Fuji X-E1 Review mit Bildern aus Burma

08. Dezember 2012 47 Kommentare »


Fuji X-E1 mit XF 18 mm f2.0 R (Anklicken zum Vergrößern)

Ganz neu auf dem Markt und sicher mehr als nur einen flüchtigen Blick wert ist dieser Tage die Fuji X-E1. Die Kamera folgt bis auf ihren eingebauten elektronischen Sucher dem Konzept der hybriden Fuji X-Pro1, die schon seit längerem angeboten wird und bereits für einiges Aufsehen in der Branche sorgt. Das Design der Fuji, auch das der Bedienelemente, ist dem einer Leica M recht ähnlich. Lediglich die Belichtungskorrektur ist über ein Rädchen auf der Oberseite und nicht wie bei Leica über ein Daumenrad einstellbar. War die X-Pro1 noch etwas größer als eine Leica M9, so fällt das Gehäuse der neuen Fuji etwas kleiner und spürbar leichter aus. Ihr fehlt zwar der der Messsucher, der Fuji-User darf sich dafür aber über einen Autofokus freuen.


“Retro-Look” – Gelungenes Design und hervorragende Bedienbarkeit bei Leica und Fuji.

Ich konnte für einige Wochen drei Objektive und die Fuji X-E1 auf einer Reise nach Burma ausprobieren und erhielt das Paket mit meiner allerersten Fuji-Kamera unmittelbar vor der Abreise. Probeaufnahmen oder das Betrachten dieser in Adobe Lightroom waren so nicht mehr möglich. Jedoch reichte die Zeit im Flieger diesmal für ein umfassendes Studium des Handbuches. Die hier gezeigten Beispielbilder entstanden also ohne Vorkenntnisse, direkt aus dem Karton. Neben dem Fujifilm XF 18 mm f2.0 R und dem Fujifilm XF 35mm f/1.4 R hatte man mir noch ein Makroobjektiv, das Fujifilm XF 60 mm f/2.4 R, beigelegt. Dieses wird wegen dem Cropfaktor der Kamera (x1.5, entsprechend Kleinbild ) zu einem 90 mm-Teleobjektiv. Das 18 mm entspricht etwa 28 mm und das 35er einem 53mm-Objektiv an Kleinbild. Mehr braucht man selten, obwohl für den Weitwinkelbereich sicher auch das von Fuji in Aussicht gestellte Fujifilm XF 14 mm f/2.8 ASPH (21 mm entspr. KB) hochinteressant gewesen wäre. Weiterlesen »

Multifunktional – Die Leica M

18. September 2012 7 Kommentare »


Neu bei Leica: Live-View und Focus-peaking für die Messsucherkamera.
Motivbereiche, die in der Schärfeebene liegen, werden mit roten Linien hervorgehoben.

Am Vorabend der Photokina in Köln stellte Leica gestern ein neues, lang ersehntes Modell seiner in Deutschland gefertigten Messsucherkameras vor. Überraschend bricht der Hersteller dabei mit alten Traditionen. Denn entgegen allen Vermutungen ist aus der neuen Leica keine “M10″, sondern eine selbstbewusste “M” geworden. In ihrem Gehäuse steckt erstmals in der Geschichte der M ein live-view-fähiger CMOS-Sensor, mit dem auch Filme in Full-HD aufgenommen werden können. Die Architektur des von CMOSIS in Belgien eigens für Leica konzipierten Bilderzeugers soll durch stärker gekrümmte Mikrolinsen und geringere Abstände zwischen den Farbfiltern und Photodioden ankommende Lichtstrahlen effektiver auf die Pixel verteilen und so zu besseren Bildergebnissen führen. Das oft kritisierte Kameradisplay wurde auf 3 Zoll vergrößert und löst nunmehr 920.000 Bildpunkte auf. Es bietet jetzt – ebenso wie der optionale elektronische Klappsucher Visoflex EVF-2 – die Möglichkeit, per Live-View und mit Hilfe von Fokus-Peaking sehr genau scharf zu stellen. Dabei werden mit leuchtend roten Linien Kontrastkanten im Motiv hervorgehoben, die im Bereich der eingestellten Schärfeebene liegen.

Weitere Neuerungen betreffen vor allem die Ergonomie und Anzahl der Bedienelemente sowie einiges an Zubehör. Hinzugekommen sind so z.B. Tasten für die Fokusfunktion, den Live-View und ein Video-Button. Mit dem neuen Leica R/M-Adapter steht Leica R-Objektiven zudem ab sofort digitales Kleinbildformat zur Verfügung. Ein schneller Maestro-Prozessor, eine verbesserte Akkuleistung und die Unempfindlichkeit des Bodys gegenüber Spritzwasser runden das Angebot ab. Die Leica M wird ab Anfang kommenden Jahres in schwarz oder in verchromter Ausführung für 6.200 Euro angeboten. Eine M-Version namens Leica M-E mit CCD-Sensor und ohne Bildfeld-Hebel an der Kamerafront soll zum Einstiegspreis von 4.800 Euro ab sofort zu haben sein. Wie der deutsche Kamerahersteller heute bekannt gab, wird es eine Zusammenarbeit mit dem bekannten Apple-Chefdesigner Johnathan Ive geben. Ive wird in naher Zukunft eine Sonderedition der Leica M entwerfen, heisst es.

Produktinformation des Herstellers (Leica Camera AG)

Kleinbild für die Jackentasche – Sony RX1

13. September 2012 4 Kommentare »


Sony Cyber-shot DSC-RX1 mit Sucher FDA-EV1MK (Zubehör)

Der Trend zu größeren Sensoren in Kompaktkameras hält an. Mit Sony’s RX1 ist nun auch das digitale Kleinbildformat in der Jackentasche angekommen. Mit Maßen von 113 mm × 65 mm × 70 mm ist die neue Sony etwas kürzer als zum Beispiel eine Leica X2 mit APS-C-Sensor, folgt aber einem sehr ähnlichen Konzept: Beide Kameras bieten einen Blickwinkel von ca. 35mm (equiv. KB), ein fest mit dem Gehäuse verbundenes Objektiv mit Zentralverschluss sowie einen eingebauten Aufhellblitz. Elektronische oder wahlweise optische Aufstecksucher werden ebenfalls zu beiden Geräten als Zubehör angeboten. Im Unterschied zur Leica X2 mit 16 Megapixeln bietet die neue Sony eine Auflösung von 24 Megapixeln. Mit ihr lassen sich auch Videoclips im HD-Format aufnehmen sowie Blende und Fokus direkt am Objektiv bedienen. Trotz des größeren Bildkreises der Cyber-shot ist das Carl Zeiss Sonnar T* 35 mm f/2.0 etwas lichtstärker als das Elmarit 24 mm f/2.8 der Leica, die mit 1750 Euro jedoch günstiger zu haben ist. Die Cyber-shot DSC-RX1 soll in Deutschland ab Dezember für 3099,00 Euro angeboten werden.

Produktvideo (Sony)
Technische Daten (Digitalkamera.de)

Die kleine EOS-M

24. Juli 2012 2 Kommentare »


Mit System und ohne Spiegel – Canon EOS-M mit Wechselobjektiv EF-M 22mm 1:2 STM

Canon hat die EOS geschrumpft. Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass Masaya Maeda (Canon Inc.) in einem Interview für Isabel Reynolds (Reuters) eine künftige Systemkamera von Canon in Aussicht stellte, die kleiner sein würde als alle ihre bisherigen DSLR-Pendants. Das Ergebnis wurde nun heute offiziell vorgestellt. – Die kleine EOS-M. Wobei das “M” in der Bezeichnung durchaus auch für einen Mix in Bezug auf das Design stehen könnte. Optisch ist das Gehäuse nämlich eine Mischung aus Samsung NX100 und den PEN-PL Modellen von Olympus. Wohingegen das Erscheinungsbild der Objektive eher bei Sony-NEX entliehen scheint.

Aus technischer Sicht darf man sich bei der “M” ein Rudiment der DSLR-Einsteigermodelle von Canon vorstellen, das ebenso zum Filmen taugt.. – Wie in der EOS 650D wurde ein moderner CMOS-Sensor (22,3 x 14,9 mm) mit 18 Megapixeln und ein DIGIC 5-Prozessor verbaut. 31 AF-Felder stehen dem Hybrid AF mit Phasenerkennung zur Verfügung und auch auf Kompatibilität zu Canon’s Systemblitzen wurde geachtet. Auf der Rückseite der Kamera befindet sich, neben einigen wenigen Tasten, ein großer 3-Zoll Clear View II Touchscreen LCD mit 1.040.000 Bildpunkten. Dieser kann gar nicht groß und brillant genug sein, denn die Mini-EOS hat keinen Sucher. Auch die Möglichkeit eines elektronischen Gegenstückes oder eines Klappdisplays, wie ihn die aktuellen Generationen anderer Systemkameras heute anbieten, sucht man leider vergebens. Canon wird sicher – ähnlich wie Olympus seinerzeit – nachlegen und bald schon entsprechende Modelle anbieten. Das gleiche gilt für die beiden ersten Objektive mit EF-M Bajonett. Man muss kein Prophet sein um anzunehmen, dass dem Kit-Zoom EF-M 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM und dem optionalen Pancake EF-M 22mm 1:2 STM weitere Objektive sowie allerlei Zubehör folgen werden. Es braucht halt noch etwas Zeit. Bis es soweit ist, kann zumindest in Sachen Optik der ebenfalls heute vorgestellte Adapter Canon EOS-EF/EOS-M einige Brücken schlagen. Hochinteressant in diesem Zusammenhang dürfte in Kürze auch das Portfolio von Novoflex werden, denkt man zum Beispiel an die Verwendung etwa von Canon FD- oder auch Leica-M/R-Objektiven. Die Canon EOS-M soll in Schwarz, Weiß, Silber sowie in Rot zum Preis von 849,- Euro ab September in Deutschland erhältlich sein.

Hier zu weiteren Informationen und Technischen Daten

Super-Angulon 2,0/14 · MFT Made in Germany

14. Juni 2012 12 Kommentare »


Schneider-Kreuznach goes MFT – Das neue Super-Angulon MFT 2,0/14

Mit dem Super-Angulon 2,0/14 mm hat Schneider-Kreuznach heute sein erstes Objektiv für MicroFourThirds vorgestellt. Bereits im Februar hatte Dr. Josef Staub, Geschäftsführer der Schneider-Gruppe, mit dem Einstieg in das MFT-System Produktentwicklungen u.a. auch für die jungen spiegellosen Kameras angekündigt. “Wir setzen stark auf den innovativen Markt der spiegellosen Systemkameras mit ihren Wechselobjektiven und haben entsprechende Entwicklungen in der Pipeline”, so Staub. Genaue technisch Spezifikationen des für September angekündigte Super-Angulon 2,0/14 mm, das in Deutschland gefertigt wird, sind noch nicht offiziell. Vom Bildwinkel her nahe “Verwandte” sind u.a. das Panasonic Lumix 2.5/ 14 mm und das Olympus M.Zuiko 2.0/12 mm.


Im Vergleich: Olympus M.Zuiko 2.0/12, Super-Angulon 2,0/14 und Panasonic Lumix 2.5/ 14

Hublot Beach Polo Ostsee Cup Warnemünde

16. Mai 2012 4 Kommentare »


Ein paar Eindrücke vom Beach-Polo Cup in Warnemünde – (Bild oben anklicken zur Flash-Diashow.)

Polo direkt am Strand. Am vergangenen Wochenende kamen weit über 20.000 Besucher zum 2. Hublot Beach-Polo Ostsee Cup nach Warnemünde. Begonnen hatte die Veranstaltung bei recht kühlen Temperaturen und harten Böen um sieben Windstärken, was zu interessanten Spielzügen führte und dem Zuschauer einiges an Wetterfestigkeit abverlangte. Am Finalsonntag dann aber – bestes Polo-Wetter und fantastische Spiele. Sieger wurde das Gastgeberteam Grabbe/Hublot mit Philipp Sommer und Ramon Ricomini vor Sven Manthey und Comanche Gallardo vom Team Porsche/Gosch. Jeanette Diekmann und Juan Manuel Medina vom Team ETL belegten den dritten Rang.

Leica M9 | ©2012 by peterlueck.com

Kambodscha Reisebericht in der LFI

14. März 2012 11 Kommentare »


Lesetip: Kambodscha Reisebericht in der LFI 2/2012

Ende letzten Jahres war ich für 3 Wochen in Kambodscha unterwegs – mit der Messsucherkamera Leica M9, dem Super-Elmar-M 1:3.4/21 mm Asph und Summilux-M 1:1.4/50 mm Asph. Was dabei herausgekommen ist, kann man in der akuellen Ausgabe des Magazins Leica Fotografie International, kurz LFI, lesen und anschauen. Der 12-seitige Reisebericht “Land im Aufbruch” gibt einen kleinen Einblick in eine bitterarme, doch unglaublich liebenswerte und hoffnungsvolle Region. Leica-Interessierte erfahren darüber hinaus, wie sich das brandneue Super-Elmar-M 1:3.4/21 mm Asph in der Praxis bewährt hat. Die LFI ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich oder kann hier online bestellt werden.

Winter in Marrakech

15. Februar 2012 25 Kommentare »

Eine kleine aktuelle Serie aus der “alten” Olympus E-PL1 mit dem M.Zuiko 12mm f2.0.
Die sehr interessante OM-D war dafür leider noch nicht zu bekommen.

Olympus PEN | ©2012 by peterlueck.com

Fujifilm X-Pro1 mit Wechselobjektiven

10. Januar 2012 10 Kommentare »


Hightech im Messsucherlook – Die Fujifilm X-Pro1

Fujifilm hat heute seine im Herbst letzten Jahres angekündigte Systemkamera mit Wechselobjektiven vorgestellt. In der X-Pro1 feiert ein neu entwickelter APS-C “X-Trans Sensor” auf CMOS-Basis Premiere, der 16,3 Megapixel Auflösung liefern soll. Laut Fujifilm sorgt ein neu entworfenes und der Körnigkeit bei analogen Filmen ähnliches Farbfiltermuster dafür, dass ein Tiefpassfilter überflüssig ist. Tiefpassfilter reduzieren vor allem Moirés an feinen Strukturen oder die Darstellung von falschen Farben, bisher leider aber auch die Detailauflösung herkömmlicher Kameras mit CMOS-Sensoren. Schlüssel der Kompaktheit des Kamerabodys im Verhältnis zur Sensorgröße (365 mm²) ist das Auflagenmaß des X-Bajonetts. Es beträgt schlanke 17,7 mm und soll – ähnlich wie bei Leica M – die Effizienz des einfallenden Lichtes erhöhen, das durch das Objektiv eingefangen wird. Die Kamera verfügt – wie bereits die kleine Schwester X100 – über einen Multi-Hybrid-Sucher, der die Vorzüge von optischem und elektronischem Sucher kombiniert. Der Benutzer kann wahlweise ein optisches Sucherbild betrachten oder den elektronischen Sucher mit 1,44 Millionen Bildpunkten und 100% Abdeckung verwenden. Ein Blitz ist in die X-Pro1 nicht eingebaut. Optional können jedoch Blitzgeräte wie der EF-X18 (Leitzahl: 18), EF-20 (Leitzahl: 20) und EF-42 (Leitzahl: 42) im Zubehörschuh verwendet werden. Der Kamerabody ohne Objektiv wiegt rund 450 Gramm und misst 139 x 82 x 42 Millimeter. Damit ist die X-Pro1 etwa so groß wie die Leica M9, die im Gegensatz dazu allerdings über einen Kleinbildsensor verfügt.

Zur Einführung der Fujifilm X-Pro1 werden zunächst drei relativ lichtstarke FUJINON XF Wechselobjektive mit Autofokus angeboten: Das Weitwinkel-Objektiv „XF18mm F2.0 R“ (27 mm, equiv. KB), das Standard-Objektiv „XF35mm F1.4 R“ (53 mm, equiv. KB) und das Tele-Makro-Objektiv „XF60mm F2.4 R Macro“ (91 mm, equiv. KB). Neun weitere Objektive sind geplant. Darunter ein 14mm-Weitwinkel (21 mm, equiv. KB) sowie Zoom- und Teleobjektive. Offizielle Preise gab Fujifilm für Deutschland noch nicht bekannt. Im Gespräch sind derzeit ca. 1.700 Euro für das Gehäuse und um die 600 Euro je Festbrennweite. Die Kamera und die ersten drei genannten Objektive sollen bereits Ende März in den Handel kommen.

Link zur Produktseite
Referenzbilder des Herstellers

Review Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8

03. Oktober 2011 12 Kommentare »


Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 an der PEN E-PL3

Eine von vielen Micro Four Third-Fans lang ersehnte Festbrennweite hat das Licht der Welt erblickt. Das neue M.Zuiko 45mm f/1.8 ist das derzeit lichtstärkste Objektiv aus dem aktuellen Programm von Olympus und trotzdem: Es ist winzig! Sein Design ähnelt dem des M.Zuiko 12mm f/2.0. Lediglich der Ring für den manuellen Fokus lässt sich nicht verschieben, was man bei einem Tele mit Autofokus kaum vermissen wird. Während das M.Zuiko 12mm f/2.0 aus Metall gefertigt wurde, besteht der Tubus des günstigen M.Zuiko 45mm f/1.8 aus Kunststoff, bei Tageslicht gut an den unterschiedlichen Silbertönen ablesbar. Die Lackierung des Teleobjektivs wirkt etwas kühler, jedoch keineswegs “billig”. Im Gegenteil, die Verarbeitung ist auf hohem Niveau und der Fokusring gleitet mit der gleichen Präzision wie schon beim 12 mm Weitwinkel. Mit 56 x 46 Millimetern ist das Tele etwas schlanker, aber genau so lang.


Designvergleich: Olympus M.Zuiko 45mm f/1.8 und 12mm f/2.0 vor der PEN E-PL3

Weiterlesen »