Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’

Fujifilm X-Pro1 mit Wechselobjektiven

Dienstag, 10. Januar 2012


Hightech im Messsucherlook – Die Fujifilm X-Pro1

Fujifilm hat heute seine im Herbst letzten Jahres angekündigte Systemkamera mit Wechselobjektiven vorgestellt. In der X-Pro1 feiert ein neu entwickelter APS-C “X-Trans Sensor” auf CMOS-Basis Premiere, der 16,3 Megapixel Auflösung liefern soll. Laut Fujifilm sorgt ein neu entworfenes und der Körnigkeit bei analogen Filmen ähnliches Farbfiltermuster dafür, dass ein Tiefpassfilter überflüssig ist. Tiefpassfilter reduzieren vor allem Moirés an feinen Strukturen oder die Darstellung von falschen Farben, bisher leider aber auch die Detailauflösung herkömmlicher Kameras mit CMOS-Sensoren. Schlüssel der Kompaktheit des Kamerabodys im Verhältnis zur Sensorgröße (365 mm²) ist das Auflagenmaß des X-Bajonetts. Es beträgt schlanke 17,7 mm und soll – ähnlich wie bei Leica M – die Effizienz des einfallenden Lichtes erhöhen, das durch das Objektiv eingefangen wird. Die Kamera verfügt – wie bereits die kleine Schwester X100 – über einen Multi-Hybrid-Sucher, der die Vorzüge von optischem und elektronischem Sucher kombiniert. Der Benutzer kann wahlweise ein optisches Sucherbild betrachten oder den elektronischen Sucher mit 1,44 Millionen Bildpunkten und 100% Abdeckung verwenden. Ein Blitz ist in die X-Pro1 nicht eingebaut. Optional können jedoch Blitzgeräte wie der EF-X18 (Leitzahl: 18), EF-20 (Leitzahl: 20) und EF-42 (Leitzahl: 42) im Zubehörschuh verwendet werden. Der Kamerabody ohne Objektiv wiegt rund 450 Gramm und misst 139 x 82 x 42 Millimeter. Damit ist die X-Pro1 etwa so groß wie die Leica M9, die im Gegensatz dazu allerdings über einen Kleinbildsensor verfügt.

Zur Einführung der Fujifilm X-Pro1 werden zunächst drei relativ lichtstarke FUJINON XF Wechselobjektive mit Autofokus angeboten: Das Weitwinkel-Objektiv „XF18mm F2.0 R“ (27 mm, equiv. KB), das Standard-Objektiv „XF35mm F1.4 R“ (53 mm, equiv. KB) und das Tele-Makro-Objektiv „XF60mm F2.4 R Macro“ (91 mm, equiv. KB). Neun weitere Objektive sind geplant. Darunter ein 14mm-Weitwinkel (21 mm, equiv. KB) sowie Zoom- und Teleobjektive. Offizielle Preise gab Fujifilm für Deutschland noch nicht bekannt. Im Gespräch sind derzeit ca. 1.700 Euro für das Gehäuse und um die 600 Euro je Festbrennweite. Die Kamera und die ersten drei genannten Objektive sollen bereits Ende März in den Handel kommen.

Link zur Produktseite
Referenzbilder des Herstellers

Review Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8

Montag, 03. Oktober 2011


Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 an der PEN E-PL3

Eine von vielen Micro Four Third-Fans lang ersehnte Festbrennweite hat das Licht der Welt erblickt. Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 ist das derzeit lichtstärkste Objektiv aus dem aktuellen Programm von Olympus und trotzdem: Es ist winzig! Sein Design ähnelt dem des M.Zuiko 12mm f/2.0. Lediglich der Ring für den manuellen Fokus lässt sich nicht verschieben, was man bei einem Tele mit Autofokus kaum vermissen wird. Während das M.Zuiko 12mm f/2.0 aus Metall gefertigt wurde, besteht der Tubus des günstigen M.Zuiko 45mm f/1.8 aus Kunststoff, bei Tageslicht gut an den unterschiedlichen Silbertönen ablesbar. Die Lackierung des Teleobjektivs wirkt etwas kühler, jedoch keineswegs “billig”. Im Gegenteil, die Verarbeitung ist auf hohem Niveau und der Fokusring gleitet mit der gleichen Präzision wie schon beim 12 mm Weitwinkel. Mit 56 x 46 Millimetern ist das Tele etwas schlanker, aber genau so lang.


Designvergleich: Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8 und 12mm f/2.0 vor der PEN E-PL3

Das M.Zuiko 45mm f/1.8 beherbergt neun Linsenelemente in acht Gruppen und besitzt einen Blickwinkel von 27°, bezogen auf Kleindbild sind dies 90 mm. Seine Naheinstellgrenze liegt bei 50 Zentimetern und hätte gern noch geringer ausfallen dürfen. Optisch hat das Objektiv das Zeug zum Klassiker. Bereits ab Offenblende zeichnet es scharf, weit bis in die Bildecken hinein. Ein Abblenden ist aus Gründen der Bildqualität nicht von Nöten, wenngleich es hilft, die Randschärfe weiter zu steigern sowie chromatische Aberrationen und Vignettierung quasi vollständig zu eliminieren. In Verbindung mit der neuen Olympus PEN E-PL3 ist der Autofokus atemberaubend schnell. Das Handling scheint prädestiniert für Straßenszenen und Portraits, flinkes “Freistellen” ist nun selbst am Micro 4/3-Sensor kein Problem mehr. Der dafür notwendige Mix aus Farbbrillanz, Schärfe und Bokeh ist mehr als ansprechend und erinnert bei Offenblende ein wenig an Objektive wie das Leica Summarit-M 90 oder das Canon EF 100 USM. – Erfreulich, denn diese Objektive sind, da sie ein größeres Format bedienen, ungleich größer und teuerer. Das MFT-System scheint auch mit den jüngsten Festbrennweiten von Panasonic und Voigtländer den Kinderschuhen zu entwachsen und es macht große Freude, damit unbeschwert zu fotografieren.

Das Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8 ist ab sofort im Handel und kostet rund 300,- Euro. Abschließend ein kleines Set von Beispielbildern mit dem Objektiv, aufgenommen mit der Olympus PEN E-PL3. Für die volle Auflösung klicken Sie bitte die unten stehenden Thumbnails an und wählen die gewünschte Größe.

Full size samples Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL3
Review ©2011 by peterlueck.com

Olympus 45mm f/1.8, PA022272 Olympus 45mm f/1.8, PA022264
Olympus 45mm f/1.8, PA022243 Olympus 45mm f/1.8, PA022213
Olympus 45mm f/1.8, PA022313 Olympus 45mm f/1.8, PA022301
Olympus 45mm f/1.8, PA022192 Olympus 45mm f/1.8, PA022184
Olympus 45mm f/1.8, PA022170 Olympus 45mm f/1.8, PA022174
Olympus 45mm f/1.8, PA012139 Olympus 45mm f/1.8, PA012080
Olympus 45mm f/1.8, PA012072 Olympus 45mm f/1.8, P9301995
Olympus 45mm f/1.8, P9301961 Olympus 45mm f/1.8, P9301879
Olympus 45mm f/1.8, P9302041 Olympus 45mm f/1.8, P9301777
Olympus 45mm f/1.8, P9301681 Olympus 45mm f/1.8, P9301711
Olympus 45mm f/1.8, PA080240 Olympus 45mm f/1.8, PA080220
Olympus 45mm f/1.8, PA080143 Olympus 45mm f/1.8, PA080138

Lightroom 3.5 unterstützt E-P3, PL3 und G-Modelle

Freitag, 30. September 2011

Heute meldet das Ligtroom Journal die Verfügbarkeit der endgültigen Versionen Lightroom 3.5 und Camera Raw 6.5. Mit Installation der Updates werden eine Reihe von bekannten Problemen der Vorversion behoben und neue Kamera- und Objektivprofile angeboten. Darunter, die von vielen Usern sehnsüchtig erwartete Unterstützung der MFT-Kameras Olympus E-P3, E-PL3, E-PM1 sowie Panasonic DMC-G3 und DMC-GF3. Hinzugekommen ist ebenfalls die Kompatibilität zu Daten aus Hasselblad H4D-60 und den Backs Leaf Aptus II 12, 12R, Phase One IQ140, IQ160, IQ180, Phase One P40/65 und andere. Einzelheiten sind hier nachzulesen (engl.).

Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4

Mittwoch, 28. September 2011


Review Voigtländer Nokton 25mm f/0.95 und Panasonic Lumix 25mm f/1.4

“Nichts ist wichtiger als Lichtstärke.” Dieser oft strapazierte Satz gilt besonders für Objektive, die an Micro Four Thirds verwendet werden sollen, denn durch den Formatfaktor 2 nimmt die Tiefenwirkung bei gleicher Blende gegenüber Kleinbild spürbar ab. Was für Makroaufnahmen hilfreich sein kann, lässt bei Verwendung von Weitwinkel- oder Normalbrennweiten und wenn eine Blickführung durchs Motiv gefragt ist, gelegentlich zu wünschen übrig. 2009 nahm Cosina sich dieser Problematik an und konstruierte den amtierenden Lichtstärke-Weltmeister für das Micro Four Thirds-Bajonett, das Voigtländer Nokton 25/0.95. Dieses Objektiv ist fantastisch, sowohl vom Handling her als auch von seinen optischen Leistungen. Aber es gibt einen Haken: Es bietet keinerlei elektronische Kontakte und keine automatische Scharfstellung an. Wer diese sucht und nicht wesentlich auf Bildqualität verzichten möchte, wird nun bei Panasonic fündig.

Das neue Panasonic Lumix Leica DG 25mm F1.4 ASPH, so die korrekte Bezeichnung, ist knappe 2 Zentimeter kürzer als das Nokton, etwas dicker, wesentlich leichter und obendrein mit etwa 600 Euro günstiger zu haben. Schon ab der größten Blendenöffnung f/1.4 liefert das Objektiv scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Die Bilder mit gleichen Blendenwerten sind denen des Nokton zum Verwechseln ähnlich. Farblich kommen sie etwas kühler daher, bei Offenblende mit einer Vignette, die das Bild im Vergleich insgesamt dunkler erscheinen lässt. Bereits ab Blende f/2.0-2.8 arbeitet es absolut auf dem Niveau der aktuellen MFT-Referenz.

Bedauerlicherweise ist die Springblende des Lumix DG 25/1.4 in ruhiger Umgebung sehr laut. Benutzer aktueller Panasonickameras (Lumix GH, GF) haben hier derzeit einen nennenswerten Vorteil gegenüber PEN-Usern. Denn der Liveview scheint bei den Modellen verschieden zu arbeiten. An einer Olympus E-PL1 sowie auch an der aktuellen E-P3 “klappern” die Blendnlamellen beim Kameraschwenk vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt. Zusätzlich auch dann, wenn nur der Auslöser im Autofokusbetrieb angetippt wird. Diese Geräuschkulisse dürfte zum Beispiel bei Lesungen oder Kirchenzeremonien von den Anwesenden als sehr störend empfunden werden. Hoffen kann man hier nur auf ein baldiges Firmware-Update für das Objektiv oder die genannten Kameramodelle. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, an den PENs regen Gebrauch von der Messwertspeichertaste für die Belichtung zu machen, da diese die Blendenöffnung fixiert und das “Klappern” verhindert.

Unten finden Sie wie immer eine Reihe von Beispielbildern unter Verwendung beider Objektive an der Olympus E-PL1. Die Bilder stammen direkt aus der Kamera und sind nicht bearbeitet oder beschnitten, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Sie zeigen, wie dicht Nokton und Lumix qualitativ beieinander liegen und dass man die Entscheidung für oder gegen einen der Kandidaten eher vom Einsatzgebiet her treffen sollte. Das Nokton bietet die geringere Naheinstellgrenze und die höhere Lichtstärke an, das Lumix punktet vor allem durch seinen zügigen Autofokus und die etwas kompaktere Baulänge. Diese entspricht im Übrigen exakt der des Leica Summilux-M 50/1.4 ASPH, das äquivalent zum Kleinbild den gleichen Bidwinkel besitz.


Größenvergleich Nokton 25mm f/0.95, Summilux-M 50mm f/1.4 ASPH FLE (KB), Panasonic Lumix 25mm f/1.4

Full size samples Voigtländer Nokton 25/0.95 vs. Panasonic Lumix DG 25/1.4 ASPH
Original Kamera Jpgs, Olympus PEN E-PL1
Review ©2011 by peterlueck.com

Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271446 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271445 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271441 Nokton 25/1.4 @ f/2.8 P9271442 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/2.8
P9271428 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271429 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271427 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271426 Panasonic Lumix DG 25/1.4
P9271414 Nokton 25/1.4 @f/4.0 P9271416 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @f/4.0
P9271409 Nokton 25/1.4 @ f/4.5 P9271408 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.5
P9271323 Nokton 25/1.4 @ f/1.4 P9271321 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4
P9271318 Nokton 25/1.4 @ f/3.5 P9271317 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/3.5
P9271314 Nokton 25/1.4 @ f/4.0 P9271312 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/4.0

Beide Objektive an der Naheinstellgrenze:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
Minimum distance, Nokton 25/1.4 @ f/8 (P9281486) Minimum distance, Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/8 (P9281487)

Beide Objetive bei Offenblende:
Links: Nokton, rechts: Lumix (Anklicken für das Original)
P9271431 Nokton 25/1.4 @ f/0.95 P9271430 Panasonic Lumix DG 25/1.4 @ f/1.4

PS: Zum Voigtländer Nokton 25/0.95 erschien auf peterlueck.com bereits ein Review mit hochauflösenden Low-Light-Straßenszenen aus London. Bitte folgen Sie diesem Link.

JPEGmini reduziert Größe von Bilddaten

Freitag, 26. August 2011

Auf der Electronic Imaging Konferenz SPIE in San Francisco (USA) wurde ein neues Tool zur Kompression von üblichen JPEGs vorgestellt. Eine neue zum Patent angemeldete Technologie namens “JPEGmini” soll das Datenvolumen von hochauflösenden JPGs erheblich reduzieren können ohne, dass der Betrachter einen visuellen Verlust an Bildqualität feststellen kann. Das Tool soll dabei auf einen Algorithmus zur Rekompression setzten, der die Wahrnehmung des menschlichen Auges nachahmen kann und dessen Encoder Reduktionen bis zu 80% der ursprünglichen Datenmenge möglich macht. Mit dem neuen Format ließen sich Zeit und Kosten für das Bereitstellen und Verbreiten von Bildern erheblich einsparen, Hochauflösende Fotos könnten so unkompliziert per eMail verschickt werden und würden weniger Speicherplatz belegen. JPEGmini bietet derzeit einen Online-Dienst zum testen eigener Bilder an. Unten eine Gegenüberstellung des konventionellen JPEG-Formates aus Adobe® Lightroom 3.5 und des JPEGmini-Formats, fotografiert mit einer Leica M9.

Originalfiles zum Vergleich JPG (links, 17,5 MB) vs. JPEGmini (rechts, 3,5 MB):

L1005144 JPEG from Lightroom 3.5 L1005144 New JPEGmini Format

Adobe Lightroom 3.5 RC versteht neue Kameras

Mittwoch, 24. August 2011


Entwickelt mit Adobe Lightroom 3.5 RC: Olympus PEN E-P3 mit Leica Summarit-M 90/2.5 (180mm equiv.)
Anklicken für Full Size Auflösung

Die gestern veröffentlichte Adobe ® Lightroom “Release Candidate” (RC) Version 3.5 ist mit zahlreichen neuen Kameras kompatibel, u.a. mit Fuji FinePix F600EXR, Olympus E-P3, E-PL3 und E-PM1 sowie Panasonic DMX-G3, GF3, Sony NEX-C3 und SLT-A35. Das Programm erweitert damit nicht nur seine Rohdaten-Unterstützung beträchtlich sondern unterstützt durch mehr als zwei Dutzend neue Profile auch die Korrekturmöglichkeiten für Objektive von Canon, Hasselblad, Nikon, Pentax, Sony und Sigma. Ein erster Probelauf der Mac-Version mit ORF-Dateien aus der Olympus PEN E-P3 und DNGs der Leica M9 verlief reibungslos bei gewohnt zügiger Verarbeitungsgeschwindigkeit. Adobe ® Lightroom 3.5 RC steht ab sofort hier zum Download bereit. Detailierte Informationen (engl.) finden sich im Lightroom Journal.

Olympus M.Zuiko ED 12mm f2.0 · Review und Bilder

Freitag, 05. August 2011


Glänzender Auftritt – Das Olympus M.Zuiko ED 12mm F2,0 an der PEN E-P3

Am Himmel von Micro Four Thirds ist ein neues, “goldenes Licht” (jap.: Zuiko) aufgegangen. Was Olympus auf der CP+ in Yokohama im Februar noch als Mockup präsentierte, kommt nun in die Läden. – Und dieses M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 ist ein fantastisches Objektiv! Als lichtstarkes und dennoch recht kompaktes Weitwinkel mit einem Bildwinkel von 84° (24mm equiv. KB) bietet es eine interessante und wichtige Option, die auch für weniger gute Lichtverhältnisse geeignet ist.

Der solide aber angenehm leichte Metallcorpus (130g) besteht aus Aluminium und fasst insgesamt 11 Linsen in 8 Gruppen. Darunter ein DSA-Linsenelement (Dual Super Aspherical Lens), dessen Design den extrem großen Unterschied in der Linsendicke vom Rand zur Mitte hin realisiert und ein Super HR-Element (High Refractive), um Öffnungsfehler zu korrigieren. Ebenso zum Einsatz kommen eine asphärische Linse und ein so genanntes ED-Element (Extra low Dispersion) für die Korrektur von Farbfehlern. Sieben Blendenlamellen sorgen für eine annähernd kreisförmige Öffnungsblende und natürliche Hintergrundschärfe. Das M.Zuiko Digital ED 12mm f2.0 verfügt sowohl über einen MSC High-Speed-Autofokus (Movie Still Compatible) als auch über einen Ring zur präzisen mechanischen Scharfstellung mit Entfernungsskala. Übrigens, auch im MF-Betrieb der aktuellen PENs kann auf Wunsch der automatische Fokusassistent (Lupenfunktion) eingestellt werden, dessen Vergrößerungsfaktor dann intuitiv über das Daumenrad auswählbar ist. Wird der Auslöser angetippt, sieht man wieder die ganze Szene im Liveview.

An der Olympus PEN E-P3 betrieben arbeitet das Objektiv rasant und lautlos. Die Fokuszeiten sind in der Praxis kaum mehr wahrnehmbar, die Scharfstellung absolut treffsicher. Es ist eine Freude, dieses sehr gut verarbeitete Objektiv zu benutzen. Nur voll geöffnet zeigt das Zuiko in Extremsituationen einige wenige Chromatische Aberrationen und eine minimale Vignette, die jedoch bereits ab f/3.5 nicht mehr sichtbar ist. Seine optische Leistung ist gemessen an Öffnung und Blickwinkel überragend. Das Objektiv zeichnet klare und scharfe Bilder mit brillanten Farben und dürfte neben dem Voigtländer Nokton 25/0.95 mit zum Besten gehören, was MFT derzeit zu bieten hat.

Am Ende des Artikels ist eine kleine Auswahl erster Beispielbilder mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 12mm F2,0 an der E-P3 zu finden. Natürlich wie immer in voller Auflösung und unbearbeitet, direkt aus der Kamera. Das Objektiv kostet 799,- Euro (UVP) und ist ab sofort im Handel.


Umschalten von AF auf manuellen Fokus: Verborgen hinter dem verschiebbaren Objektivring
befindet sich die Entfernungsskala.


Im Vergleich (v.l.n.r.): Olymps M.Zuiko ED 12/2.0, Leica Elmarit-M 28/2.8 (für KB), Panasonic Lumix G 14/2.5

Full Size Samples Olympus M.Zuiko ED 12mm f2.0
(Anklicken für das Original)

Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310624 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310620
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310539 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300332
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300315 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300298
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300279 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300168
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300229 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7310466
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029443 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P8029417
Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300303 Olympus E-P3, full size camera Jpg, P7300251

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Olympus PEN E-P3 · Die schnellste MFT-Kamera

Donnerstag, 30. Juni 2011

Abbildung Olympus PEN E-P3

Mit der heute offiziell vorgestellten Olympus PEN E-P3 kommt weiter Bewegung in den Markt der kleinen Systemkameras. Olympus hatte 2009 mit der E-P1 die erste Micro Four Thirds-Kamera eingeführt und dieses Konzept kontinuierlich ausgebaut. Beim aktuellen Modell sorgt vor allem der Autofokus für frischen Wind. Dieser gilt als der derzeit schnellste aller MFT-Systemkameras und ermöglicht u.a. “Full-Time”-Autofokus-Nachführung und “AF-Tracking” mit dem es möglich ist, kontinuierlich bewegete Objekte zu verfolgen und diese im Schärfebereich zu halten – sogar wenn sie für kurze Zeit nicht im Bildfeld sind. 35 Autokuspunkte können dabei manuell oder automatisch aktiviert werden. Neben einem neuen Prozessor namens TruePic VI finden sich zahlreiche Verbesserungen auch am Gehäuse der PEN. So liefert der neue 3 Zoll OLED-Touchscreen mehr Kontrast, ein breiteres Farbspektrum und einen größeren Blickwinkel bei geringerem Stromverbrauch. Die Anzahl der individuell belegbaren Tasten wurde auf Drei erhöht und auch ein Blitz wurde erstmals in die P-Serie von Olymus eingebaut. Über den Accessory Port 2 kann wie gewohnt Zubehör, z.B. der elektronische Klappsucher VF-2, angeschlossen werden. Kabelloses Blitzen wird mit dem neuen Systemblitz FL-300R möglich.

Ergänzend zur E-P3 wurden noch zwei weitere Kameramodelle, E-PL3 und E-PM1, sowie zwei lichtstarke Festbrennweiten, M.Zuiko 2,0/12 mm (ca. 799 Euro) und M.Zuiko 1,8/45 mm (ca. 299 Euro, oben im Bild) vorgestellt. Die E-P3 ist ab August 2011 zusammen mit dem M.Zuiko 3,5-5,6/14-42 mm II R für ca. 949 Euro in schwarz, weiß oder silber erhältlich. Sobald ich ein Serienmodell der E-P3 habe, wird es wie bisher Beispielbilder auch mit dem neuen M.Zuiko 2,0/12 an dieser Stelle geben.

Leica M9 · Firmware Update 1.162

Mittwoch, 15. Juni 2011

Seit heute steht die neue Firmware 1.162 für Leicas digitale Messsucherkamera Leica M9 zum download bereit. Neben der Optimierung interner Abläufe wurde speziell die Sensorhomogenität im Weitwinkelbereich verbessert. Dafür wurde für alle Leica-Weitwinkelobjektive eine zusätzliche Farbkalibrierung in der Firmware hinterlegt, die farbliche Abweichungen in kritischen Aufnahmesituationen zwischen Bildmitte und Bildrand minimiert. Zusammen mit etwa 80 weiteren Fotografen konnte ich in den vergangenen Wochen bereits Arbeitsversionen der Firmware (1.156 – 1.160) ausprobieren und kann u.a. für die Weitwinkelobjektive Leica Summilux-M 35/1.4 ASPH und Elmarit-M 28/2.8 ASPH Verbesserungen bestätigen.

Zum Download (Leica Camera AG)

Leica X1 · Firmware Update 2.0 zum Download

Dienstag, 29. März 2011

Seit heute Morgen steht das erste Firmware Update für die 2009 erschienene APSC-Kompaktkamera Leica X1 zur Verfügung. Laut den Angaben aus Solms sollen mit der Firmware die Autofokus- und Aufnahmegeschwindigkeit sowie die Bildqualität verbessert werden. Ebenso wie eine höhere Genauigkeit bei manueller Entfernungseinstellung (MF), die nun immer bei Offenblende stattfindet, wurde die manuelle Scharfeinstellung optimiert. Das MF-Einstellrad ist nunmehr dynamisch: Zur groben Entfernungseinstellung wird es schnell gedreht, zur genauen Scharfstellung langsam. Manuelle Entfernungseinstellungen können ab sofort gespeichert werden und bleiben beim Ausschalten der Kamera erhalten. Bei manueller Scharfstellung verfügt die Kamera nach dem Update über eine neue Tiefenschärfe-Anzeige. Die Entfernungsskala im unteren Bereich des Monitors zeigt nun zusätzliche Meter- und Fuß-Unterteilungen sowie den Bereich der Tiefenschärfe an. Neu: Der ISO-Wert wird auch in Auto-ISO-Einstellung angezeigt. Die neue Fimware v2.0 kann hier herunter geladen werden.