjektiven auch für diesen Bereich. “Die Planung für eine entsprechende Objektivserie läuft bei uns bereits auf Hochtouren”. Neben Cosina Voigtländer tritt damit ein weiteres Mitglied dem von Panasonic und Olympus ins Leben gerufenen Standard bei. Das junge MFT-System kann optischen Beistand gut gebrauchen, denn es fehlen vor allem und lichtstarke Weitwinkelobjektive und bis auf zwei Ausnahmen hochlichtstarke Festbrennweiten. Das unlängst durch Voigtländer eingeführte Nokton 25/0.95 gilt derzeit als Lichtstärke-Weltmeister bei MFT und erfreut sich aufgrund seiner Gestaltungsmöglichkeiten, die einem 50mm-Objektiv f/2.0 an Kleinbild entsprechen, wachsender Beliebtheit. Man darf gespannt sein.

Olympus XZ-1 · Kleine für alles

Donnerstag, 13. Januar 2011


Olympus XZ-1 – Passt trotz Zoom und Lichtstärke noch locker in die Sakkotasche.

Spät, aber von Herzen wünsche ich allen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr! Auch im zweiten Jahr dieses Blogs sollen hier vor allem kompakte und durchdachte Kamera-Lösungen thematisch im Vordergrund stehen. Den Anfang für 2011 macht eine kleine, leichte Kompaktkamera, die ich im Rahmen eines Fotojobs Anfang Dezember für einige Tage in den Händen hielt. Zwar habe ich damit reichlich Fotos gemacht, aus rechtlichen Gründen muss es diesmal jedoch ohne die sonst üblichen Beispielbilder gehen.

Das neue Flaggschiff der Olympus-Kompaktkameras trägt die etwas holprige Bezeichnung XZ-1 und besitzt einen 1/1,63” CCD mit 10 Megapixel Auflösung. Die Kamera kommt wie ein gelungener Mix aus den kompakten Kolleginnen Canon S95 und Panasonic LX5 daher. – Klein, lichtstark, leise, ausgezeichnet ausgestattet und simpel zu bedienen. Dabei legt Olympus aber nicht nur, was die Lichtstärke des Objektivs angeht, noch eine Schippe drauf. Denn 1:1.8 auf 1:2.5 sind eine beachtliche Offenblendleistung für das zusammengefahren äußerst flache Zoom aus der Tatsuno-Objektivschmiede. Und gerade bei knappem Licht erfreut man sich so selbst im Telebereich noch recht niedriger ISO-Werte, die Kameras mit dieser Sensorgröße im Allgemeinen besser zu Gesicht stehen. Der Brennweitenumfang reicht von 28 bis 112 Millimeter entsprechend Kleinbild und ist damit etwas größer (4-fach) als der der Lumix mit 24 bis 90 Millimeter (3,75-fach). Ebenso wie die Lumix, aber anders als die Canon S95, bietet die Olympus XZ-1 die Möglichkeit, einen Blitz oder Funkauslöser aufzustecken sowie einen elektronischen Viewfinder aus dem Zubehörprogramm des Herstellers zu verwenden.

Die Bedienung der Kamera ist gewohnt einfach, alles ist an seinem Platz, die Menüs aufgeräumt. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, nach Bedarf auch mit Hilfslicht, und auch rein manuelle Belichtungen von 1/2.000 bis 60 Sekunden (sowie Bulb) sind möglich. Dabei wären allerdings trotz des einschwenkbaren Graufilters (ND 0,9) noch kürzere Belichtungszeiten aufgrund der hohen Lichtstärke wünschenswert. Selbst bei kühlem Winterwetter sorgte der automatische Weißabgleich und die gute Jpg-Engine des TruePic V-Prozessors für wohltuende Farben und Kontraste. Beides ist für schwierige Aufnahmebedingungen leicht manuell zu konfigurieren, ein RAW-Format für den späteren Feinschliff steht aber auch zur Verfügung. Neben dem TTL-fähigen Zubehörschuh findet sich auf der Oberseite der Kamera ein ausklappbarer Blitz. Dieser kann Systemblitze wie den Olympus FL36R und FL50R drahtlos steuern sowie bei Gegenlichtaufnahmen ausgezeichnet als Aufheller eingesetzt werden.

Besonders hat mir das 3″ OLED-Display gefallen. Es lässt sich auch in heller Umgebung vergleichsweise gut ablesen und liegt mit 610.000 Bildpunkten über der Auflösung der TFT’s der Mitbewerber. Als Aufnahmeformate bietet die Kamera Seitenverhältnisse von 4:3, 3:2, 16:9 und 6:6 an. Der Steuerring um das Objektiv lässt sich über das Menü mit einigen Funktionen belegen. Praktisch erschien es mir, die Belichtungskorrektur der Kamera damit zu regulieren, was in den unterschiedlichsten Lichtsituationen schnell zum gewünschten Ergebnis führte. Auch aufs Filmen versteht sich die kompakte Flunder. Bis zu einer Länge von 15 Minuten lassen sich Aufnahmen in HD-Qualität (1280×720 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dabei kann man alle sechs “Art”-Filter (Pop Art, Weichzeichner, Körniger Film, Lochkamera, Diorama und Dramatic Tone), die ähnlich auch in der PEN zu finden sind, ebenfalls nutzen. Die Kamera wird in Deutschland ab Anfang Februar für rund 480 € zu haben sein.

Ansichten der Olympus XZ-1, ©2011 by peterlueck.com
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1
Olympus XZ-1 Olympus XZ-1

Review Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT

Montag, 06. Dezember 2010


Voigtländer Nokton @ f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Ausnahmelinse, Lichtriese, Weltmeister – für das neue Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT lassen sich eine Menge Termini finden. Und zweifelsfrei ist es eine beachtliche Leistung der Cosina-Konstrukteure, die ein kompaktes Werkzeug für lebendige Bilder an Micro Four Thirds geschaffen haben. Die Japaner sind mit ihrem deutschen Label Voigtländer seit Herbst 2010 Mitglied im MFT-Verbund und es ist ihr erstes Objektiv für dieses Bajonett. Für ein System, dass wegen seines Formatfaktors jede Kommastelle Lichtstärke gut gebrauchen kann, kommt es wie gerufen. Einerseits, um die ISO niedrig zu halten. Andererseits, um kurze Verschlusszeiten zu realisieren, wenn die Bedingungen – wie so oft – eben nicht ganz optimal sind. Gerade Lichtstärke ist bei MFT ein wichtiger Schlüssel für die Bildgestaltung mit selektiver Schärfe. Mit dem Nokton hat man hier eine Normalbrennweite ins Rennen geschickt, die in diesem Zusammenhang einzigartig ist und deren größte Blendenöffnung f/0.95 es direkt zum Available light-Weltmeister der Evil-Objektive macht.

Wie angekündigt, war ich in den letzten Wochen (fast ausschließlich) mit der PEN und dem Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT unterwegs. Habe es in den dunklen Straßenecken von London ausprobiert und mit ihm den ersten Schnee hier bei uns an der See festgehalten. Habe hunderte Fotos mit und ohne Sucher gemacht, gesichtet und RAW’s entwickelt. Der Gesamteindruck nach dieser Zeit lautet: Großartig! In dieser Richtung darf es gern weiter gehen bei Voigtländer.

Natürlich – wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Die Extremleistungen der großen Öffnung haben ihren Preis. Und so sind neben Coma um punktförmige Lichtquellen herum auch bläuliche Farbsäume, eine leichte Vignettierung und unscharfe Bereiche in den Bildecken bei f/0,95 zu finden. Die meisten Bildfehler sind i.d.R. durch moderates abblenden auf etwa f/1.8 zu verhindern und im normalen Gebrauch nicht von Gewicht. Auf der Gegenseite aber bleibt der Mehrwert einer Optik, die Bilder erlaubt, die mit bislang gängigen MFT-Objektiven so nicht möglich waren. Und auch wenn das Nokton keinen Autofokus besitzt, probieren Sie es aus. Besonders zu empfehlen ist es zusammen mit einem el. Viewfinder wie dem VF-2 an der E-PL1. Dieser kann insbesondere dann von großem Wert sein, wenn starke Sonneneinstrahlung ein flinkes Fokussieren mit dem Display erschwert. In Kombination mit der auf Knopfdruck aktivierten Lupenfunktion ist das kinderleicht und sehr präzise. Übrigens, die Entfernungsskala auf dem Objektiv ist vor allem dem Nahbereich zugeordnet. Nur etwa zwei Zentimeter der Einteilung bleiben für den Objektabstand zwischen 1 Meter bis unendlich.

Die Bildsprache des Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist über jeden Zweifel erhaben. Sie erhalten – je nach Einstellungen – knackscharfe Fotos mit satten Farben sowie seidige Unschärfeverläufe. Das Bokeh muss keinen Vergleich scheuen und auch Brillanz und Plastizität sind auf hohem Niveau. Das “Micro”-Objektiv ist dreimal so lang wie die beliebten, etwas weitwinkligeren Pancakes von Olympus und Panasonic. Es wiegt 410 Gramm und hat keinen Autofokus. Sie werden damit einhändig keine Bilder machen können. Aber – wenn sie mit manuellen Objektive umgehen können und wollen – verwöhnt es sie mit Bildern, die sie so mit keinem anderen MFT-Objektiv möglich sind.

Beispielbilder Voigtländer Nokton 0,95/25 MFT
unbearbeitete Jpgs aus der Olympus E-PL1
(Bilder anklicken für das Original)

Camera Jpg, PC046115 Camera Jpg, PC046098
Camera Jpg, PB285987 Camera Jpg, PC036086
Camera Jpg @ f/0.95, PB184789 Camera Jpg, PB285925
PB205059 PB205330
PB194881 PB215413
PB215460 PB225713
PB204954 PB205335
PB215660 PB225755
PB286028 Camera Jpg, PB306045

©2010 by peterlueck.com

Voigtländer Nokton 25/0.95 · Die Jackentaschenlampe

Dienstag, 09. November 2010


Lichtstärke für mFT – Das Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 ©2010 by peterlueck.com

Jeder, der schon einmal ein Leica Noctilux an einer Leica M probiert hat, wird zweierlei zu schätzen wissen: Erstens die vergleichsweise kompakte Größe dieser Kombination und zweitens deren aussergewöhnliche Möglichkeiten der Bildgestaltung. Mit dem neuen Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT ist nun eine Normalbrennweite im Jackentaschenformat auch für mFT zu haben, die sowohl beim Spiel mit selektiver Schärfe als auch unter ungünstigen Lichtbedingungen ihre Trümpfe ausspielen kann.

Eine solche Kombination hat ihren Preis, nicht nur bei Leica. Auch z.B. bei Canon muss man eine größere Menge Geld für ein EF 50/1.2 oder gar ein EF 50/1.0 in die Hand nehmen. Die japanische Objektivmanufaktur Cosina hat unter dem Label “Voigtländer” den Anhängern von Micro Four Thirds diesbezüglich aber eher ein “Geschenk” gemacht und stellt diese optische Meisterleistung mit gleichem Bildwinkel und gleicher Lichtstärke für einen Bruchteil des Preises des o.g. Leica-Objektivs zur Verfügung. Mehr noch, denn mit einer Naheinstellgrenze von nur 15 Zentimetern und einer sensorbedingten Erweiterung der Tiefenschärfe werden Bilder im Nahbereich möglich, die so, zumindest mit dem Noctilux, kaum umsetztbar sind. Andersherum benötigt mFT eben wegen des Formatfaktors 2 bei mittleren Motivabständen vor allem eines, um den Schärfeverlauf mit in die Bildgestaltung einfließen zu lassen: Lichtstärke! Zahlreiche manuelle Adapterlösungen mit hochlichtstarken Festbrennweiten von Olympus OM, Leica/Voigtländer M und Canon FD machten dies bislang möglich. Nun gibt es eine weitere Gelegenheit bei mFT, ganz ohne Adapter.

Das Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 MFT entspricht in Größe und Gewicht in etwa dem Leica SUMMICRON-M 1:2.0/75 ASPH und ist ebenso manuell zu bedienen. Blende und Fokus lassen sich Cosina-typisch präzise und leicht einstellen, die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau.


Die Entfernungsskala des Objektivs ist zu zwei Drittel dem Nahbereich bis 1 Meter vorbehalten. Der Abstand der Einstellwerte auf dem Objektiv von 1 bis 2 Meter beträgt lediglich 1 Zentimeter. Der Abstand der Markierungen für 2 Meter und unendlich ist ebenso groß.

Das Nokton ist für seinen Anwendungszweck bereits bei offener Blende ausreichend scharf und bietet abgeblendet eine hervorragende Schärfe. Ein gewisses Maß an Vignettierung und auch an Purple Fringing ist bei Blende 0.95 auszumachen, fällt aber deutlich geringer aus als man es erwarten würde. Erste Schnappschüsse lassen auf ein ansprechendes Bokeh schliessen. Bei Aufnahmen mit selektiver Schärfe erzeugen 10 Lammellen eine beinahe kreisrunde Irisblende, die zu einer wohltuenden Wiedergabe der Unschärfebereiche beiträgt. Ich werde das Objektiv in den nächsten Tagen weiter mit der Olympus PEN E-PL1 ausprobieren und sobald sich Zeit findet an dieser Stelle ein kleines Review und natürlich mehr Bilder nachreichen.

First Full size samples, Voigtländer Nokton 0.95/25 mFT
unerarbeitete Kamera-Jpgs (Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/0.95, PB103896 Camera Jpg @ f/0.95, PB103835
Camera Jpg @ f/5.6, PB114103 Camera Jpg @ f/0.95, PB103903
Camera Jpg @ f/5.6, PB104015 Camera Jpg @ f/0.95, PB103949
PB114231 Camera Jpg @ f/0.95, PB114233
Camera Jpg @ f/5.6, PB114105 PB114111
Camera Jpg @ f/5.6, PB114102 Camera Jpg @ f/0.95, PB114093
Camera Jpg @ f/5.6, PB114132 Camera Jpg @ f/0.95, PB114212
Camera Jpg @ f/0.95, PB114251 Camera Jpg @ f/5.6, PB114081
Camera Jpg @ f/0.95, PB134381 Camera Jpg @ f/0.95, PB114160
Camera Jpg @ f/5.6, PB103991 Camera Jpg @ f/0.95, PB164457

Leica Summilux 35 ASPH an der PEN E-PL1

Montag, 01. November 2010

Nach den ersten guten Erfahrungen mit adaptierten Zuikos an der PEN, ED 50/2.0 Makro und OM 50/1.4, interessierte mich besonders eine so genannte Portraitbrennweite für die E-PL1. Diese sollte zwischen 50 und 100 Millimetern Brennweite entsprechend Kleinbild besitzen und natürlich lichtstark sein, um gestalterisch etwas Spielraum zu behalten. Kandidaten entsprechend des Formatfaktors an mFT waren das Voigtländer Nokton 35/1.2, dass einen besseren Ruf als die 35/1.4er Version genießt sowie ein Leica Summicron-M 35/2.0 oder Summilux-M 35/1.4. Die Aspherical-Versionen dieser Objektive gelten, zumindest an Leica M, allgemein als besser tauglich für digitale Kameras und so suchte ich vorwiegend nach eben solchen und fand schließlich ein Summilux-M 35/1.4 ASPH.

Samt Novoflex-Adapter mit der Bezeichnung “MFT/LEM” kommt das Objektiv auf eine auch für mFT erträgliche Länge von nur 6 cm bei hervorragendem Bedienkomfort von Blende und Fokus. Letzterer funktioniert ausschließlich manuell, was jedoch insbesondere mit dem Olympus Sucher VF-2 sehr angenehm zu händeln ist. Per zuschaltbarer Lupenfunktion über die Daumentasten an der E-PL1 lässt sich die Schärfe sehr schnell und präzise einstellen. Beim 35er Summilux der letzten Rechnung (1994-2010, oben im Bild) sollte man im Nahbereich und bei kleinen Blendenwerten dabei auf die Reihenfolge achten, erst die Blende und dann die Schärfe festzulegen, da sich der Schärfepunkt im Nahbereich um einige Millimeter beim Abblenden verlagern kann. Dank Liveview ist dies aber eher eine Nebensache, die nur an Messsucherkameras ein Problem darstellen kann. Ein- oder Ausatmen des Fotografen oder seines Gegenüber haben i.d.R. fatalere Folgen. Das Objektiv wiegt etwa 300 Gramm, hat eine Naheinstellgrenze von 70 Zentimetern und ein E-46 Filtergewinde.

Die Bildergebnisse des Summilux-M 35/1.4 ASPH an der PEN sind in allen Blendenbereichen überdurchschnittlich und entsprechen dem Preis des Objektivs. Bereits bei größter Blendenöffnung darf man sich über klare Farben, einen angenehmen Schärfeverlauf und gute Kontraste freuen. Ein Abblenden auf f/2.0-2.8 sorgt für noch etwas mehr Brillanz und Schärfe, danach erweitert man im Grunde nur noch den Tiefenschärfebereich. Ich hatte das Objektiv in den letzten Tagen mit viel Spaß und fast ausschließlich an der PEN und verlinke nachfolgend einmal mehr zu einer ersten Auswahl unbearbeiteter Bildproben direkt aus der Kamera. (ausgenommen B/Ws entwickelt mit Adobe Lightroom 3, Vignette hinzugefügt)

Full Size Samples Olympus E-PL1 mit Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH
(Anklicken für das Original)

Camera Jpg @ f/1.4, PA222871 Camera Jpg ISO800, PB013600
Camera Jpg, PA212670 Camera Jpg, PA222849
Camera Jpg ISO400, PA222854 Camera Jpg, PA253102
Camera Jpg, PA222857 PA232949_LR3
Camera Jpg ISO400, PA232999 Camera Jpg, PA232985
PA313529 PA303267
PA233056_LR3 PA303298
Camera Jpg, PA212530 Camera Jpg @ f/1.4, PB053718

©2010 by peterlueck.com

Olympus Zuiko OM 50/1.4 und ED 50/2.0 Macro

Dienstag, 12. Oktober 2010


Olympus Zuiko OM 50mm/1.4 vs. Zuiko ED 50mm/2.0 Macro

Leichtes Tele gefällig? Gerade an mFT sollte es natürlich lichtstark, einigermaßen kompakt und bezahlbar sein?! Ok. Via Adapter kommen an der PEN neben den üblichen Verdächtigen von z.B. Voigtländer, Leica, Zeiss, Minolta und Canon FD natürlich auch die älteren Primes von Olympus in Betracht. Die kleinen manuellen Zuikos des OM-Systems (1972-2003) waren schließlich seinerzeit das Arbeitsglas von Helmut Newton und von ausgezeichneter Qualität. Gerade Lichtstärke findet sich in den Festbrennweiten des OM-Systems reichlich und das hat sich inzwischen auch herumgesprochen. Die Nachfrage und somit die Gebrauchtpreise zogen kräftig an. Ein OM Zuiko Auto-S 55/1,2 oder ein OM Zuiko Auto-Macro 90/2.0 kostet so heute schnell mal ein paar Hundert, ein OM Zuiko APO Auto-T 350/2,8 gar einige Tausend Euro.

Günstiger zu bekommen, sind die 50mm Brennweiten – insbesondere das 50/1.8 und das 50/1.4. Letzteres habe ich wechselweise mit dem aktuellen Zuiko ED 50/2.0 Macro als Referenz an der PEN probiert und stelle unten jeweils 10 Fullsize-Bildbeispiele mit den Objektiven vor. Beide Lösungen mit 47° Bildwinkel sind – z.T. schon wegen des nötigen Adapters – kaum mehr als kompakt zu bezeichnen, jedoch sind sie immer noch deutlich kleiner und leichter als die meisten lichtstarken 100mm-Objektive für Kleinbild.

Das Handling gefällt – vor allem der direkte Schärfering mit Entfernungsskala des OM. Ebenso die Einstellung per Display-Lupe und dem el. Aufstecksucher VF-2, der gerade in heller Umgebung sehr nützlich sein kann. Beim 50/2.0 Macro kann man mittels Four-Thirds-Adapter MMF-1 zudem noch den Autofokus benutzen, wenngleich dieser recht laut und macrotypisch behäbig arbeitet. Das aktuelle Zuiko glänzt an der E-PL1 bereits bei f/2.0 mit Bildqualität und Schärfe, während das betagte OM einen eher seidigen Look bei Offenblend liefert. Einmal von den äussersten Bildecken abgesehen, kommt bei Blendenwerten um 2.0/2.8 auch das OM an die Detailschärfe des 50/2.0 Macros heran. Abgeblendet sind beide tadellos, das 50/2.0 Macro meist etwas kontrastreicher und kräftiger in den Farben. Will man eine Nachbearbeitung sparen, bietet es sich bei Verwendung der OM-Version daher an, den Bildmodus der E-PL1 auf “Vivid” einzustellen oder in den Jpg-Vorgaben die Sättigung etwas zu erhöhen. Insgesamt sind beide Objektive eine Empfehlung an mFT, so unterschiedlich – auch im Preis – sie letztlich sind. Die nachfolgenden, unbearbeiteten Proben direkt aus der Kamera mögen helfen, je nach persönlicher Wichtung eine Auswahl zu treffen.

Olympus Zuiko OM 50mm/1.4, Kamera-Jpg’s
(Anklicken für das Original)
Camera Jpg, PA100897 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100926)
Camera Jpg, PA101014 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100892)
Camera Jpg @ f/1,4 (PA101030) Camera Jpg, PA100973
Camera Jpg @ f/1,4 (PA080525) Camera Jpg, PA100976
Camera Jpg, PA100876 Camera Jpg @ f/1,4 (PA100924)

Olympus Zuiko ED 50mm/2.0 Macro, Kamera-Jpg’s
(Anklicken für das Original)
Camera Jpg, PA090821 Camera Jpg @f/2.0, PA070441
Camera Jpg @ f/2.0 (PA070455) Camera Jpg, PA090688
Camera Jpg, PA090667 Camera Jpg, PA090644
Camera Jpg, PA111154 Camera Jpg, PA111209
Camera Jpg, PA090786 Camera Jpg, PA111173

©2010 by peterlueck.com, Alle Rechte reserviert

Laut gedacht: Leica X1 mit Viewfinder

Dienstag, 28. September 2010


X1 und X1v – Konzeptskizze* zu einer X1-Variante mit eingebautem Sucher

Die Photokina 2010 ist vorbei. Viel Beachtung auch von Leica-Interessierten fand diesmal u.a. eine von Fujifilm vorgestellte APS-C-Kompakte namens Finepix X100. Unübersehbar dabei die Ähnlichkeiten zum Design der Leica M2. Die seinerzeit (1957) mit zwei Festbrennweiten 35 und 50 mm als “leichte Kamera für die Dame” angebotene Sucherkamera war auch Vorbild für die nachfolgenden M-Modelle, die Leica über viele Jahre sehr erfolgreich machten. Leica selbst stellte auf der Fachmesse eine Titan-Sonderserie der M9, eine D-Lux5 auf Basis der Panasonic LX5 und ein schwarzes Modell seiner Kompaktkamera mit APS-C Sensor vor.

Beim Anblick der neuen, schwarzen X1 stellte ich mir die Frage, wie wohl stattdessen ein Suchermodell ausgesehen hätte. Eine Messsucherkonstruktion wäre ob der Festbrennweite ja nicht vonnöten. Es sollte vermutlich vielen schon reichen, wenn im – dann integrierten Sucher – einer X1v* eine Markierung für das mittlere AF-Feld zu sehen wäre. Eine grüne LED zur Bestätigung gibt es ja jetzt schon unterhalb des optionalen optischen Suchers. In wie weit sich eine Belichtungswaage oder die Zeit/Blenden/ISO-Kombination anzeigen ließen, wäre zu klären. Natürlich müsste dafür der Blitz der X1 versetzt und die Kameraabdeckung nach oben verlängert werden. Gestalterisch könnte sich das Elmarit der X1v* mit einem silberfarbenen Objektivring vom Kamerabody absetzen. Würde dieser dann noch die Funktion für den manuellen Fokus übernehmen (bisher dient hierzu ein Daumenrad auf der Gehäuserückseite), wäre es sicher fantastisch. Bei Gegenüberstellung beider Versionen bleibt es jedoch fraglich, ob Leicas Konzept, den Sucher aus dem Gehäuse zu lösen, nicht doch ein guter Weg war, um die Kameragröße zu minimieren. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt und wie sich die Produkte des Wettbewerbs verkaufen. Da die Marktführer (Canon und Nikon) das Spielfeld der APS-C Kompaktkameras noch nicht betreten haben, dürfte das kommende Jahr spannend werden.

*) Der Autor steht in keiner geschäftlichen Beziehung zur Leica AG. Die Abbildung oben ist eine fiktive Illustration zu diesem Artikel. Alle genannten Markennamen sind eingetragene Warenzeichen der Hersteller.

Fujifilm kündigt sensationelle Finepix X100 an

Montag, 20. September 2010


Finepix X100 · Fujis neue Kompaktkamera mit APS-C-Sensor und Sucher (Foto: Fujifim)

Soeben wurde auf dem Server der Fujifilm Deutschland eine neue Kompaktkamera mit APS-C Sensor angekündigt. Die sensationelle Neuentwicklung trägt den Namen Finepix X100 und soll vor allem Profifotografen als kleine und leichte Kompaktlösung dienen. Erscheinen soll die Kamera mit 35mm Festbrenweite (equiv. KB) Anfang kommenden Jahres. Ein Preis steht noch nicht fest. Highlight neben dem Hybrid-Sucher, einer Kombination aus optischem und elektronischem Sucher, ist vor allem das FUJINON-Objektiv mit 9 Blendenlammelen, größter Blendenöffnung von f/2.0, zuschaltbarem Neutraldichtefilter und einer Naheinstellgrenze von nur 10 Zentimetern. Es ist nach den jüngsten Entwicklungen von Leica (X1), Sony (NEX) und Samsung (NX100) die erste Kompaktkamera dieser Sensorklasse, die sowohl über einen eingebauten Blitz, einen Systemschuh als auch einen eingebauten Sucher verfügt. In ihren Abmessungen von 127 x 75 x 53 mm unterscheidet sich die X100 nur geringfügig von der Olympus PEN E-P2. Mehr Informationen und technische Details sind hier zu finden.